Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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S

Strahleman

Hier bei uns (Metropolregion Nürnberg/Fürth/Erlangen) gehen viele Grundstücke auch von privat und weniger von der Stadt an Bauträger.
Ich kenne im Bekanntenkreis allein drei Pärchen, die an Grundstücken dran waren, die am Ende an alle an Bauträger gingen. Hier wurden v.a. von einem berüchtigten Bauträger Preis geboten, die deutlich über den aufgerufenen Preisen lagen. Da hat man als Privatperson einfach wenig Chancen.

Wir hatten bei uns Glück, unser Verkäufer wollte nicht an einen Bauträger verkaufen. Wir haben nun ein "Schnäppchen" gemacht mit einem Grundstück für eine DHH umringt von Bauträger-Mehrfamilienhäusern, deren Eigentumswohnungen deutlich teurer als unser komplettes Haus + Grundstück sind. Günstig war unser Kauf dennoch nicht...
 
N

nordanney

Hier wurden v.a. von einem berüchtigten Bauträger Preis geboten, die deutlich über den aufgerufenen Preisen lagen. Da hat man als Privatperson einfach wenig Chancen.
Dann muss man einfach mal bereit sein, den Marktpreis zu bezahlen. Am Ende landet der hohe Grundstückspreis eh wieder bei den Kunden, die mit dem Bauträger bauen.
 
S

Strahleman

Dann muss man einfach mal bereit sein, den Marktpreis zu bezahlen. Am Ende landet der hohe Grundstückspreis eh wieder bei den Kunden, die mit dem Bauträger bauen.
Ja, richtig. Entweder man muss mitziehen oder dann eben teuer vom Bauträger kaufen.

Ich frag mich halt, wo wir hier bald landen, wenn der gängige Quadratmeterpreis in der Region mittlerweile bei 1.000€ angekommen ist und je nach Stadtteil sogar bis 1.300€ geht.
 
M

Maschi33

Ja, richtig. Entweder man muss mitziehen oder dann eben teuer vom Bauträger kaufen.

Ich frag mich halt, wo wir hier bald landen, wenn der gängige Quadratmeterpreis in der Region mittlerweile bei 1.000€ angekommen ist und je nach Stadtteil sogar bis 1.300€ geht.
Naja, auch die Preise in „deiner“ Region wundern mich ehrlich gesagt nicht. Nehmen wir mal Siemens* als prominentes Beispiel. Dort kommt ein einfacher Sachbearbeiter mit Studienabschluss ja nach einigen Jahren schon auf 100k und das als Tarifangestellter. Zwei von der Sorte oder Frau etwas weniger bedeutet dann eben auch schon fast 10k Netto im Monat. Damit kann man auch solche aberwitzigen Preise locker bezahlen. Von leitenden Angestellten/AT Mitarbeitern fange ich besser gar nicht erst an, die hört man hier i.d.R. aber auch nicht „meckern“.
 
S

Strahleman

Nehmen wir mal Siemens als prominentes Beispiel. Dort kommt ein einfacher Sachbearbeiter mit Studienabschluss ja nach einigen Jahren schon auf 100k und das als Tarifangestellter.
Ich werde auch nach IG Metall Tarifvertrag bezahlt. Klar, man kann nicht meckern, aber das möchte ich mal sehen, wo man als Sachbearbeiter auf 100k kommt. Das wäre bei einer 35 Stundenwoche und sagen wir mal 14% Leistungszulage und vollem Urlaubsgeld/Einmalzahlung/T-ZUG im Bereich ERA 12, d.h. oberste Tarifstufe vor AT. Natürlich, man wird sehr gut bezahlt, aber das ist wenig realistisch, es sind eher 70k Euro für dein Beispiel.

Wenn ich mich irren sollte, schick mir mal bitte so eine Stelle, damit ich mich darauf bewerben kann
 
H

HilfeHilfe

Ich werde auch nach IG Metall Tarifvertrag bezahlt. Klar, man kann nicht meckern, aber das möchte ich mal sehen, wo man als Sachbearbeiter auf 100k kommt. Das wäre bei einer 35 Stundenwoche und sagen wir mal 14% Leistungszulage und vollem Urlaubsgeld/Einmalzahlung/T-ZUG im Bereich ERA 12, d.h. oberste Tarifstufe vor AT. Natürlich, man wird sehr gut bezahlt, aber das ist wenig realistisch, es sind eher 70k Euro für dein Beispiel.

Wenn ich mich irren sollte, schick mir mal bitte so eine Stelle, damit ich mich darauf bewerben kann
Auch 70 für normale Sachbearbeitung ordentlich
 
Z

Zaba12

Naja, auch die Preise in „deiner“ Region wundern mich ehrlich gesagt nicht. Nehmen wir mal Siemens als prominentes Beispiel. Dort kommt ein einfacher Sachbearbeiter mit Studienabschluss ja nach einigen Jahren schon auf 100k und das als Tarifangestellter. Zwei von der Sorte oder Frau etwas weniger bedeutet dann eben auch schon fast 10k Netto im Monat. Damit kann man auch solche aberwitzigen Preise locker bezahlen. Von leitenden Angestellten/AT Mitarbeitern fange ich besser gar nicht erst an, die hört man hier i.d.R. aber auch nicht „meckern“.
Habe 2 Jahre als externer bei Siemens in Erlangen gearbeitet und kann Dir sagen das ein Sachbearbeiter nicht mit 100k€ Brutto rausgeht. Vor 5 Jahren hat nen Berater von uns mit 29 bzw. 2 Jahren Berufserfahrung bei uns als kaufmännischer PL für C-Projekte dort angefangen und hat als Einstieg ne ERA 9 auf 42 StD bekommen. Mit Leistungszulage und allen drum und dran, stand da ne gute 6 vor dem Jahresbrutto.
 
A

AleXSR700

Auch ich kann bestätigen, dass die Mehrheit der Angestellten bei bspw. Siemens EG9 und darunter sind. Selbst Chemieingenieure werden mittlerweile in EG9 eingestellt.
Also hier liegt eben das große Missverständnis. Ich kenne viele, die eben seit 30 Jahren dabei sind und damals viel verdient haben und immer höher gestuft wurden. Einfach aufgrund der Dienstjahre.
Das ist heute nicht mehr der Fall. Die Stellen werden durch externe Firmen bewertet und Ingenieure, Physiker, Chemiker etc. steigen dadurch "nur" bei EG9 oder EG10 ein. Und das sind die, die hoch einsteigen. Und da wird man auch nicht einfach so mal eben nach 2-3 Jahren befördert.

Also, der Verdienst ist gut, aber ich kann wie oben erwähnt versichern, dass sich fast keiner ein Haus leisten kann, der nicht vor Ort geerbt oder vor langer Zeit dort gekauft hat.
Außer eben natürlich die, die viel erben und zusätzlich bereit sind sich enorm zu verschulden und extreme Raten zurück zu zahlen.
 
Zuletzt aktualisiert 26.06.2022
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