EFH, geschätzte Kosten und Anregungen Grundriss

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Musketier

Musketier

Darf ich mal nach der maximalen Höhe der Bewohner fragen?

Die Höher im OG hast du schon selber angesprochen. In der Ankleide kann man nur als Liliputaner stehen.
Noch schlimmer ist die Kellertreppe. Nach 4 Stufen kommt schon eine Wand vom Büro. In 4 Stufen hat man ca. 70cm-80cm Höhenunterschied überwunden. Abzüglich von vielleicht 20cm Fußbodenaufbau dürfte eurer größter Bewohner Max. 50-60 cm sein.
Da der kleinste Mann der Welt 60cm ist, bezweifle ich die Nutzbarkeit des Kellergeschosses.
Ein was Gutes hat das natürlich. Ihr könnt euch die 50T€ für den Wohnkeller und die Pelletanlage sparen.
 
Musketier

Musketier

Übrigens geht dein Haus gar nicht aufs Grundstück.
Muttern würde wohl nen Stempel "abgelehnt" auf den Bauantrag machen.

Bei 15,5 m mußt du oben und unten jeweils 3 m Baugrenze einhalten. Macht eine Größe fürs Haus von Max. 9,5m.
Bei uns müssen z.b. auch vor den Garagen mindestens 5m Platz sein.
Nach der GRZ brauch ich vermutlich gar nicht fragen.

Bei 341m² wird wohl eher nur eine Doppelhaushälfte möglich sein.
 
Der Da

Der Da

Träumen auf dem Papier kostet ja noch nichts. teuer wirds erst, wenn man damit zu Bank geht, und die einen unterschreiben lässt. Dort wird nicht immer geprüft.
 
Z

Zeiti

@Musketier: Was meinst du, warum ich mir solche Gedanken überhaupt mache? Ganz einfach: Um Kosten, Raumprobleme und weiteres abschätzen zu können. Damit kann ich dann erst mal herausfinden, ob das ganze überhaupt jemals für mich realisierbar werden wird! Und dann kann man evtl. weitermachen mit Architekt usw. Erst danach geht man zur Hausbank oder wohin auch immer. Ist nämlich ziemlich mies, wenn man bei einem Kredit abgewiesen wird.

Was die Ankleide angeht: Hat irgendjemand gesagt, dass man sich da drin auch wirklich ankleiden muss? Man kann das ganze einfach als großen Schrank oder Ablagesystem nutzen, was bei diesem Raummangel nun mal sinnvoll wäre (selbst in der DG-Wohnung direkt über mir gesehen --> klappt hervorragend!). Und wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich hatte erwähnt, dass ich die Mauer an der Südseite noch etwas höher ziehen muss, da es extrem niedrig ist! Habe leider noch nicht zu 100% herausgefunden, wie das am besten mit diesem kleinen Programmchen möglich ist.
Ein was Gutes hat das natürlich. Ihr könnt euch die 50T€ für den Wohnkeller und die Pelletanlage sparen.
Und mit was soll ich dann heizen? Mit Strom? Mit Öl (wo sind dann die Öltanks)? Was meinst du eigentlich, warum ich eine Pelletanlage einbauen will? --> effizient, gut kombinierbar, einigermaßen günstig, Verbrauch eines lang verfügbaren Rohstoffs (der nennt sich Holz). Schon mal was davon gehört? Kombination mit zum Bleistift Solar-Anlage für Brauchwasser, Fotovoltaik für Strom, Erdwärmekörbe. Damit wäre man (je nachdem wie hoch die Gesamtleistung wird) unabhängiger. Ist doch wohl erstrebenswert!

Und was das Grundstück anbelangt: Siehst du da eventuell einen offiziellen Grundstücksplan? NEIN!
Das ist eine Skizze von mir. So könnte ein Grundstück mit meinem Haus aussehen. Deine 3m und 5m zu Grenze bzw zur Straße stimmen nur bedingt. Wenn man nämlich in die Bausatzung hinein schaut, steht bereits in §2, dass bestehende Bebauungspläne (z.B. Neubaugebiet bei uns im Ort) davon nicht betroffen sind. D.h. es gilt der jeweilige Bebauungsplan!
§5 sagt aus, dass man auch Ausnahmeanträge an das LRA stellen kann, die dann von LRA und Stadt bearbeitet werden. Machbar wäre dieser Plan somit!
Die ~350m² sind absolutes MINIMUM bei einer GRZ von 0,4 (Standard in unserer Gegend). Kann man sich auch ausrechnen...

@Schdin: Schön, dass mal jemand einen Vergleich herbringt. Wohnst zwischen Ulm und Biberach. Ist ja ganz in der Nähe von mir. Grad mal so um die 80km... Bei was für einem Bauträger bist du denn? Kannst mir gerne auch mal eine PN schreiben, sofern das hier möglich ist.
 
S

Schdin

Private Nachricht hab ich dir geschickt. Haste oben so ne Schaltfläche wo du deine abrufen kannst.

