KNX-Beratung / Systemintegrator im Rhein-Neckar-Kreis

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Araknis

Araknis

Die "Intransparenz" kommt aber durch die Komplexität des Themas. Wenn du bei BMW fragst, was bei denen "ein Auto" kostet, bekommst du auch keine konkrete Zahl. Da gibt's dermaßen viele Einflussfaktoren von technischer Seite und den Wünschen der Kunden, dass man hier nur grobe Anhaltspunkte geben kann. Ich habe das vor ein paar Jahren mal für ein Unternehmen in "Sektionen" eingeteilt, die gewisse Dinge enthalten und gewisses Geld kosten. Damit kommt man schnell in realistische Regionen.

dass wir bei KNX bei einem EFH von ca. 140 m² mit Mehrkosten von ca. 40.000 Euro gegenüber einer konventionellen Elektronik rechnen müssen.
Vergiss das, weil
hat selbst gesagt er ist kein Experte darin
Habt ihr denn mal abgesteckt, was ihr alles wollt? Damit fängt es nämlich an und einfach mal einen fetten Zahlenwert ohne Grundlage in den Raum zu werfen ist unseriös.

Ich mache sowas regelmäßig für Elektriker und Unternehmen, weniger für Privatkunden. Absolut essentiell ist, dass der Elektriker wirklich mitspielt, wenn jemand anderes parametriert und dann die Hardware noch vom Kunden kommt. Auch für den Hinterkopf: Der Elektriker hat dann keinerlei Gewährleistungspflicht für diese Teile. Wenn was sein sollte, läuft bei ihm ab der ersten Sekunde die Uhr.
 
S

SandyBlack

Ich habe mir das Buch von S.H. bestellt, um mich möglichst intensiv vorab mit dem Thema zu beschäftigen. Mit Hilfe des Buchs wollen wir schonmal anfangen ein Raumbuch zu erstellen.
Der Punkt der Gewährleistungspflicht ist natürlich ein Thema - danke für den Hinweis... Kann man sagen der Optimalfall wäre daher die KNX-Komponenten vom Elektriker zu beziehen und die Parametrierung vom SI durchführen zu lassen? Dann hätte ich kein Gewährleistungsproblem oder?
Ich hab mehrfach gelesen, dass bei der Komponentenbeschaffung über den Elektriker oft das Problem ist, dass nur teure Marken wie "GIRA" angeboten werden und allein dadurch das ganze Thema KNX unnötig teurer wird.
Wir bräuchten also einen Elektriker, der nichts dagegen hat die Parametrierung abzugeben und gleichzeitig auch günstigere Komponenten wie "MDT" anbietet :)
 
Araknis

Araknis

Ich hab mehrfach gelesen, dass bei der Komponentenbeschaffung über den Elektriker oft das Problem ist, dass nur teure Marken wie "GIRA" angeboten werden und allein dadurch das ganze Thema KNX unnötig teurer wird.
Das passiert, wenn der Elektriker keine Ahnung davon hat und die Planung den Außendienst vom Großhändler machen lässt. Da gehts nur um die maximale Marge und weniger um die optimale Produktauswahl für die gewünschte Anwendung (der Hauptvorteil von KNX). Dass der Elektriker bestimmte Komponenten wählt, dürfte kein Problem sein, so zumindest meine Erfahrung. Stellt euch aber drauf ein, dass das keine Voltus-Preise sein werden. Wenn der Elektriker alles installiert, steht er auch dafür gerade. Ob ein Problem elektrisch ist oder von der Parametrierung kommt, lässt sich gut abgrenzen.

Schaut bei der Suche nicht unbedingt nach Elektrikern, die fett KNX oder Smart Home auf ihrer Webseite haben, die können das oft selbst ganz gut und geben nicht gern ab. Ich habe die besten Erfahrungen mit kleineren, lokalen Elektrikern gemacht, die das Thema zwar kennen, aber selbst keine Kapazitäten dafür haben.
 
R

RotorMotor

Wie groß ist denn so euer "KNX-Budget" und wie groß die Wünsche?

Ich habe mir das Buch von S.H. bestellt, um mich möglichst intensiv vorab mit dem Thema zu beschäftigen. Mit Hilfe des Buchs wollen wir schonmal anfangen ein Raumbuch zu erstellen.
Habe ich auch so gemacht.
Rückblickend waren die Eigenleistungen (war aber auch mehr als das Raumbuch) im Bereich KNX für mich der größte Aufwand am ganzen Hausbau. :D
Habt ihr Zeit und Lust dazu?

Habt ihr Freunde oder Bekannte mit KNX von denen ihr abschauen oder Hilfe bekommen könnt?

Wollt ihr auch selbst parametrieren oder soll das komplett der SI machen?
Auch bei späteren Änderungen?
 
M

matte

Nur mal aus Interesse, worin liegt der Vorteil, wenn ich die Aktorik vom Elektriker beziehe?

