Verzögerungen bei GU, kein Termin gemäss § 650 BGB festgelegt

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Die Absprache war, Februar Bemusterung, März Werksplanung, Juni Erdbau, Juli Keller, August Urlaub und September Hausstellung. Januar Innenausbau fertig.
Das sich der GU jetzt nicht mehr zu offenen Punkten der Bemusterung äußert und nachfragen unkommentiert ignoriert ist erstmal nicht unser Fehler. Wenn wir am Zug wären, hätte man das so besprechen müssen nicht anders. Anders wäre aber auch wirklich unüblich. Man baut ja keinen Keller und plant dann das Haus.
 
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Von des Kellerbauers Homepage:

"Erst mal die beiden wichtigsten Argumente der Handelsvertreter, die in Wirklichkeit gar keine sind:

1) "Ihr Haus kommt später, wenn nicht alles aus einer Hand kommt (also Haus und Keller)"

Das ist natürlich Quatsch. ersten hat der Handelsvertreter, da selbstständig, gar keinen Einfluss auf die Produktionsplanung der Hausanbieter und zweitens liefert der Hausnanbieter immer so schnell wie möglich. Warum ist das so? Schauen Sie mal in den Werkvertrag des Hausanbieters, den Sie später beim Hausverkäufer unterschreiben sollen. Darin befindet sich ein Zahlungsplan für die einzelnen Baufortschritte. Die meistens Firmen nehmen hier 50% bis 85% der Bausumme, wenn der Rohbau steht. Also wenn der Rohbau steht, bekommt der Hausanbieter von Ihnen die größte Summe überwiesen, die während des ganzen Baus anfällt. Jetzt wissen auch, warum es so oft zu Verzögerungen auf Baustellen und alles oft viel länger dauert, als gedacht. Weil die Hausbaufirmen lieber noch einen Rohbau hochziehen, um weitere 50% bis 85% zu erhalten, anstatt nur die 10%, die bei einer Endmontage fällig sind. Also es liegt im Ur-Interesse des Hausanbieters, Ihnen schnell Ihren Rohbau zu liefern. Lassen Sie sich hier von einem Verkäufer also nicht ins Bockshorn jagen.

2) "Wenn Sie den Keller / die Bodenplatte nicht über uns kaufen, kann es zu Problemen bei der Abstimmung führen"

Das hört sich erst mal logisch an, aber in Wirklichkeit ist der Markt ein Oligopol. Es gibt nur 5 Fertigkeller- und Bodenplattenanbieter, die tatsächlich deutschlandweit, also von Kiel bis Passau, liefern können. Und so kommt es, das allen 5 Keller- und Bodenplattenanbieter im Grunde alle großen Hausanbieter bestens bekannt sind.

Hier die wichtigsten Hausanbieter, deren Schnittstellen und Details uns allerbesten bekannt sind, da wir für Bauherren dieser Firmen besonders oft Bodenplatten und Fertigkeller bauen:
......

Bauherren, die mehrere 1000 Euro sparen möchten, und davon zum Beispiel die Küche zu bezahlen, aber ungern mit Verkäufern diskutieren, müssen diese mit den eigenen Waffen schlagen. Wenn Sie im Musterhaus mitteilen, dass Sie sich die Bodenplatte / den Keller "lieber selbst besorgen, damit das ganze Projekt überhaupt realisierbar ist", schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

1) Sie sparen oft fünfstellige Beträge beim Kellerbau und können das Budget in Ihre Ausstattung stecken oder müssen weniger finanzieren und sparen somit Zinsen.

2) Dieses Argument spielt Ihnen auch bei der Preisverhandlung fürs Haus in die Karten - denn der Verkäufer weiß jetzt schon, dass er bei Ihnen mit spitzen Bleistift ran muss, da er sonst auch nicht das Haus verkauft bekommt."
 
Von des Kellerbauers Homepage:
Dann habt ihr scheinbar einen super schlauen Kellerbauer. Was euch beim GU aber offenbar nicht weiterhilft.
Dass er zumindest mit Punkt1 falsch liegt, beweist ja euer Fall.

Man baut ja keinen Keller und plant dann das Haus.
Geplant sollte das Haus doch wohl schon sein, sonst hättest du keine Baugenehmigung bekommen. Jetzt geht es um die Ausführungsplanung.
Und die brauchst du m.M. nach für den Aushub der Baugrube nicht. Der Baugrube ist es wurscht, wo die Rohre und Fenster hinkommen, hier geht es nur um die Außenmaße. Ich sehe euch im Zugzwang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, die Baugrube wird kurz vor dem Keller aufgehoben sonst verwittert die, bevor der Bau losgeht. Wände stürzen ein etc. Die lässt man nicht lange frei stehen.
GUs planen normalerweise, soweit ich weiß, den Keller mit. Es gibt zahlreiche Baublogs, in denen das so gemacht wurde. Knecht aber auch Fingerhaus bauen gerne Keller für andere GUs im Auftrag des Bauherrn. Das ist wirklich Standard.
Das war im Vorfeld mit dem GU besprochen, bei der Bemusterung diskutiert und so für OK befunden und daraufhin wurde die vorläufige Planung gemacht.
Wir bauen auch kein Katalog Fertighaus sondern ein individuell geplantes. Die Baugenehmigung liegt vor, die Innenwände sind aber immernoch komplett variabel. Bis zum Abschluss der Bemusterung. Die Statik muss dann auch noch angepasst werden. Keller lässt sich vom Haus nicht separieren.
Ich verstehe nicht ganz wo raus du da ein Problem konstruieren willst.
Man baut auch nicht einfach einen Keller oder buddelt eine Grube. Im Vorfeld gibt's die Baustellenbesprechung und da braucht es auch einen Bauleiter des Hauses. Den haben wir aber noch nicht.
 
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