Keller oder Garage, oder Keller mit integrierter Garage

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H

hubbe1988

Hallo,

ich stehe gerade mit meiner Frau vor der Feinplanung unseres Hauses.
Uns stellt sich dich Frage was für uns finanziell am sinnvollsten wäre.

wir werden ein ca. 9,5m auf 11m Haus bauen. (EG ca. 85qm)

Wir stehen einzig und allein noch vor der Frage wie wir es mit dem Thema Keller, Garage oder Keller mit integrierter Garage angehen wollen. Eine "kleine" Hanglage ist vorhanden-> ca. 2m Höhenunterschied von Anfang bis Ende des Grundstückes.

1. Ist es für uns günstiger einen Keller zu bauen wenn wir evtl. Fundamente (wegen Hanglage) setzen müssten?
2. Ist eine mit Dachstuhl ausgebaute Doppelgarage im Endeffekt genauso teuer?
3. Macht es Sinn im Keller die Garage zu integrieren? Muss auch nicht ein Doppelstellplatz werden.

Für die Entscheidung mit Doppelgarage separat sind es wahrscheinlich ca. 170qm Bodenplatte, die wir benötigen werden.

Diese Entscheidung ist die letzte Entscheidung die wir jetzt langsam mal treffen müssen. Kann mir hier einer weiterhelfen, der genauso ratlos vor diesem Thema stand?
 
E

Evolith

Was sagt denn der Architekt zum Thema ? Wie muss das Haus gegründet werden?

Überlegt mal, ob euch eine Kellergarage optisch gefällt. Ich kenne nur die mit extrem steiler Einfahrt (da wo das Straßenniveau höher liegt als das Ende des Grundstückes) und da steht dann der eine oder andere tiefer gelegte Wagen draußen. Ich weiß jetzt nicht, wie rum es bei euch ist.
 
11ant

11ant

Dass die Frage überhaupt gestellt wird, interpretiere ich mal als "eingangsseitige Straße an der höheren Seite" (?) - daraus würde folgen: entweder unten gibt es auch eine Straße, von der man "ebenerdig" die Garage anfährt, oder man würde sie von oben in den Hof "hinabstürzend" anfahren. Im ersteren Fall fände ich die Idee o.k., im zweiteren nicht.

Maßgeblich finde ich das Gefälle bzw. die Steigung auf die Haustiefe statt auf die Grundstückstiefe bezogen. Ab etwa 80 cm Höhenunterschied vorn/hinten bin ich der Meinung, daß es (unter Berücksichtigung der sonst oberirdisch mehr benötigten Flächen) zugunsten eines Kellers kippt, und man sich schon schönsaufen müßte, ihn wegzulassen.

Allerdings werden viele Keller kaum "gebraucht": was nicht für Heizung und Öltank ist, ist Rest, der "Hobbykeller" genannt wird. Ob man als Briefmarkensammler wirklich 20 qm nur für´s Hobby braucht, versehe ich mal mit Fragezeichen
 
H

hubbe1988

die "eingangsseitige Straße" ist an der niedrigen Seite. und dann geht es ca. 1,5 - 2 m hoch.
Mir stellt sich halt die Frage, ob ich durch die Hanglage solch viele Fundamente und Stützen bauen muss um das Haus stabil zu kriegen, dass ich nicht gleich einen Keller bauen soll/muss.
Mir ist die Option Keller auch lieber, weiß nur nicht was zwischen "Keller, oder ausgebaute Garage" finanziell für Unterschiede liegen.
 
Y

ypg

Für so eine Entscheidung spielen noch andere Faktoren eine Rolle, zB die Ausrichtung und Schnitt des Grundstücks.
Wenn zB das Grundstück lang ist und vorn an der Strasse eine beliebte Lage wäre (nicht gerade Norden), dann bietet es sich an, nicht ein Keller zu bauen, sondern ein UG, darauf ein EG plus Dach, sodass sich im UG der Eingang und die Wohnfläche, im EG sich die Schlafzimmer befinden. Garage kann dann auch ausserhalb platziert werden.
Insofern kann man hier gar keine "gängige" Aussage machen, wenn nicht auch bekannt ist, wie viel Geld für das Haus eingeplant ist oder wie viel Fläche grundsätzlich das Raumprogramm verschlingt.
 
11ant

11ant

Je tiefer man einen Sockel ziehen muß, desto mehr bedeutet "Keller" ja praktisch nur, auch noch einen Boden zwischen die Fundamente zu legen - mal sehr stark vereinfachend gesprochen.

Und wenn ein straßenseitig ebenerdiges Geschoss an seiner Rückseite teilweise eingegraben ist, schränkt das seine Wohnnutzung schon ein bißchen ein - Lichtschacht statt Ausblick mag man wohl eher weniger. Wenn man dann einen (Voll)Keller macht, ist eine Garage schon eine relativ sinnvolle Nutzung - wobei die "Ein- und Ausfahrtsqualität" für einen Wagen des täglichen Gebrauchs anders wiegt als beim Abstellplatz des Sommer-Sonntagswagens.

Und es hängt vom Einzelfall ab, in wie weit man einen untergeschossigen Eingang als Lieferanteneingang empfinde und lieber durch den Vorgarten über eine Treppe zu einem klassischen Hauptwohngeschoß-Eingang geht.

Die Keller-Frage stelle ich gerne aus der Perspektive, ob es im Einzelfall ein großer Blinddarm ist, oder ob man ihn mit viel Sinn füllt. Nur so als unsichtbare Dekoration ist er natürlich Quatsch.
 
Zuletzt aktualisiert 20.05.2024
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