Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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Tassimat

Tassimat

Der Garten ist extrem wichtig. Deshalb ja auch meine Kalkulationen meist Richtung 1000qm.
Deswegen haben wir die Suche fast aufgegeben. [..]
Nimm >1 Mio€ in die Hand oder bleib Mieter. Also, bleiben wir Mieter.
Aber was kostet es denn diese 1000m² zu mieten? Das wird doch genauso teuer, wenn nicht sogar noch teurer. Wie groß ist aktuell euer Garten?

Ich sage es mal direkt: 1000m² ist definitiv ein Sonderwunsch, den man sich leisten können muss, wenn es nicht am hinterletzten Dorf sein soll. Eurer Wünsche passen schlicht nicht zum Geldbeutel.
 
A

AleXSR700

Aber was kostet es denn diese 1000m² zu mieten? Das wird doch genauso teuer, wenn nicht sogar noch teurer. Wie groß ist aktuell euer Garten?

Ich sage es mal direkt: 1000m² ist definitiv ein Sonderwunsch, den man sich leisten können muss, wenn es nicht am hinterletzten Dorf sein soll. Eurer Wünsche passen schlicht nicht zum Geldbeutel.
Ich rede von 1000qm inklusive Haus. Das, denke ich, ist klar. Also Grundfläche des Hauses muss abgezogen werden. Die 1000qm waren jetzt auch bei Verzicht auf Keller, weil man dort mehr Wohnfläche braucht und somit mehr Grundfläche verschlingt.

Wir mieten aktuell >115qm und der Garten bzw. Haus mit Garten ist sehr groß. Wenn man ein eigenes Haus mit derartigem Garten hätte, bräuchte man vermutlich weit mehr als 1000qm. Aber ich habe tatsächlich nie den Garten gemessen

Man kann aber definitiv sagen, dass die Mietpreise bisher sehr viel humaner sind als die Kaufpreise. Eigentlich seltsam, aber zumindest aus meiner bisherigen Beobachtung scheint es so zu sein.

Ist auch egal. Sagen wir 800qm Grundstück. Dann bist du immernoch bei >800.000€ Grundstückspreis ohne Notar, ohne Grunderwerbsteuer, Erdbau etc. und ohne Zinsen.
800 qm sind auch eine sehr gute Größe. Auch die ist in der Stadt nicht zu bezahlen. Gehen wir runter auf die bezahlbareren (immernoch viel zu teuer) 550-600qm für 600.000€, dann ist der Garten so klein, dass der Preis in keinem Verhältnis mehr steht (in meinen Augen) und ich bei dieser Größe lieber in meiner aktuellen Mietwohnung bleibe.

Insofern, ja, 1000qm sind eine Größe, die man bezahlen können muss. Aber dies trifft auch auf 800qm bereits zu. Andernorts in Deutschland mit 200-400€/qm hingegen finde ich 1000qm bezahlbar. Insofern finde ich es nicht überzogen. Es geht hier ja um Größenordnungen. Für die Grundstückspreise in Erlangen bekommst du also bei gleichem Geldbeutel nur 200-400qm. Da brauchen wir doch garnicht darüber nachzudenken zu bauen. Selbst bei 500-600qm würde ich über bauen nicht nachdenken. Denn am Ende landest du mit Haus bei 1 Mio€ auf 500-600qm. Da ist dein Geldbeutel egal. Weder für den kleinen noch den großen sind das "vernünftige" Preise.

Anders formuliert: Biete mir 4 Grundstücke von 600-1000qm zu einem in großen Teilen Deutschlands normalen Preis zwischen 200-400qm an und ich nehme sofort die 1000qm. Weil bei den Absolutbeträgen denke ich nicht zweimal über meine Priorität nach.

Weißt du was ich meine? Bei "normalen" Preise kannst du mit reduziertem Luxus den Aufpreis von 600qm auf 800-1000qm stämmen. Weil, ob du am Ende 200.000€ oder 400.000€ für ein Grundstück bezahlst (ohne Haus), das ist noch halbwegs egal, weil beides noch zu bewältigen ist. Aber wenn die Spanne von 600.000 (600qm) -1.0 Mio (1000qm) reicht, da kannst du selbst bei Wunsch nach kleinem Grundstück nicht mehr wirklich von einem normalen Geldbeutel sprechen bzw. hier muss man sich wirklich sicher sein, dass man das dauerhaft bezahlen kann und dauerhaft extrem gut verdient. Da dürfen die Audis, Siemens und Co. dieser Welt niemals Stellen in diesen Städten abbauen, sonst wird es haarig. Und am Ende zahlst du riesige Summen für kleine Häuser mit hohem Wertverlustrisiko (siehe Vergleich in einem voherigen Post).