Elektrische Bauteile sind meines Wissens aus der 5-jährigen Gewährleistung ausgeschlossen, da ist nach 2 Jahren sowieso Schicht im Schacht.
Kauf ich die Bauteile selbst, hab ich auch 2 Jahre Garantie/Gewährleistung.
Die Schnittstelle ist klar geregelt.

Der Einzige Unterschied ist der, dass ich im 2. Fall den Elektriker seine Arbeit bezahlen müsste, wenn ich das Teil selbst besorgt hab.
Da stell ich aber mal die Vermutung auf, dass die meisten Elektriker ihre Arbeitszeit trotzdem in Rechnung stellen, wenn das Teil von ihnen gekauft wurde.

Nachdem ich selbst KNX geplant und paramtetriert habe, würde ich beim nächsten Bau folgenden Weg empfehlen.

SI mit Planung (und vor allem Lichtplanung, evtl separaten Lichtplaner) engagieren, der dir auch ein Leiestungsverzeichniss erstellt.
Damit kannst du dann vergleichbare Angebote einholen.
Montage erfolgt dann durch den Elektriker deiner Wahl, ob Aktorik/Sensorik von dir oder ihm kommt, sei mal dahin gestellt.
Parametrierung erfolgt durch dich.

Den letzten Punkt finde ich mittlerweile mit am Wichtigsten, weil du nur so auch nen Überblick bekommst, was überhaupt möglich ist. So erschließen sich dir erstmal Zusammenhänge bzw. Möglichkeiten und du kannst es dann auch selbst realisieren.
Auf viele Dinge, dich ich dann realisiert hab, bin ich während der Planung gar nicht drauf gekommen, weil ich noch nicht wusste, was alles geht.
Auch sparst du dir dann die Kosten für den Elektriker/SI, wenn er für dich wieder ne Änderung vornehmen soll.
Das geht auf Dauer ganz schön ins Geld und lässt die Kosten für die ETS (Gibt ja mittlerweile auch ne Home Version ~350€) plötzlich in nem anderen Licht erscheinen. ;)
 
S

SandyBlack

Wie groß ist denn so euer "KNX-Budget" und wie groß die Wünsche?
Wir hatten uns mal als KNX-Budget 30.000 Euro als Limit gesetzt. Bei den Wünschen geht es uns in erster Linie darum, dass wir beim Bau alles berücksichtigen, was später nicht mehr oder nur sehr kostspielig umgesetzt werden kann, so dass wir jederzeit die Möglichkeit haben auch Themen nachzurüsten. Ich muss gestehen, dass das KNX-Thema vor allem von meiner Seite getrieben wird, da ich in der Technik-affine aus der IT bin ;). Ich bin mir aber sicher, wenn meine Frau erlebt und sieht was alles möglich ist fallen ihr bestimmt auch Dinge ein, die sie gerne hätte.
Auf der Must-Have-Liste stehen bei mir erstmal die ganz klassischen Themen wie:

- Rolladen/Raffstore-Verschattung
- Licht
- PV

Aber mir ist klar, dass das noch nicht mal an der Oberfläche von dem kratzt was mit KNX möglich ist. Ich denke die konkreten Ideen kommen, wenn mal der Grundriss vom Haus steht und beim Lesen des Buches.
Ich denke auch, dass die Phantasie generell angeregt wird, wenn man dann mal im Haus wohnt. Deswegen ist mir der Punkt der Nachrüstbarkeit mit das Wichtigste - sprich es müssen überall Kabeln sein, wo theoretisch mal was sein könnte. Aber da hoffe ich ehrlich gesagt auch auf die Unterstützung des SI bei der Planung ;).

Habe ich auch so gemacht.
Rückblickend waren die Eigenleistungen (war aber auch mehr als das Raumbuch) im Bereich KNX für mich der größte Aufwand am ganzen Hausbau. :D
Habt ihr Zeit und Lust dazu?
Mich interessiert das Thema sehr und ich bin auch bereit mich intensiv einzuarbeiten. Unendlich Zeit habe ich natürlich auch nicht. Aber da wir gerade erst mit der Planung anfangen und ich das Thema schon früh angehe hoffe ich, dass ausreichend Zeit da ist.

Habt ihr Freunde oder Bekannte mit KNX von denen ihr abschauen oder Hilfe bekommen könnt?
Nein, gar nicht. Die halten uns eher alle für verrückt, weil sie glaube ich einfach keine Vorstellung davon haben.

