Riesiges Problem mit dem Kondenswasser am Fenster

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falka

falka

Liebe Forumsmitglieder,

ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen mit meinem Problem helfen. Seit drei Jahren wohne ich bei meinem Freund in einer Mietwohnung. Schon beim ersten Herbst/Winter haben mich unglaublich beschlagene Fenster verblüfft. Sobald die Temperatur sinkt, sammelt sich so große Menge Kondenswasser, dass es einfach rieselnd auf den Boden fließt. Als allererste haben wir die Wohnung intensiv gelüftet, jeden Tag sehr lange trotz der Kälte draußen, das hat aber nicht viel geholfen. Im letzten Jahr ist mein Freund auf die brillante Idee gekommen, im Winter bei offenem Fenster zu schlafen, dadurch durften wir ein wenig Ruhe und 1300€ extra Heizungskosten genießen... In diesem Jahr ist das Problem natürlich wieder da; mein Freund hält sich jetzt da heraus, er will nicht mit dem Vermieter reden, weil er Angst vor eventuellen Kosten der Expertisen hat ich selber kann es nicht tun, da ich im Vertrag nicht stehe und mich außerdem überhaupt in Recht nicht auskenne (bin Ausländerin, die in Deutschland studiert). Mein Freund sagt ich solle einfach mehr Lappen an jedem Fenster und Boden stapeln. Die gehen mir aber auch langsam aus! Kann mir also jemand weiterhelfen? Was kann ich noch tun? Ist das unsere Schuld, dass die Fenster so aussehen? Kann uns der Vermieter mit Kosten von Reparatur/Gutachten belasten? Ich habe heute früh ein Paar Fotos gemacht, die mein alltägliches Brot (wirklich jeden Tag und Nacht sieht es so aus) besser schildern:

Schlafzimmer:

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Hier sieht man, wie furchtbar das Pilzproblem im Schlafzimmer ist, obwohl wir spezielle Mittel dagegen benutzt haben :
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Küche:
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Balkontür im Wohnzimmer:

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Wir haben noch ein Fenster im Arbeitszimmer, das vergleichsweise trocken bleibt... Wieso das?


Ich bitte um jede Tipps. Habt einen schönen Tag!

Maszka
 
K

klblb

Guest
Hallo,

wie wird Eure Wohnung be- und entlüftet? Dezentral, z. B. durch Fensterfalzlüfter für Zugluft und elektrischer Lüfter im Bad für Abluft oder zentral z. B. durch kontrollierte Wohnraumlüftung?

Wie alt ist das Haus?

klblb
 
Musketier

Musketier

Langes Lüften nützt eher wenig, da die Wohnung auskühlt und kalte Luft nicht so viel Wasser aufnehmen kann. Lieber kurz (5-10 Minuten) alles auf und dafür öfter.
Habt ihr schon mal ein Hygrometer aufgestellt? Wenn ja, was zeigt es an (vor und nach dem Lüften)?

Selbst bei unserem Neubau, der noch trocknen muß, haben wir bei weitem nicht so viel Nässe an den Fenstern.
Bei euch muß eine unheimliche Luftfeuchtigkeit im Raum sein. Die Frage ist nur, woher die kommt.
Wenn ich das im Hintergrund richtig deute ist das bei euch bestimmt auch ein Neubaublock mit Flachdach. (Wohnung ca.in der 4. Etage).
Haben die Nachbarn und der Obermieter das gleiche Problem? Eventuell ist das Flachdach oder eine Leitung leicht undicht, so dass die Wände sich mit Wasser vollsaugen?
Gibt es irgendwo Wasserflecken? Sind die Nachbarwohnungen überhaupt bewohnt?

Auf jeden Fall ist das nicht normal und sollte dringend mit dem Vermieter geklärt werden (richtiges Lüften vorausgesetzt).
 
falka

falka

@klblb
Leider weiss ich das nicht. Ich habe im Mietvertrag nach irgendwelchen Angaben gesucht aber nichts gefunden. Das Gebäude wurde 1965 gebaut.
@Musketier
Du hast alles ganz gut geschätzt. Es ist ein Wohnblock mit Flachdach, 4. (letzter) Stock. Alle Wohnungen sind bewohnt, die Nachbarin unter uns hat auch Probleme mit Kondenswasser jedoch nicht so große. Wir lüften jeden Tag drei Mal, im Schlaf- und Wohnzimmer ist das Fenster weit geöffnet, im Badezimmer und Küche nur gekippt (weil wir da kein Katzennetz haben) für 10-15 Minuten. Geheizt wird es andauernd nur im Badezimmer und Arbeitszimmer, der Rest bei Bedarf. Könnte das die Ursache sein? Ich habe mich überall ganz gut umgeschaut und zum Glück keine Wasserflecken gefunden.
Acha, die Luftfeuchtigkeit haben wir noch nicht gemessen, ich habe jetzt ein Messgerät bestellt und melde mich sobald ich Ergebnisse habe.
 
B

Bauexperte

Hallo,

Geheizt wird es andauernd nur im Badezimmer und Arbeitszimmer, der Rest bei Bedarf. Könnte das die Ursache sein?
Wenn das Dein Ernst ist, darfst Du Dich nicht wundern! In einer Wohnung/einem Haus sollten alle Räume zumindest mit 18° dauerhaft beheizt werden. Eure Wohnung hat ja noch nicht mal die Chance, die von euch - mittels atmen, kochen, baden - generierte Feuchtigkeit zu bewältigen; geschweige denn das Temperaturgefälle außen/innen. So entstehen Schimmelpilze; man kann sich auch tot sparen ....

Ich, an eurer Stelle, würde flugs mein Heizverhalten ändern, Schimmelpilzmittel einsetzen und die gesamte Bude - nach austrocknen der Wände - neu tapezieren, BEVOR der Vermieter davon Kenntnis erlangt und/oder ihr krank werdet.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
K

Kikolool

Musste es auch hart lernen...Selbes Problem gehabt, Mietwohnung aus den 70ern mit den schönen Aluminium Rahmen.
Jahr 1 kaum geheizt, kaum gelüftet -> Schimmel
Jahr 2 kaum geheizt, viel gelüftet -> Schimmel
Jahr 3 Heizung voll aufgedreht wenn ich heim kam, viel gelüftet -> kein Schimmel aber horrende Heizkosten
Jahr 4 Heizung ab November bis April permanent an auch nachts (Stufe 2-3/5) bzw. durch elektrische Regler ersetzt -> Alles tutti, Kein Wasser und immer schön warm

Bedenke: Wenn sich der Raum "überschlagen" hat und die Wände warm sind brauchst du VIEL weniger Energie um die Raumtemperatur angenehm zu halten.
Alles andere ist sowohl wohnlich, als auch energetisch Blödsinn.

In Neubauten wird ja jetzt idr. noch Be/Entlüftung zusätzlich eingebaut, damit auch das Arbeitende Volk ne Chance hat den Luftaustausch zu gewährleisten.
 
Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
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