Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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S

saralina87

Das ist ganz einfach. Man verfolgt das Geschehen permanent und nicht nur vor den Wahlen, schaut wer was bewegt und macht. Ich kann jedem nur empfehlen sich hin und wieder in den Rats- und Ausschuss-Sitzungen selbst ein Bild zu machen. Das ist einfach, hilft ungemein und gibt einem hier und da die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch. Da das kein bindendes Engagement ist kann das jeder machen. Machen aber leider nur sehr wenige. Es ist sehr leicht präsent zu sein und allein schon dadurch etwas Einfluss zu nehmen.
Kluge Worte, aber der Bauer Hansi antwortet mir da höchstens wann er das denn machen soll, und außerdem hat er so viel Land dass ihn die allgemeine Landknappheit nicht wirklich juckt (sehr polemisch ausgedrückt).
Ich hoffe ja auf meine Generation. Die betrifft die ganze Misere am deutlichsten. Da passiert auch mittlerweile echt viel, einer meiner besten Freunde ist immerhin in den Stadtrat gewählt worden. Uns ging es nur viel zu lange viel zu gut in unseren Elternhäusern
 
B

Bookstar

In seinem Dorf kann man vielleicht noch was verändern, aber sonst glaubt doch daran niemand mehr oder? Es spielt überhaupt keine Rolle mehr was man wählt, da es nur noch eine politische Richtung in Deutschland gibt. Demokratie und freie Medien leider nur noch auf dem Papier.

@Bertram100 ich finde man kann sich auch vieles einfach schön reden, aber das ist keine Strategie die ich für sinnvoll befinde. Wenn es für dich passt ok.
 
S

Snowy36

Mir gehts halt’s irgendwie an die Nieren dass
Das Grundbedürfnis wohnen so teuer geworden is ....
Wie groß wäre der Aufschrei wenn wir uns alle keine Lebensmittel mehr leisten könnten ? Man nur noch gut essen könnte wenn die Eltern einem
Etwas schenken ...?

Was mir einfällt um die Situation zu verbessern wäre schon mal dass das auf Halde legen von Grundstücken endlich aufhört ....
 
S

saralina87

In seinem Dorf kann man vielleicht noch was verändern, aber sonst glaubt doch daran niemand mehr oder? Es spielt überhaupt keine Rolle mehr was man wählt, da es nur noch eine politische Richtung in Deutschland gibt. Demokratie und freie Medien leider nur noch auf dem Papier.
Natürlich gibt es freie Medien. Das ist einfach Blödsinn.
Und zum Thema "was verändern": Natürlich kann man, der Großteil der Jammernden hat nur gar kein Interesse etwas zu verändern, wenn er dafür etwas tun muss. Sich engagieren muss. Zeit opfern muss. Alles was einem nicht direkt auf dem Silbertablett geliefert wird ist einem den Aufwand nicht wert. Oder hast du je versucht etwas zu verändern, politisch gesehen?
 
H

hampshire

In seinem Dorf kann man vielleicht noch was verändern, aber sonst glaubt doch daran niemand mehr oder?
Natürlich kann man das. Das funktioniert natürlich nicht so, dass man als Einzelperson irgendwo hingeht, auf den Tisch haut und dann alles anders wird. Was man allerdings engagiert in Gemeinschaft und Bewegung erreichen kann ist schon auch überregional enorm. Nach Deiner Aussage wäre so etwas wie Fridays for Future nicht möglich.

das ist keine Strategie die ich für sinnvoll befinde
Und welche Strategie fändest Du sinnvoll?
 
B

Bookstar

Natürlich gibt es freie Medien. Das ist einfach Blödsinn.
Gute Beweisführung . Aber du hast in soweit Recht, dass es noch ein paar wenige freie Journalisten gibt, die auch ihre Arbeit machen dürfen. Wir haben zum Glück noch keine russischen Verhältnisse.

FfF wird mit sehr viel Geld und Lobby gepusht, das Thema passt aber auch gut in den links grünen Zeitgeist. Ist aber schon ein sehr eigenes Beispiel, viele gibt es davon nicht.

Ich bin sehr politik interessiert, aber die Entwicklungen sind sehr Besorgnis erregend und ich ärgere mich dann zu viel.
 
A

AleXSR700

Hui ui ui.
Das Thema wurde jetzt schnell größer.

Also ich zumindest sagte nie, dass man mit 5k netto in Bayern nicht bauen kann. Sagte ja sogar, dass man im 500 Seelendorf locker 1500qm kaufen kann bei dem Gehalt.

Aber zumindest mir ging es darum, dass die Preise in diesen Städten, in denen ja jeder soooo viel verdient, jenseits von Gut und Böse sind.