Wollt ihr auch selbst parametrieren oder soll das komplett der SI machen?
Auch bei späteren Änderungen?
Der initiale Plan war, dass wir die erste Parametrierung machen lassen, so dass das Haus bewohnbar ist. Ich möchte später aber in jedem Fall in der Lage sein selbst die Parametrierung anzupassen und zu erweitern. Das traue ich mir auch zu. Nur von Anfang an das zu übernehmen kommt mir im Moment noch etwas gewagt vor :)

SI mit Planung (und vor allem Lichtplanung, evtl separaten Lichtplaner) engagieren, der dir auch ein Leiestungsverzeichniss erstellt.
Damit kannst du dann vergleichbare Angebote einholen.
Montage erfolgt dann durch den Elektriker deiner Wahl, ob Aktorik/Sensorik von dir oder ihm kommt, sei mal dahin gestellt.
Parametrierung erfolgt durch dich.
Was wäre für dich dann alles Bestandteil des Leistungsverzeichnisses? In aller erster Linie alle einzelnen Komponenten, die benötigt werden oder?
Hast du damals bei der Parametrierung komplett von null angefangen? Hast du die komplette Parametrierung schon vor eurem Einzug fertig bekommen? Kommst du aus der IT und hattest schon Vorkenntnisse im "Programmieren"?
 
M

matte

Ein LV beschreibt einfach Punkt für Punkt das Auftragsvolumen. Der Bieter hält sich an das LV und bei jeder Position steht dann ein Preis dabei.
Meist wird eine Position so definiert, dass darin nicht nur das Material, sondern auch der benötigte Zeitaufwand für den Einbau der Position eingepreist ist. Auf Regie würd ich mich nicht einlassen.
Die einfachere, aber nicht so detaillierte Möglichkeit wäre, einfach nach Endstellen aufzutrennen. Also: Was kostet eine Steckdose/LEuchte/Testerstelle/PM-Stelle inkl. Verkabelung.
Mit nem Angebot nach LV wird´s halt dann auch interessant, während dem Bau noch auf Dinge zu reagieren, weil eben keine Mondpreise für nachträgliche Änderungen aufgerufen werden.
Werden statt 400m Leitung vom LV real 500m verbaut, werden halt 500m abgerechnet, fertig.

Deine Situation erinnert mich ziemlich an meine Eigene, nur dass ich nicht aus der IT-Branche komme. Ich bin allerdings selbst sehr Technik-interessiert, weeshalb smarthome usw bei mir auch ziemlich schnell ziemlich weit oben auf der Liste stand.

Da das Budget nur mit Einschränkungen sowas erlaubte, war mir schnell klar, dass ich da selbst hand anlegen musste.

Ich bin dann her gegangen und hab erstmal nur Bahnhof verstanden. ;)

Also S.H.-Buch gekauft, im KNX-Forum registriert und erstmal wochen damit verbracht zu lesen und zu lernen.

Als nächstes dann die Planung erstellt, von Steckdosenpositionen über Leuchtenauslässe bis zu Präsenzmelder und Fensterkontakte alles eingezeichnet. Das war für mich dann nicht so schwierig, ich bin selbst in nem Planungsbüro tätig, zwar für HLSK, aber die Infrastruktur war vorhanden.

Währenddessen ein kleines Testbrett in der Wohnung mit ner Leuchte, Taster, Aktor, Programmierschnittstelle und auch nem PM gebastelt und dort dann nach dem erfolgreichen ETS Kurs (Auf der KNX Homepage) mit dem Programmieren begonnen.
Als das Licht das erste mal auf Knopfdruck an ging, war ich schon sehr stolz auf mich! :)

Während dem Bau bin ich dann her gegangen und hab alle Dinge so gut es ging in der ETS vorbereitet. Vor dem Einbau der Aktorik hab ich dann die Aktoren auf meinem Testbrett schon vorprogrammiert, so musste der Elektriker nur noch an die richtigen Kanäle anschließen und alles ging für´s Erste.

Feinarbeit, vor allem die Automatische Beschattung usw kamen dann erst nach Einzug dazu.

letztlich war das auch für mich der größte Zeitfresser während der Planungs-/Bauphase, wie auch schon von nem anderen angemerkt.
Aber ohne die Zeit wär´s einfach nicht möglich gewesen.
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Die halten uns eher alle für verrückt, weil sie glaube ich einfach keine Vorstellung davon haben.
Das ist ganz normal. Da die Menschen eben selten Vorstellungen haben worum es da überhaupt geht.

Jeder hat sofort bei dem Thema nur bunte Leuchten, Steckdosenzwischenstecker und eine Fernbedienung im Gewand eines Telefons vor den Augen. Dass dies nur Kinderkram ist, erkennen die wenigsten. Aber wie sollen die denn auch sich das vorstellen können. Die Meisten haben von eine „intelligenten“ (automatisierten) Gebäuden ja nur gehört oder mal im Film und Fernsehen was dem etwas näher kam gesehen, selber jedoch nie erlebt.

Schlecht konzipierte Installationen am Arbeitsplatz machen auch ihr Werk und bestätigen die verkehrte Annahme, ist alles humbug, viel zu teuer und von der Funktion fragwürdig.
 
Zuletzt aktualisiert 28.06.2022
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