Also ich für meinen Teil kann sagen zu uns hat jeder gesagt das bekommt ihr nie hin und das schafft ihr nicht. Muss dazu sagen genau das Gleiche hat es zu meinem Papa damals auch geheißen weil er sein gesamtes Gehalt für die Finanzierung verplant hat und meine Mama war für den Rest zuständig. Hat auch mit 3 Kindern geklappt das Haus innerhalb von 15 Jahren abzubezahlen. Wir haben den Notartermin am Montag und ich bin fest davon überzeugt dass es machbar ist. Arschbacken zusammenkneifen ist ganz klar Angesagt aber das ist machbar.
 
Musketier

Musketier

@Musketier: Was meinst du, warum ich mir solche Gedanken überhaupt mache? Ganz einfach: Um Kosten, Raumprobleme und weiteres abschätzen zu können. Damit kann ich dann erst mal herausfinden, ob das ganze überhaupt jemals für mich realisierbar werden wird! Und dann kann man evtl. weitermachen mit Architekt usw. Erst danach geht man zur Hausbank oder wohin auch immer. Ist nämlich ziemlich mies, wenn man bei einem Kredit abgewiesen wird.

Du hast den falschen Weg. Erstmal grob Finanzen abchecken, dann schauen welche Größenordnung damit machbar ist, passendes Grundstück suchen und zum Schluß gehts an den Grundriss. Dass die endgültige Finanzierung nicht am Anfang abgeschlossen wird, sollte klar sein.
Die Preise für deine erste Vorstellung von einem Haus hast du ja von Bauexperte genannt bekommen. Warum du dann weiter mit 150m² und Garage und Keller planst verstehe ich nicht. 10T€ hin oder her mag ja durch Eigenleistung noch zu sparen sein, aber Bauexperte hat dir das doppelte genannt, von dem was du planst.

Es gibt so grobe Anhaltspunkte für Preise, die du immer wieder im Internet findest:
- pro m² Wohnfläche ca. 1500€/m²
- Wenn du etwas anderes als Gasbrennwerttherme haben möchtest, würde ich mindestens 10T€ bei Pellet oder Wärmepumpe mit Tiefenbohrung vermutlich sogar mehr darauf kalkulieren
- Keller 30-50T€ (Wohnkeller wie bei dir eher mehr)
- Außenanlagen 10-15T€
- Baunebenkosten wie von Bauexperte bereits vielfach gepostet ca. 30-35T€
- Garagen ca. 8-10T€/Garage


Unsere Planung sieht wie folgt aus:
Budget ca. 280T€
Grundstück 47T€ (525m²)
BNK 25T€ (da Anschlüsse teilweise schon im Grundstück enthalten sind und Grundstück vollkommen eben ist)
Massivhaus 125m² 164T€
Bemusterungskosten 10T€
Bodenbeläge / Tapete 8T€
Flächenkollektor 10T€
Außenanlagen 10T€
Baubetreuer 3T€
Dazu muß man aber sagen, dass bei uns die Preise recht niedrig sind, im Gegensatz zu Bayern.

Was die Ankleide angeht: Hat irgendjemand gesagt, dass man sich da drin auch wirklich ankleiden muss? Man kann das ganze einfach als großen Schrank oder Ablagesystem nutzen, was bei diesem Raummangel nun mal sinnvoll wäre (selbst in der DG-Wohnung direkt über mir gesehen --> klappt hervorragend!).
Wenn du es Ankleide nennst, gehe ich davon aus, dass du da rein willst. Willst du nicht da rein, sondern einen Schrank daraus machen, dann steht das Bett vor der Tür. Das Problem ist sicher planerisch recht einfach durch Erhöhung des Kniestocks oder durch Vollgeschossigkeit des OGs zu lösen, aber auch das kostet wieder Geld.
Die Treppe erwähnst du lieber gleich gar nicht. Gerade die funktionierende Treppe ist aber in einem Grundriss das wichtigste. Änderst du die, ändert sich der komplette Grundriss oben und unten.


Und mit was soll ich dann heizen? Mit Strom? Mit Öl (wo sind dann die Öltanks)? Was meinst du eigentlich, warum ich eine Pelletanlage einbauen will? --> effizient, gut kombinierbar, einigermaßen günstig, Verbrauch eines lang verfügbaren Rohstoffs (der nennt sich Holz). Schon mal was davon gehört? Kombination mit zum Bleistift Solar-Anlage für Brauchwasser, Fotovoltaik für Strom, Erdwärmekörbe. Damit wäre man (je nachdem wie hoch die Gesamtleistung wird) unabhängiger. Ist doch wohl erstrebenswert!
Umweltfreundlich ist immer erstrebenswert. Wenn es danach ginge, würde ich auch eine Tiefenbohrung machen lassen und Fotovoltaik aufs Dach. Leider reicht der Geldbeutel dafür nicht. Aber da sind wir wieder bei o.g. Thema. Erst Finanzen abchecken, dann schauen was machbar ist und dann planen. Mit den von dir genannten Finanzen wirst du viele Kompromisse eingehen müssen. Da ist vermutlich die Heizung einer der ersten Punkte, die du in der Form Streichen wirst.