Aber: du hast Recht, mein Wunsch entspricht nicht meinem Geldbeutel. Denn mein Wunsch ist Eigenheim in Erlangen und mein Geldbeutel ist goßes Eigentum "nicht in Erlangen"
 
Tassimat

Tassimat

Ich rede von 1000qm inklusive Haus. Das, denke ich, ist klar. Also Grundfläche des Hauses muss abgezogen werden.
Nein, das ist nicht klar. Im Gegenteil.

Es gibt im ersten Schritt zwei relevante Zahlen: Grundstücksgröße und Wohnfläche des Hauses. Da wird nie etwas verrechnet. Details wie Grundflächenzahl usw. mal außen vor, das ist aber uninteressant.

Da was hin und her zu addieren macht es unnötig kompliziert und unverständlich. Das ist mir schon bei den Gehaltszahlen aufgefallen. Da wird nach jedem Satz zwischen brutto, netto, Monats- und Jahreseinkommen gewechselt.

Du musst dich echt von diesen Quadratmeterzahlen lösen. Was nützt dir ein 1000m² Grundstück, wenn die Baulinie weit im Grundstück liegt? Da könnte überspitzt gesagt ein 600m² Grundstück mit Haus direkt an der Straße einen größeren Garten ermöglichten.

Weißt du was ich meine? Bei "normalen" Preise kannst du mit reduziertem Luxus den Aufpreis von 600qm auf 800-1000qm stämmen.
Ja, aber nur in der Provinz. Innerhalb der Stadt bedeutet 200m² mehr Fläche, dass du evtl. statt eines Doppelhauses ein Reihenhaus unterbringen kannst. Und 1000m² aufgeteilt auf drei Häuser / Familien ist voll in Ordnung und für einen großen Kreis finanziell leistbar und somit 1 Million Euro ein vernünftiger Preis.
 
A

AleXSR700

922 m2 Pinsberg 220.000 ist das deine Gegend ?
Pinzberg mit "z" ist in der Gegend, ja. Ich habe auch 1500qm für 400.000€ mit Haus in 50 km Entfernung gesehen. Sind halt alles kleine Dörfer, deshalb aktuell nicht interessant. Und deshalb auch meine Aussage, dass mein Geldbeutel (eigentlich genau genommen "mein Einkommen") für ein goßes Grundstück mit großem Haus reichen würde, nur eben nicht an dem Ort an dem ich leben möchte

Es gibt im ersten Schritt zwei relevante Zahlen: Grundstücksgröße und Wohnfläche des Hauses. Da wird nie etwas verrechnet. Details wie Grundflächenzahl usw. mal außen vor, das ist aber uninteressant.
Deshalb bezog ich mich immer auf Grundstücksgröße, denn die Wohnfläche des Hauses ist ja auch von Geschosszahl etc. abhängig. Verrechnet habe ich da nichts, sondern die Angabe war immer unbebaute Grundstücksgröße. Ich könnte auch Wohnfläche angeben, aber ohne Details zum geplanten Grundriss, Angabe Stockwerke etc. hilft das auch nicht weiter.
Selbstverständlich ist der Schnitt de Grundstücks entscheidend, aber dann wird es ja noch komplexer, wenn ich sagen würde "Fläche X mit Baulinie Y und....". Die Grundstücksfläche ist hier also eher als Orientierung des Amateurs (also mir) gedacht. 1000qm Grundstück sind natürlich nutzlos, wenn das Grundstück 5m breit und 200m lang ist. Deshalb, eine halbwegs allgemeine Angabe, die ich bei meinen Baugedanken zu Grunde lege (möglichst mit Doppelgarage, Haus nicht direkt an der Straße gebaut, sondern leicht nach hinten versetzt etc.). Hier in diesem Thread sind wir für eine exakte Angabe zu unkonkret, sonst müsste man hier eigentlich schon Grundrisse und alles zeigen.

Tut mir leid, falls dies dann missverständlich wird/war.

Da was hin und her zu addieren macht es unnötig kompliziert und unverständlich. Das ist mir schon bei den Gehaltszahlen aufgefallen. Da wird nach jedem Satz zwischen brutto, netto, Monats- und Jahreseinkommen gewechselt.
Ja, die Angabe deshalb, weil nunmal die einen von Brutto ausgehen und die anderen Netto. Wie man hier im Thread auch sieht, finden die einen Brutto vergleichbarer und die anderen Netto. Ich finde Netto relevanter, denn der Bruttoverdienst sagt nichts darüber aus, was man nach Abzug der Steuern übrig hat (ledig, verheiratet etc.). Deshalb einfach die Angabe mit Bezug jeweils auf die laufende Diskussion.


