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Lösungsansätze nach unverheirateter Trennung.

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Einen Wunderschönen wünsche ich!

Ich habe mich mal in diesem Forum angemeldet, da ich mit meiner Partnerin vor einem großen Haufen Mist stehe, dessen wir nun Herr der Lage werden müssen. Kurzum gesagt: "Das Bauchgefühl kam zu spät"...

Zu uns: Unverheiratet, 32 und 31 Jahre jung, Seit dem 01.05.2020 Besitzer eines freistehenden EFH. Sie hat nach ein paar Monaten für sich entschieden, dass ich doch nicht der richtige Partner bin. Im Grundbuch sind wir beide eingetragen: 75%/25% (Ich/Sie), das Annuitätendarlehen haben wir beide unterschrieben.
Eigenkapital lediglich 8000,- € und eine Wohnung meiner Eltern mit 100.000,- € im Grundbuch als Sicherheit zzgl. zum Haus, eingetragen mit 293.000,- €.
Kaufpreis 345.000,- € zzgl. Sanierungsmaßnahmen etc. mit insgesamt 393.000,- € als Gesamtdarlehen. Tilgung round about 1400,- €/Monat (3%) bei 1,3% Zinsen über 20 Jahre. Tilgungswechsel ist zulässig, aber nur nach oben.

Sie möchte raus, wir möchten beide, dass es nicht zum Verkauf der Bude oder zur Zwangsversteigerung kommt bzw. die Wohnung meiner Eltern darunter leidet. Ich weiß, dass die Stimmung immer die Richtung wechseln kann, aber momentan ziehen wir beide an einem Strang und möchten da höchstens mit blauen Flecken durchkommen. Geplant ist, wenn ich das Haus halten kann, dass ich mir zwei Mitbewohner dazuhole (Mieteinnahmen würden bei ca. 900-1000,-€ warm liegen).

Folgende Ideen haben wir bisher gesammelt:
  1. Ich übernehme den Kredit direkt, Vorfälligkeitsentschädigung zur Zeit ca. 30-35.000,- € plus Notarkosten (und Grunderwerbssteuer für die 25%?).
    Ich ermittel gerade mit meinem Kreditvermittler, ob ich diesen alleine bedienen kann (Jahres Brutto ca. 70k).
    Vorteil: Wir haben eine saubere Trennung.
    Nachteil: Wir müssen noch mehr Kredite (auch wenn die privater Natur sein werden) abzahlen.

  2. Ich übernehme den Kredit in 2-5 Jahren, Vorfälligkeitsentschädigung dann ca. 20-25.000,- € plus Notarkosten (und Grunderwerbssteuer für die 25%?)
    Vorteil: wir haben ausreichend Geld gespart und müssen uns nicht bei der Familie Geld leihen.
    1. Nachteil: Sie bekommt in der Zeit keinen neuen Kredit (sei es für ein Auto oder was auch immer).
    2. Nachteil: Sie kann nach 5 Jahren sagen: mir gehören 25%, zahle mich aus!
    Frage dazu: Was sagt die Bank dazu, wenn Sie sich ummeldet? Müssen wir der Bank das mitteilen?

  3. Das Haus für mind. 430 - 440.000,- € verkaufen (der Markt müsste das hergeben) und hoffen, dass die Kohle reicht, um alles auf einen Schlag zu bezahlen. Bei dem ganzen Schweiß und Blut, der dort rein geflossen ist und mich Jahres meines Lebens gekostet hat und kosten wird, mal ganz abgesehen...

  4. Ihr seid gefragt. Was gibt es noch für Möglichkeiten. Muss ich Steuern zahlen, wenn Sie mir Ihre 25% überschreibt? Kann ich bei der Bank "WG Mitbewohner" bzw. Mieteinnahmen als "Sicherheit" angeben (keine getrennten Mieteinheiten)? Die Bude ist für zwei Personen schon zu groß, geplant war ja auch eigentlich die Gründung einer Familie... Außerdem kommt Sie nicht aus der Gegend und wir mussten noch ein zusätzliches Gästezimmer haben. Ich habe jeglichen monetären Einsatz erbracht, Sie hatte nichts oder wollte nichts dazusteuern.
Das ganze klingt nach der klassischen Geschichte, wie es NICHT geht, das ist mir bewusst. Aber vielleicht hat ja eine/-r bereits ähnliche Erfahrungen gesammelt und hat noch eine Idee, die wir nicht betrachtet haben. Mal davon abgesehen, dass die Bank mir eine derart hohe Summe zutrauen muss...

