Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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S

Strahleman

Nehmen wir mal Siemens als prominentes Beispiel. Dort kommt ein einfacher Sachbearbeiter mit Studienabschluss ja nach einigen Jahren schon auf 100k und das als Tarifangestellter.
Ich werde auch nach IG Metall Tarifvertrag bezahlt. Klar, man kann nicht meckern, aber das möchte ich mal sehen, wo man als Sachbearbeiter auf 100k kommt. Das wäre bei einer 35 Stundenwoche und sagen wir mal 14% Leistungszulage und vollem Urlaubsgeld/Einmalzahlung/T-ZUG im Bereich ERA 12, d.h. oberste Tarifstufe vor AT. Natürlich, man wird sehr gut bezahlt, aber das ist wenig realistisch, es sind eher 70k Euro für dein Beispiel.

Wenn ich mich irren sollte, schick mir mal bitte so eine Stelle, damit ich mich darauf bewerben kann
 
H

HilfeHilfe

Ich werde auch nach IG Metall Tarifvertrag bezahlt. Klar, man kann nicht meckern, aber das möchte ich mal sehen, wo man als Sachbearbeiter auf 100k kommt. Das wäre bei einer 35 Stundenwoche und sagen wir mal 14% Leistungszulage und vollem Urlaubsgeld/Einmalzahlung/T-ZUG im Bereich ERA 12, d.h. oberste Tarifstufe vor AT. Natürlich, man wird sehr gut bezahlt, aber das ist wenig realistisch, es sind eher 70k Euro für dein Beispiel.

Wenn ich mich irren sollte, schick mir mal bitte so eine Stelle, damit ich mich darauf bewerben kann
Auch 70 für normale Sachbearbeitung ordentlich
 
Z

Zaba12

Naja, auch die Preise in „deiner“ Region wundern mich ehrlich gesagt nicht. Nehmen wir mal Siemens als prominentes Beispiel. Dort kommt ein einfacher Sachbearbeiter mit Studienabschluss ja nach einigen Jahren schon auf 100k und das als Tarifangestellter. Zwei von der Sorte oder Frau etwas weniger bedeutet dann eben auch schon fast 10k Netto im Monat. Damit kann man auch solche aberwitzigen Preise locker bezahlen. Von leitenden Angestellten/AT Mitarbeitern fange ich besser gar nicht erst an, die hört man hier i.d.R. aber auch nicht „meckern“.
Habe 2 Jahre als externer bei Siemens in Erlangen gearbeitet und kann Dir sagen das ein Sachbearbeiter nicht mit 100k€ Brutto rausgeht. Vor 5 Jahren hat nen Berater von uns mit 29 bzw. 2 Jahren Berufserfahrung bei uns als kaufmännischer PL für C-Projekte dort angefangen und hat als Einstieg ne ERA 9 auf 42 StD bekommen. Mit Leistungszulage und allen drum und dran, stand da ne gute 6 vor dem Jahresbrutto.
 
A

AleXSR700

Auch ich kann bestätigen, dass die Mehrheit der Angestellten bei bspw. Siemens EG9 und darunter sind. Selbst Chemieingenieure werden mittlerweile in EG9 eingestellt.
Also hier liegt eben das große Missverständnis. Ich kenne viele, die eben seit 30 Jahren dabei sind und damals viel verdient haben und immer höher gestuft wurden. Einfach aufgrund der Dienstjahre.
Das ist heute nicht mehr der Fall. Die Stellen werden durch externe Firmen bewertet und Ingenieure, Physiker, Chemiker etc. steigen dadurch "nur" bei EG9 oder EG10 ein. Und das sind die, die hoch einsteigen. Und da wird man auch nicht einfach so mal eben nach 2-3 Jahren befördert.

Also, der Verdienst ist gut, aber ich kann wie oben erwähnt versichern, dass sich fast keiner ein Haus leisten kann, der nicht vor Ort geerbt oder vor langer Zeit dort gekauft hat.
Außer eben natürlich die, die viel erben und zusätzlich bereit sind sich enorm zu verschulden und extreme Raten zurück zu zahlen.
 
Tolentino

Tolentino

Ort kommt ein einfacher Sachbearbeiter mit Studienabschluss ja nach einigen Jahren schon auf 100k und das als Tarifangestellter.
Ich kenne einen Elektroingenieur, der seit über 15 Jahren bei Siemens ist und von dem, was der mir erzählt hat, kommst du mit Tarif nicht so schnell auf 100 TEUR.
Da hätte ich auch gerne eine Quelle für. Die Tarifverträge sind doch eigentlich öffentlich einzusehen oder?
 
P

PyneBite

Zu dem Thema der Gehälter möchte ich folgendes loswerden:

Der Vater meiner Ex-Freundin ist im Vertrieb einer Leasingbank tätig und verdient da 110K + Dienstwagen im Jahr. Mittlerweile hat er 30 Dienstjahre auf dem Buckel und hat in Rücksprache mit dem AG seine Stunden heruntergeschraubt. Sein Vertriebsleiter, welcher dort vor 4 Jahren angefangen hat, ist mit ca. 75K eingestiegen. Daran sieht man ja schon, wie sich die Gehälter zu heute unterscheiden.
Der alte Arbeitsvertrag stört den AG sehr - aber eine Abfindung können/wollen sie sich auch nicht leisten, also wird er dort bis zur Rente bleiben und entsprechend entlohnt werden.

Gleiches bei der Post: Eine Sachbearbeiterin der Deutschen Post mit 30 Dienstjahren verdient dort im heutigen Vergleich sehr gut.

Thema Siemens: Ein guter Freund hat seinen Bachelor in der Elektrotechnik und verdient dort ca. 50 K im Jahr zzgl. Sonderzahlungen. Das ist sicherlich in Ordnung, aber doch weit weg von den hier kolpoltierten 100K.

In meiner Firma haben wir 7 Gebietsverkaufsleiter in folgenden Regionen:
Süd-Ost / Bayern
Süd-West / Ba-Wü
Mitte / Saarland/Hessen
West / NRW
Nord-West / OWL, NI, Bremen
Nord-Ost / HH, S-H, M-V
Ost / Brandenburg, Berlin, usw.

Interessanterweise haben wir dadurch auch drei Gehaltssphären. Die Kollegen aus dem Süden wären mit ihrem Gehalt im Osten die Könige und in Ihrem Heimatorten sind sie bestenfalls die obere Mittelschicht. Das zeigt ja auch eine Tendenz das Gehaltniveaus in DE.
 

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