Thema Urlaub: es ist doch egal wie weit man reist. Das macht den Preis nicht aus. Ich war schon mehrfach 4 Wochen am Stück backpacken in Asien oder Südamerika und habe insgesamt samt Flug weniger als 1500€ bezahlt. Aber mit Kindern wird jeder Urlaub sehr viel teurer. Da braucht es für mich persönlich aber keine anderen Kontinente. Zumindest nicht jedes Jahr. Gerade in jungen Jahren gibt es so viel Schönes und so viel Kultur in Europa, dass man hier starten kann.
Trotzdem kommt man nicht mit ein paar Euro aus.
Aktuell kalkulieren wir (ohne Kinder) mit 2000€/Jahr pro Person für Urlaube. Dieses Jahr war es offensichtlich sehr viel weniger. Aber im normalen Jahr kommt das grob hin.

Ich weiß auch nicht, welche Generation es faktisch am schwersten hatte. Was heute spärlich eingerichtet erscheint war vor 50 Jahren Top of the Pops. Alles wurde teurer, als technologischer. Und das ist auch gut so. Aber inflationskorrigiert bin ich nicht überzeugt, dass unsere Großeltern alle schlimmer dran waren, wenn es im Immobilien ging.

Nächstes Thema: Unterstützung durch Eltern/Familie.
Aus meiner Sicht gibt es absolut gar nichts Verwerfliches daran, sich Geld von den Eltern zu leihen oder schenken zu lassen. Aber, wir dürfen nicht vergessen, dass gerade in diesen genannten Städten wie Erlangen oder Ingolstadt nicht unbedingt die Familien leben. Meine Eltern und die Eltern meiner Frau sind für mich wohlhabend. Sie besitzen ihr eigenes Haus, sie sind schuldenfrei (also alles abbezahlt) und haben mehr als sie zum Leben benötigen. Das wäre für mich bereits wohlhabend.
Aber, und hier liegt der Hund begraben: Die Häuser unserer Eltern kombiniert sind heute weniger Wert als ein Haus in Erlangen!
Man bräuchte also grob die 2-3 fache Summe an Unterstützung durch die Eltern, die andere in anderen Orten benötigen. Bedeutet im Umkehrschluss, dass die Eltern quasi schon Erlangen-vermögend sein müssten. Und dann wären wir an dem Punkt: können sich nur reiche Erben leisten.

Nichtsdestotrotz, ich glaube, dass es Möglichkeiten gibt es aus eigener Kraft zu schaffen. Und alles ist irgendwie machbar. Schade nur, dass es über die Maßen schwerer ist in solchen Städten.
Nun rechnen wir noch 10 Jahre weg, in denen ma einkommenslos studiert und promoviert hat. Also, es ist eben nicht Jammern auf hohem Niveau. Denn das Mehr an Geld kauft einem weniger.

Politik:
Ich bezweifle sehr sehr stark, dass man an der Situation durch Wählen etwas ändern kann. Was sollen die Politiker machen? Eigentümer zu niedrigeren Preisen zwingen? Den Wald abforsten, um Bauland zu generieren? In einer Region, in der drei Großstädte so dicht aneinander liegen, ist der Spielraum begrenzt.
Was ich allerdings wirklich traurig finde, ist dass Neubaugrundstücke exklusiv an Bauträger verkauft wrrden. Das ist schwach. Ansonsten sehe ich wenig Möglichkeit politisch viel zu ändern.


P.S.: Dass ich fragen mal nicht beantwortet habe tut mir leid. Es war nicht mit Absicht. Gerne noch einmal fragen, dann bemühe ich mich zu antworten
 
I

Isokrates

Kluge Worte, aber der Bauer Hansi antwortet mir da höchstens wann er das denn machen soll, und außerdem hat er so viel Land dass ihn die allgemeine Landknappheit nicht wirklich juckt (sehr polemisch ausgedrückt).
Viele Leute sehen aber nicht das die meisten Bauern von dem Land was sie haben auch noch durch aktives wirtschaften leben müssen.
Die Agrarlandpreise sind, vor allem hier in Bayern, extrem explodiert, da zunehmend auch Immobilienspekulanten die Äcker im Umkreis der Städte aufkaufen.
Dies führt dazu das viele Landwirte die Flächen zu pachten müssen, da sie sich keine neuen Flächen leisten können, diese aber wegen dem hohen Preisdruck für ein kostendeckendes wirtschaften benötigen.
Der Trend in der Landwirtschaft geht ja lange schon in Richtung weniger Großbetrieben (siehe z. B. Milchbetriebe).

Die kleinen Landwirte sind daher oft in der Existenz bedroht und geben Flächen nur gegen Ausgleichsflächen ab, welche die Städte wiederum nicht haben oder nicht abgeben wollen.

Erschwerend kommt zu dieser Problematik die Vergabekriterien der EU für die Subventionen. Hier wird ja, wie aktuell gut in den Medien dargestellt, fast ausschließlich auf das reine Eigentum an den Flächen abgestellt, um Subventionen zu bekommen.
Eine Abgabe von Fläche ohne Ausgleich führt also auch direkt zu weniger Subventionen.

Nun gibt es natürlich auch Landwirte die überproportional von dem Immobilienboom in manchen Regionen profitiert haben und dadurch reich geworden sind, aber so pauschal kann man das natürlich nicht auf alle beziehen.

Es ist also wie so oft komplizierter als am Stammtisch
 
Zuletzt aktualisiert 19.05.2022
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