Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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Maschi33

Ich finde hier wird halt schon wieder von vornherein eine falsche Annahme getroffen. Mit 5k (Haushalts-)Netto ist man in einem Großteil der Republik alles, aber sicher kein Großverdiener. Schon gar nicht in Regionen, in denen der qm Bauland 800€ aufwärts kostet. Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist und tief in sich geht, wird man feststellen, dass man sich dort als leicht überdurchschnittlich verdienender Normalbürger einfach keinen Neubau für 600-700k leisten kann, es sei denn es liegt durch Erbschaft oder Schenkung ein beträchtlicher Batzen Eigenkapital vor. Der Normalbürger mit o.g. Gehalt kann mit viel Verzicht und Disziplin vielleicht 100k EK einbringen. Das reicht dort ja gerademal für die Nebenkosten.
 
H

HilfeHilfe

Ich finde hier wird halt schon wieder von vornherein eine falsche Annahme getroffen. Mit 5k (Haushalts-)Netto ist man in einem Großteil der Republik alles, aber sicher kein Großverdiener. Schon gar nicht in Regionen, in denen der qm Bauland 800€ aufwärts kostet. Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist und tief in sich geht, wird man feststellen, dass man sich dort als leicht überdurchschnittlich verdienender Normalbürger einfach keinen Neubau für 600-700k leisten kann, es sei denn es liegt durch Erbschaft oder Schenkung ein beträchtlicher Batzen Eigenkapital vor. Der Normalbürger mit o.g. Gehalt kann mit viel Verzicht und Disziplin vielleicht 100k EK einbringen. Das reicht dort ja gerademal für die Nebenkosten.
Korrekt , mit 5 netto bei 2 Verdiener ist man beim Immobilienkauf in München der arme Schlucker und in SHolstein Kaiser Franz
 
H

HilfeHilfe

Hallo, danke für deine Antwort. Den zweiten Satz habe ich leider nicht ganz verstanden.
Bestand und Neubau scheinen hier kaum einen Unterschied zu machen. Gefühlt liegt man bei beiden i.d.R. bei ca 1 M€ all in.
Aber das ist nur eine Schätzung basierend auf Maklerangaben und Erzählungen von Freunden, die hier schon länger leben.


Danke für deinen Post. Darin stecken viele Orientierungspunkte für mich. 500 k€ waren übrigens für 150 qm als zu niedrig in dieser Gegend gemeint. Man muss hier angeblich ab 800 k€ rechnen. Eher mehr. Sowohl für Neubau als auch Bestand.
Deshalb auch meine Verwunderung über die Rückzahlungskalkulationen. Klar verdienen viele auch viel. Aber, dass die Leute hier im Schnitt dann 10000 Netto vedienen, sodass sie sich ein Haus leisten können, dass fällt auch mir schwer zu glauben.
Es klingt also, als ob hier viele eine zu naive Rechnung (wie ich ursprünglich) ansetzen oder viel geerbt haben. Sonst sind solche Preise eigentlich nicht finanzierbar.
Und ich verstehe deinen Thread nicht . Was sucht du ? Info , Mitleid , Gerechtigkeit ? Klär uns auf ? Suchst du aktiv und willst eine lückenlose Aufklärung der Finanzen ? Dann bitte posten
 
kbt09

kbt09

@AleXSR700 ... du mußt immer genau nachfragen, wenn irgendjemand von 800 TEuro +/- erzählt. Was war da jeweils alles dabei. Denn 800 TEuro für 150 qm Haus ohne Grundstück sind selbst rund um München verflixt hohe Zahlen, die sich mir nicht erschließen.

