Öl raus, Gas-Brennwert+Solar rein?

"Heizung / Klima" erstellt 18. 03. 2019.

  1. dertill

    dertill

    9. 02. 2018
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    Ohne FbH mach dir mal über die Wärmepumpe keine Gedanken. Das wird zu teuer, da die JAZ deutlich zu hoch liegt. Mit Austausch aller Heizkörper gegen überdimensionierte Nidertemperaturkonvektoren mit 40/30 °C vielleicht machbar, aber immernoch deutlich teurer als dein Öl oder neues Gas.

    Na das ist das schon anders. PV ohne sündhaft teuren Akku kann ich nur bei exakter Gleichzeitigkeit von Bedarf und Erzeugung nutzen. Warmwasser kann man günstig zwischenspeichern und in den Abendstunden oder morgens nutzen. Solarthermie lässt sich in den Übergangsphasen zur Heizungsunterstützung gut nutzen. An Süddächern auch an sonnigen Wintertagen, hier natürlich nur bedingt.

    Heizkosten von "0€" bekommt man nur hin, wenn man die 6-10k Euro für die PV-Anlage nicht einrechnet.

    Die Solarthermieanlage auf dem Bestandsdach mit Heizungsunterstützung bekommt man auch gut gefördert:
    2000€ Basis + 500€ wenn zeitgleich eine neue Heizung angeschafft wird + 10% Zuschuss KfW + ggf. kommunale oder Landesbankenzuschüsse.

    Soso. Noch haben wir ein gut ausgebautes, volles, funktionierendes Gasnetz. Bald mit zusätzlicher NordStream2-Leitung und das US-Imperium will auch von den europäischen Gaskunden finanzierte LNG-Terminals errichten. Das riecht nicht danach, dass da bald kein Gas mehr kommt. Preislich ist der Gaspreis auch vorhersehbarer als Strom. Letzterer ändert seinen Preis jährlich aufgrund politischer Entscheidungen deutlich stärker als Gas. Und In Bestandsbauten ohne FBH wird die Wärmepumpe auch in den nächsten 15 Jahren keine vernünftigen JAZs erreichen, und Strom wird garantiert nicht günstiger!

    Alternativen aus ökologischer Sicht:
    Brennstoffzelle auf Gas-Basis. Erzeugt auch Strom, aber nur wenige 100W. Da hast du einen sehr großen Eigenanteil in der Nutzung. Wird auch stark bezuschusst von der KfW-Bank.
    Pelletofen, gibt auch BAFA-Zuschüsse und den Platz, den jetzt die Öltanks brauchen brauchen dann die Pellets. Die sind aber ökologisch, wie so vieles in Massenproduktion, auch fragwürdig (Pellets aus Ungarn = Karparten-Urwälder, oder aus Kanada mit dem Schiff angekarrt z.B.)
    Holzscheit-Vergaserkessel. Gibt auch üppige Zuschüsse und von der Verbrennung und den Emissionen jedem Kaminofen deutlich überlegen. lohnt sich vor allem, wenn du günstig Holz bekommst, aber auch für Normalkunden nicht schlecht. Auf jeden Fall lokale Brennstoffbeschaffung möglich.
     
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  3. Deliverer

    Deliverer

    25. 05. 2016
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    Ich gebe zu, ich habe es jetzt nicht anhand von Statistiken überprüft, aber trotzden: WHAT?!
     
  4. Lumpi_LE

    Lumpi_LE

    16. 04. 2015
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    trifft vlt auf die letzten 10 Jahre zu, im vorherigen Jahrzent ist der Gaspreis in wenigen Jahren um 50% gestiegen.
    Beides ist nicht vorhersehbar.
     
  5. Pianist

    Pianist

    23. 03. 2018
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    4
    Zwischendurch mal herzlichen Dank für die vielen nützlichen Gedanken.

    Ich werde vielleicht wirklich mal einen unabhängigen Energieberater konsultieren. Eigentlich müsste man ja bei Betrachtung des Hauses und des Strom- und Heizölverbrauchs zu einem klaren Ergebnis kommen. Und wenn das Ergebnis lautet, dass alles erst mal so bleibt wie es ist, soll mir das auch recht sein.

    Brennstoffzelle finde ich auch interessant, habe da schon viele Filme drüber gedreht. Könnte sogar meinen Grundverbrauch decken, aber da muss man eben bedenken, dass irgendwann der Stack gewechselt werden muss.

    Matthias