Vielen lieben Dank vorab, falls ihr bis hier hin gelesen habt und evtl. hilfreiche Praxistipps habt.

Viele Grüße,

Jan :)
 
Also
1. Schritt: Mit der Bank prüfen, ob die ehemalige Ehegattin aus der Mithaftung entlassen werden kann, bzw. ob du den Kredit auch alleine weiterführen kannst (Bonität).
2. Notartermin machen für Übertragungsvertrag. (Sie überträgt dir ihren Anteil und du übernimmst alle Schulden)
3. Wenn alles passt, dann musst du dich nur noch final mit der Bank abstimmen.

P.S.: Mieteinnahmen werden meiner Kenntnis nach nur für abgetrennte Wohneinheiten angesetzt, aber ist vermutlich von Bank zu Bank anders.
 
Hinsichtlich Finanzierung u.a. kann ich Dir Nichts sagen, jedoch aus verschiedentlicher Erfahrung dringend dazu raten (für BEIDE Seiten) eine klare und abschließende Regelung zu finden. Ideen, dass man etwas in ein paar Jahren o.ä. macht würde ich niemals machen.
Das Leben geht weiter, Ängste, Neid, Eifersucht, schräge Ratschläge aus derm Umfeld etc. ......sind Alles Dinge, die sich tagtäglich zeigen; zudem ändern sich Menschen, Du und sie auch.
Notfalls verkaufst das Haus; Duz bist jung und baust halöt noichmal eines, denn Deine nächste Partnerin will vlt. eh nicht in das Ex-Haus Deiner Ex-Freundin einziehen......
Ein klarer Strich kann schmerzhaft seiun, mMn ist er jedoch die beste Medizin für einen sauberen Neustart; wie gesagt, für BEIDE !
 
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Ich hab das mit meinem Ex so ähnlich gemacht wie @sebastianAZ es vorschlägt.
Die schon getätigten Raten sind für sie mietähnlich, da bekommt sie nichts. Bei uns waren das 3 Jahre und EK - da habe ich ihn sein EK inkl. Zinsen wieder ausbezahlt. Er ging aus dem Grundbuch. Allerdings haben wir der Bank nichts gesagt, dass ich allein abzahle. Der ist es ja egal, woher das Geld kommt.

Einfach die 25% beim Notar regeln, wenn Du das (für die Bank allein) gebacken bekommst.
 
Ganz ehrlich? Das Haus ist für zwei zu groß und für Dich erst Recht (sind ja auch hohe Nebenkosten). Verkauf die Hütte und kauf Dir was kleines. Wahrscheinlich lässt sich die Bank auf einen Pfandtausch mit geringer Teilrückführung ein.

Wenn Du allerdings fies zu Deiner Ex sein willst, besprichst Du das vorab mit der Bank. Viele Banken erstatten die VE, wenn innerhalb eines Jahres eine neue Finanzierung aufgenommen wird.
Also Verkauf, Verteilung des Übererlöses an Dich und Ex gem. Eurer Quoten unter Berücksichtigung der vollen VE. Dann suchst Du neu, finanzierst bei derselben Bank und DU bekommst die VE teilweise zurück.
 
Es war zu befürchten, der Sturm der Wissenden und Halbwissenden geht los!
Zunächstmal, es tut mir leid, ich weiss, wovon ich rede. immerhin hat meine Frau 30 Jahre gebraucht um festzustellen, dass ich der Falsche bin. Mit meiner Liebsten danach war es einfacher, der habe ich ein Haus zu top Konditionen gebaut und als es fertig war, hat sie gemerkt, dass es nicht passt. Aber das ist meine Geschichte.
Wenn Du das Haus halten möchtest, hilft nur das Gespräch mit der Bank. "sie" wird ausziehen und nicht mehr zahlen. Dann ist die Frage, ob es reicht.
Aus meiner Erfahrung: schafft klare Verhältnisse! Kein on/off!!! Da sind offensichtlich noch Gefühle, die aber im Geschäft hinderlich sind!
Wenn Du das Darlehen alleine nicht ermeckern kannst, sorry ...... Ich habe den komfortabelen Vorteil, dass ich einen Freund habe, der mir zinslos 6stellig borgt! Vlt. können die Eltern helfen?
Aber bitte, bitte, schafft klare Verhältnisse mit nem Schlusstrich!
Und bitte nicht den Mut verlieren!!!!!!
 
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