Und was das Grundstück anbelangt: Siehst du da eventuell einen offiziellen Grundstücksplan? NEIN!
Das ist eine Skizze von mir. So könnte ein Grundstück mit meinem Haus aussehen. Deine 3m und 5m zu Grenze bzw zur Straße stimmen nur bedingt. Wenn man nämlich in die Bausatzung hinein schaut, steht bereits in §2, dass bestehende Bebauungspläne (z.B. Neubaugebiet bei uns im Ort) davon nicht betroffen sind. D.h. es gilt der jeweilige Bebauungsplan!
Ohne vorhandenes oder in Aussicht befindliches Grundstück ein Haus zu planen ist sinnlos. Erst dann macht die Ausrichtung der Zimmer Sinn.
Außerdem weißt du erst dann, was dir von deinem Budget noch zur Verfügung steht.
Die 3m Grenze dürfte im übrigen schwierig zu unterschreiten sein da sich auch die Bebauungspäne an Landesrecht halten müssen.
Ich hab irgendwann mal gelesen, dass für eine alleinstehendes Haus mindestens 400m² vorhanden sein sollten.
 
Z

Zeiti

Gleich mal vorweg:
Wenn ich mit einer 5-köpfigen Familie z.B. eine Wohnung suche, kann ich nicht in eine 3-Zimmer-Wohnung mit 75m² einziehen, nur, weil die vll 150 Euro weniger kostet. In dem Fall muss ich eben dafür sorgen, dass mehr Budget vorhanden ist. Aber dafür sollte ich dann wohl erst mal wissen, was eben die größere Wohnung wirklich kostet. Evtl. kann ich nämlich nur eine geringe Budget-Erhöhung erwirtschaften.

Das Gleiche gilt wohl auch für ein Haus. Es wäre unsinnig, ein Haus mit 120m² zu bauen, da dies dann der Größe wie in der jetzigen Wohnung wäre (dafür würde ich dann aber die nächsten 15 Jahre ca. 150 Euro im Monat an Mehrkosten haben). Das nächste Problem wäre, wenn ich mit Öl oder Gas heizen müsste, würde ich die nächsten Jahre noch eine zusätzliche Belastung durch ansteigende Preise für fossile Brennstoffe tragen müssen. Würde sich also evtl. nicht rechnen.
Daher gilt nun, herauszufinden, wie hoch die Kosten für ein passendes Haus mit passender Heizung usw. tatsächlich wären und ob die monatlichen Raten sich in einem annehmbaren Rahmen erhöhen würden oder nicht.
Einige Punkte mögen sicher zutreffen. Aber für mich persönlich gilt eben, dass ich keine halben Sachen machen möchte. Ich muss vorher wissen, was wirklich passiert. Aufklärung ist nunmal sinnvoll und meines Erachtens notwendig.
Von daher werde ich auch keinerlei Bauverträge oder ähnliches eingehen, wenn die Finanzen nicht geklärt sind oder die Zustände nicht ansatzweise passen.
Im schlechtesten Fall müsste ich dann eben auf Lebenszeit in einer Mietwohnung bleiben (wobei da natürlich der Vorteil wäre, dass man theoretisch ständig wechseln könnte).

Das von mir vorgegebene Budget war ja nur geschätzt. Durch eure Hinweise weiß ich das nun besser. Man muss aber auch sagen, dass es teilweise realisierbar ist, wie Schdin ebenfalls mitteilte.

MfG

Zeiti
 
Der Da

Der Da

Sorry, aber Schdin hat noch nicht gebaut. Hier ist alles fester Glaube und Hoffnung. Was seine Planung am Ende kostet, wird er dir in einem Jahr vielleicht sagen können.

Ich sehe es wie Musketier. Erst den finanziellen Rahmen abstecken. Dann planen. Und mit 3 Kindern muss dein Rahmen gut sein, oder eben dein Eigenkapital hoch genug.
Wenn deine Finanzen eben nur 130 qm zulassen, kannst du eben auch nicht bauen.

Wir haben ein Fertighaus gebaut, und das hat 150 qm. Theoretisch 3 Kinderzimmer, kein Keller, Gasbrennwerttherme, Solar und WRL. Kfw55 und kosten tut allein das Haus 235 000€. Ohne Grundstück, ohne Baunebenkosten (die nochmals fast 40 000 ausgemacht haben). Eigenleistung steckt auch einiges drin, und trotzdem, arg viel billiger hätte es nicht werden können. Vielleicht noch mal 20 000€ wenn wir die Lüftung rausgelassen hätten, und auf den Kamin verzichtet. Der Rest aber sind Fixkosten.
 
Zuletzt aktualisiert 25.06.2022
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