Deutung Verkäuferverhalten

4,90 Stern(e) 15 Votes
Klingt sehr nach unserer Erfahrung aus dem Frühjahr.

Schickes Häuschen. Perfekt für uns. Relativ teuer mit 400k.
Wir hatten mit Makler verhandelt und und auf 385k geeinigt. Makler meinte auch schon, dass es 1-2 geplatzte Finanzierungen gab. Wir sollten uns mit der Bank beeilen, weil es ja noch einige Interessenten gäbe.

2 Banken haben uns dann die Finanzierung abgelehnt, weil sie den Wert unter 300k geschätzt haben.

Der Makler hat uns dann verzweifelt versucht an "seinen speziellen" Kreditvermittler zu connecten. So viel zum Thema, dass es noch viele andere Interessenten gäbe...

Wir hatten dann auch mal mit den Eigentümern (wohnten schon woanders) persönlich gesprochen und die Bewertung der Bank mitgeteilt. Die waren auch mega nett.
Also wir den Bewertungspreis nannten fiel auch direkt der Satz "Das ist ja ne Frechheit!"
Hintergrund: der Makler hat ihnen einen Verkaufspreis von rund 450k versprochen. Dementsprechend haben die wahrscheinlich schon ihre Zukunft geplant.

Wir sind dann auf Hausbau umgeswitched.
Nach 3 Monaten haben wir nochmal einen Anruf bekommen ob wir für 350k kaufen würden.

Kurz: den Eigentümern wird oft von vielen Seiten zu viel versprochen. Der Nachbar hat angeblich sein Haus für 500k verkauft (der hat natürlich übertrieben). Auf irgendeiner Immobilienbewertungsseite wurde auch ein Mondpreis versprochen.
Und das eigene Haus ist natürlich eh das schönste.

Dann kommt ihr jetzt mit eurem "frechen" Angebot daher.
Andere Interessenten wird es nicht geben zum geforderten Preis.

Ich würde freundlich bleiben und vielleicht mit ner hundert Prozent sicheren und einfachen Kaufabwicklung locken.

Mit dem Gebot würde ich nicht mehr hoch gehen. Dafür seid ihr zu weit entfernt. Er braucht jetzt die Zeit zum Erkenntnisgewinn, dass sein Haus nicht den Preis wert ist.


Kennt er denn das Ergebnis eures Gutachters?
 
In wie fern das Ergebnis unseres Gutachters? Wie schon geschrieben: Das Haus ist prinzipiell gut, Keller top, EG wurde nicht immer fachmännisch saniert und OG und Dach werden nochmal gute 75-100k an Sanierungskosten verschlingen. Somit hatte er es mit 330.000€ inkl. Grundstück bewertet.

Hochgehen werden wir auch nicht mehr. Wir warten ab, und den Hinweis mit dem Ultimatum, bis wann unser Angebot gilt, den werden ich evtl. beherzigen.
 
Bestellen Sie jetzt kostenlos Hauskataloge, Smarthome-Info
Klingt sehr nach unserer Erfahrung aus dem Frühjahr.

Schickes Häuschen. Perfekt für uns. Relativ teuer mit 400k.
Wir hatten mit Makler verhandelt und und auf 385k geeinigt. Makler meinte auch schon, dass es 1-2 geplatzte Finanzierungen gab. Wir sollten uns mit der Bank beeilen, weil es ja noch einige Interessenten gäbe.

2 Banken haben uns dann die Finanzierung abgelehnt, weil sie den Wert unter 300k geschätzt haben.

Der Makler hat uns dann verzweifelt versucht an "seinen speziellen" Kreditvermittler zu connecten. So viel zum Thema, dass es noch viele andere Interessenten gäbe...

Wir hatten dann auch mal mit den Eigentümern (wohnten schon woanders) persönlich gesprochen und die Bewertung der Bank mitgeteilt. Die waren auch mega nett.
Also wir den Bewertungspreis nannten fiel auch direkt der Satz "Das ist ja ne Frechheit!"
Hintergrund: der Makler hat ihnen einen Verkaufspreis von rund 450k versprochen. Dementsprechend haben die wahrscheinlich schon ihre Zukunft geplant.

Wir sind dann auf Hausbau umgeswitched.
Nach 3 Monaten haben wir nochmal einen Anruf bekommen ob wir für 350k kaufen würden.

Kurz: den Eigentümern wird oft von vielen Seiten zu viel versprochen. Der Nachbar hat angeblich sein Haus für 500k verkauft (der hat natürlich übertrieben). Auf irgendeiner Immobilienbewertungsseite wurde auch ein Mondpreis versprochen.
Und das eigene Haus ist natürlich eh das schönste.

Dann kommt ihr jetzt mit eurem "frechen" Angebot daher.
Andere Interessenten wird es nicht geben zum geforderten Preis.

Ich würde freundlich bleiben und vielleicht mit ner hundert Prozent sicheren und einfachen Kaufabwicklung locken.

Mit dem Gebot würde ich nicht mehr hoch gehen. Dafür seid ihr zu weit entfernt. Er braucht jetzt die Zeit zum Erkenntnisgewinn, dass sein Haus nicht den Preis wert ist.


Kennt er denn das Ergebnis eures Gutachters?
Auch wenn es so wäre, wenn ohne Druck verkauft werden kann, wird in einer normalen/ guten Lage mit Bedarf immer jemand den Wunschpreis zahlen. Die nächsten 3 Monate spielen den Verkäufer sowieso in die Karten da man noch Baukindergeld abgreifen kann.

@Ein Ultimatum ist immer sinnvoll, denn jetzt ist auch schon egal :cool:
 
Ich denke, das ist schwer zu beurteilen.
Ich kann an dieser Stelle nur von unserem Verkauf der ETW berichten. Wir hatten einen Wunschpreis. Der Makler hat bestätigt, dass das drin ist. Es lief am Anfang sehr schleppend. Die Wohnung ist speziell. Mit der Zeit hatten wir zwei Gebote in der von uns gewünschten Höhe. Die sind leider geplatzt. Nicht wegen mangelnder Finanzierung, sondern einmal wegen Unsympathie und einmal weil die Hausverwaltung nicht mitgespielt hat. Eine Familie hat die ganze Zeit weiterhin Interesse gezeigt. Sie haben aber weit weniger geboten. Wir haben sie hingehalten. Dann kam der Lucky-Punch. Interessent hat sich gemeldet, Töchter haben besichtigt, Vater aus der Wohnung heraus angerufen. Die Reaktion: Will ich haben, soll ich was anzahlen?
Der Markt bestimmt den Preis, das ist so. Und ich kann jeden verstehen, der danach handelt.
 
Oben