Es werden zu gerne die Preise von Birnen genannt, wenn du nach Äpfeln fragst .
 
hampshire

hampshire

Sind die Internetpreis für Städte wie Ingolstadt wirklich so übertrieben hoch oder ist im Forum der Anteil an privaten Bauherren in Städten eher klein, sodass die Beispiele untergehen?
Ja, Ingostadt ist deutlich teurer als die meisten anderen Regionen in Deutschland. Die Orientierung nach München mag das anders aussehen lassen.
Nach meinem Eindruck entstehen die meisten Häuser der Bauherren hier im Forum in einem "Speckgürtel".
Ich finde, dass die meisten hier doch eigentlich sehr gut verdienen. 5000€ Netto pro Monat kombiniert wäre eigentlich schon Großverdiener für viele.
Man ist auch als Einzelperson mit 5000€ im Monat noch kein Großverdiener, wenngleich bereits auf dem nach rechts abfallenden Bereich der Verteilungskurve.
Gehen wir mal von 5000 Netto pro Monat aus. Kaltmiete bisher 1000 € pro Monat. Wieso sind 1500 € dann Obergrenze bzw. "happig"?
Ich finde das nicht happig - allerdings muss wie bereits von anderen im Thread erwähnt berücksichtigt werden, dass die Hauskosten aus mehr als nur einer Rate bestehen.
Wenn man aktuell 1000 € Kaltmiete zahlt und das 30 Jahre lang würde (Mietpreise werden eher steigen), dann hat man ja schon aus der Mietersparnis 360 k€ zurück bezahlt. Und das ohne Zusatzbelastung.
Theoretisch hast Du recht, nur das mit der fehlenden Zusatzbelastung ist ein Trugschluss. Wie auch immer - der Grund warum das Durchschnittsvermögen von Menschen in Ländern, die wir als "ärmer " bezeichnen teils deutlich höher ist als in Deutschland ist die Eigenheimquote. In so fern liegst Du mit Deiner Überlegung grundsätzlich richtig. Wir sind halt oft nicht bereit einen gewissen "Standard" wie beispielsweise mehrere Urlaube im Jahr für einen Vermögensaufbau zu opfern, bleiben zur Miete und leben dabei erst mal ausgiebig gut. Der Wirtschaft hilft dieses Konsumverhalten prächtig, ob es der Gesellschaft auch hilft - da mache ich mal ein fettes Fragezeichen dran.
 
A

AleXSR700

Zunächst @HilfeHilfe :
Falls dich meine Frage irgendwie beleidigt, tut es mir leid. Ich weiß aber nicht weshalb. Ich denke ich habe freundlich um Hilfe bei meinen allgemeinen Überlegungen gebeten. Und mehr suche ich noch nicht. Konkret werde ich dann, wenn ein Kauf in Sicht ist. Unser Netto liegt ebenfalls über 5k.

@ Alle anderen:
Vielen Dank für Eure rege Teilnahme.
Ich sollte auf jeden Fall meine Formulierung relativieren: nicht Großverdiener, sondern Besserverdiener und obere 15 %.
Ich meinte auch nicht, dass ich das faktisch als Großverdiener ansehe, sondern ich kenne sehr viele, die eher um die 3500 € Netto verdienen.
Und wenn wir von einer leicht unterschiedlichen Verteilung von bspw. 3500 € beim einen und 1500-2000 € beim anderen ausgehen, dann muss der mit 3500 € als Unverheirateter immer noch Soli zahlen, weil er statistisch zu den "oberen 10 %" der Verdiener zählt, wie die Politik uns das mitgeteilt hat. Man würde spontan denken, dass das die Leute sind, die eben die 800.000 bis 1.000.000 Häuser zahlen können.
Denn wenn nicht, wer zahlt die vielen vielen Häuser hier, die alle bei 1 Mio anfangen?

Aber das nur, wieso es mich so gewundert hat wie niedrig man kalkulieren sollte.
Aber Ihr habt da eben die Erfahrung und deshalb bin ich sehr froh, dass Ihr mir so rege antwortet. Es nimmt einem die Illusionen, die sich durch das Geschwätz der anderen so aufbauen. Und die man denkt, mathematisch begründen zu können.

Nebenbei, ich sage auch allen, dass ich nicht all mein Geld für die Rückzahlung aufbrauchen wollen würde, sondern eigentlich finde, dass man für Kinder, Urlaub mit Kindern, Sport, vielleicht später mal Uni der Kinder deutlich konservativer rechnen sollte.

Ihr bestätigt meine Vermutung und zerstört meine Hoffnungen
 
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