Nur zur Info: wie ihr wisst, habe ich noch nicht gebaut und besitze kein Haus. Da ich dies auch nicht beruflich mache, kann ich offenkundig nicht aus Erfahrung sprechen, was man aus 600qm bei perfektem Schnitt herausholen kann. Aber ich gehe jetzt eben auch davon aus, dass man nicht das 600qm Grundstück finden wird, dass einen größeren Garten bei gleichem Haus erlaubt als ein 1000qm Grundstück. Ich gehe einfach mal immer von vergleichbarer "Eignung" aus.
Und nein, es müssen keine 1000qm sein. Mit schönen 800qm könnte ich auch gut leben. Aber diese sind genauso "unbezahlbar". Ich würde mir vermutlich auch 600qm kaufen. Aber eben nicht für diese Preise. Denn dann steht für mich der Absolutpreis nicht mehr im Verhältnis zur Leistung. Sprich bei diesen Summen möchte ich in Richtung "Traumhaus" und nicht in Richtung "Notlösung" denken.

Vielleicht noch eine kleine Ergänzung: Der Quadratmeterpreis sinkt natürlich mit steigender Grundstücksgröße etwas, sodass kleiner nicht linear günstiger wird.
 
Y

Ybias78

Ist schon teilweise abartig welche Grundstückspreise aufgerufen werden. Bald kann sich der Normalverdiener kein Haus leisten, weil er das Grundstück nicht bezahlen kann. Und da ist es egal wie viel Eigenleistung er bei dem Haus bringt.

Ich finde 800 qm perfekt bei einem Grundstück (ein guter Schnitt vorausgesetzt). Bei uns (50 km südlich von Berlin) haben die Grundstückspreise bereits die 200 € Marke geknackt. Und es geht munter weiter.
 
D

denz.

Ich finde diese Beiträge immer sehr interessant. Ich kann nicht viel beitragen, wollte aber trotzdem mal meinen Blickwinkel wiedergeben. Denn es ist alles auch immer eine Sache der Perspektive.
Als jemand der in einer strukturschwachen Region gebaut hat sind Grundstückspreise von 1000€/qm sowieso unvorstellbar. Aber „ihr da drüben“ verdient halt auch einfach mehr.
Bei den hier üblichen Einkommensgrößen sind mehr als 200€/qm quasi schon „grenzwertig“.

Vor 5 Jahren habe ich mir mal nen Audi von einem Werksangehörigen in Eichstätt (30 km vor Ingolstadt) gekauft, da war noch ein Grundstück frei. Als er meinte da soll ein Haus gebaut werden hab ich mich ein wenig gewundert weil es so mickrig aussah (350qm oder so). Als er dann noch was von 2000€/qm erzählte dachte ich er scherzt.

Da baut man dann quasi wirklich nur ein Haus um ein Haus zu haben. Der Garten, sofern man davon noch reden kann, ist dann quasi ein Gemeinschaftsgarten, weil alle Nachbarn eine Armlänge entfernt sind. Da muss man quasi selbst im eigenen Garten auf den Coronaabstand achten.

Insofern kann ich die Entscheidung nachvollziehen erstmal die Miete zu bevorzugen.
Tatsächlich kaufen/bauen hier viele Früh(-Rentner) aus einkommensstarken Regionen wie Baden-Württemberg oder Bayern. Vermutlich aus dem Grund das sie erstmal zur Miete wohnen und eher etwas Geld sparen wollen und dann hier ihr erschwingliches Traumhaus bauen.
 
moHouse

moHouse

Hä?
Ich verstehe die Diskussion nicht ganz.
Also natürlich kann man sich über die Preise aufregen.

Aber dann kann ich auch zum Juwelier gehen und mich aufregen, dass der 5 Karat-Diamantring so teuer ist! Unter 5 Karat ist es für mich kein Diamantring. Wer soll das noch bezahlen können?
Alternative: kleinerer Diamant oder anderer Stein.

Grundstücke sind ein knappes Gut. Vor allem in Städten. In strukturstarken Regionen möchte auch jeder ein Grundstück in der Stadt. -> hohe Nachfrage -> hoher Preis.
Wer sich das leisten kann? Erben und echte Großverdiener.
Was soll man denn dagegen tun? Gesetzliche Beschränkung des Kaufpreises? Dann wird unter 100 Interessenten, die es sich dann leisten können ausgelost. Am Ende hast du also auch nichts davon.

Wir hätten auch gern in Düsseldorf gebaut. Ging nicht. Der Speckgürtel wird von Jahr zu Jahr größer.
Also bauen wir jetzt auf schönen 730qm 40 km von Düsseldorf entfernt.
Wer die Realität akzeptiert und sich anpasst, kommt meist schneller ans Ziel.

Wenn für euch aber Miete besser ist: auch gut!
Wundert euch aber nicht, wenn in 5 Jahren Pinzberg auf einmal doch ganz ok wäre. Der Preis für das Grundstück dann aber bei 400.000 Euro liegt.
 
Zuletzt aktualisiert 23.05.2022
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