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manfredroes

Rohbau mit abgelaufener Baugenehmigung

3,30 Stern(e) 13 Votes
Moin moin,

ein interessantes Objekt, mit folgenden hier relevante Eckdaten:
- Fertighausrohbau (Leitungen/Anschlüsse gelegt, Fenster drin, Estrich drin, Dämmung steht, Dach fertig)
- Wasserschaden im Erdgeschoss (vermutlich seit 5 Jahren)

Ich überlege mir, solch ein Projekt anzugehen und versuche grob zu kalkulieren, was man noch reinstecken muss. Der Bau an sich gefällt, Grundstück ist gut. Die Außendämmung mit Vorputz ist vorhanden. Es müsste gemacht werden: Bäder rein, Fliesen legen, Heizung (war wohl Infrarot vorgesehen, mmmh), Türen reinHaus verputzen, Garage bauen und viel viel Kleinkram und natürlich der Wasserschaden, mein lieber.

In der Zeit des Leerstandes war das Gebäude wohl immer belüftet, das OG scheint trocken zu sein und man konnte keinerlei Geruch (z.B. muffig) feststellen. Im EG jedoch tropft es bei Regen von der Decke, der Estrich (schwimmend, Dämmschicht, Folie) wohl je Regenperiode dauernass. Es riecht deutlich muffig. Von der Konstruktion der Decke würde ich sagen einfache Fertigbetonplatten und an einer Fuge findet das Wasser seinen Weg nach unten. Wenn die Feuchtigkeit sich bis in einem Nebenraum anzeichnet, kann ja davon ausgegangen werden, dass sich Wasser unterhalb der Dämmschicht befindet.

Nun zu meinen Fragen:
1.
Wäre das alles mit prof. Bautrockung möglich zu sanieren oder müsste der Estrich komplett raus? Bei der Belüftung wäre da trotzdem mit Schimmel unter dem Estrich zu rechnen? Wie sähe es dann mit Schimmel(sporen) etc. aus, wenn die Bautrockung durchgeführt wird, sind dann die Sporen abgetötet und man hat nichts mehr zu befürchten, wenn Fliesen auf dem Boden kommen?

2.
Dauerdurchnässte Betondecke: könnte das ernsten Problemen bei der Statik führen? