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FamilieBausS

Photovoltaikanlage – zahlt es sich aus?

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Hallo liebe Community! Ich bin noch neu hier. Meine Freundin und ich möchten, statt ein neues Haus zu bauen, das Haus meiner Eltern umbauen. Dabei ist auch das Thema Nachhaltigkeit aufgekommen. Wir haben überlegt, ob wir eine Photovoltaikanlage einbauen sollen. Kennt sich jemand mit so einer Nachrüstung aus? Würde sie sich überhaupt auszahlen? Und wie sehen die Auflagen in Österreich dazu aus? Ich hoffe ihr könnt uns weiterhelfen!
LG felixdummy
 
Würde sie sich überhaupt auszahlen? Und wie sehen die Auflagen in Österreich dazu aus? Ich hoffe ihr könnt uns weiterhelfen!
In Dtl. stellt sich so eine Frage aufgrund der Einspeisevergütung nicht. Österreich ist da etwas anders. Da ist die Antwort, ein Eindeutiges kommt darauf an. Ich kenne jetzt leider dort die Rahmenbedingungen für die Einspeisevergütung nicht und nehme an, dass es einfach mit 5ct/kWh vergütet wird.

Da die Stromgestehungskosten aus einer kleinen PV über 5ct/kWh liegen, würde sich diese vor allem über Eigenverbrauch rentieren. Dieser hängt unter anderem davon ab, ob ihr als Heizung auf WP oder was anderes setzt.

Bei einer 6kWp Anlage kann man in Österreich bei passender Ausrichtung von >6600kWh Ertrag pro Jahr ausgehen. Davon kannst du ca. >2200kWh selber verbrauchen und musst 4400kWh verkaufen.
Das heißt, für den verkauften Strom bekommst du ca. 220€/a
Für den Netzbezug setze ich einfachheitshalber sehr günstige 15ct/kWh an.
Damit würdest durch EV mehr als 330€/a sparen.
In Summe macht die jährliche Ersparnis 550€/a. Die Standzeit der Anlage ist >20Jahre. Macht also mindestens 11000€ Ersparnis/Einnahmen. Die Anlage selber sollte man für 8000€ hinbekommen können. Also durchaus eine positive Bilanz. Allerdings ist damit zu rechnen, dass innerhalb von 20 Jahre ein WR-Tausch für unter 1000€ ansteht. Andererseits halten die Module deutlich länger als die angesetzten 20 Jahre.

In der Rechnung habe ich eine Einspeisevergütung angenommen. Wenn es diese nicht gibt, wird es bei 15ct/kWh Strompreis schwierig. Wenn dein Strompreis bei 20ct/kWh liegt, dann rentiert sich die Anlage bereits über EV.

Im Falle einer WP würde der Eigenverbrauch etwas höher ausfallen, was den Nutzen der PV erhöht. Bei einer Differenz von mehr als 15ct/kWh zwischen Einspeisevergütung und Netzbezugskosten, sollte man sich dann noch einen Speicher genau durchrechnen.

Wenn in den nächsten 10 Jahren ein E-Auto anstehen sollte, würde dieses die Wirtschaftlichkeit (den Eigenverbrauch) der PV erhöhen.

Übrigens, warum es ein Unterschied machen soll, ob die PV bei dir im Bestandsbau oder im Neubau eingesetz werden soll, habe ich nicht nachvollziehen können. Vielleicht gibt es es in AU was spezielles im Neubau zu PV (Förderung?).

Grüße
Nika
 
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Photovoltaik lohnt wenn überhaupt nur ohne Speicher. Aber auch da muss man sehen, dass nur ein hoher EV es rentabel macht. Mit WP und Auto durchaus sinnvoll.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
In Deutschland immer lohnend, sofern keine Verschattung da ist und nicht beim Apotheker eingekauft wird.
Trägt sich alleine durch die 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Eigenverbrauch ist das i-Tüpfelchen.
 
Photovoltaik lohnt wenn überhaupt nur ohne Speicher.
Das ist nur im Falle der Einspeisevergütung in Dtl. zutreffend. In Österreich oder in Dtl. ohne EEG können Speicherkosten bei einem guten Angebot für einen Akku tatsächlich niedriger sein, als die Differenz der Vergütung zu Netzbezugskosten. Ist aber oft noch recht grenzwertig.

Grüße Nika
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
In Österreich gibt es 2 Förderungen: Einspeisetraif von 7,67ct/kWh und einen Investitionszuschuss von 250€ je kWp.
Der Strom kostet zwischen 15 und 20 ct / kWh - die Anbieter scheinen regional recht unterschiedlich.
Damit wird klar, dass es sich der Eigenverbrauch mehr lohnt als das Einspeisen.
Nun braucht man im Winter mehr Strom als im Sommer und die PV Anlage liefert im Sommer mehr Strom als im Winter. Ach ja und bei Nacht mehr als bei Tage, ein guter Grund für einen Akku.
Wenn Du einen Eigenverbrauch von 2000 kWp bei 15ct / kWh abdecken kannst sparst Du jährlich 300 €, bei 20ct / kWh sind es bereits 400€. Etwas mehr bekommst Du von der Überproduktion im Sommer. Das sind nur Beispiele. mache eine Aufstellung mit Deinem Verbrauchsverhalten.
Nun kannst Du den Anschaffungspreis abzüglich der Förderung dagegenhalten und ausrechnen nach wie vielen Jahren Deine Einsparung die Anschaffung ggf. incl. Finanzierung übersteigt.
Man kann noch mit Preissteigerungen rechnen oder mit alternativen Anlagemöglichkeiten, muss man aber nicht.
Das ist die finanzielle Seite.
Manchmal tut es auch einfach gut sich etwas unabhängiger zu machen und das gute Gewissen, etwas "Richtiges" zu tun. Manch einer liebt die Technik und "spielt" gerne mit PV Anlagen. Jeder Jeck ist anders wie man im Rheinland sagt.
Wenn Dich die Investition nicht lebenswichtige Liquidität kostet, mach es einfach.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
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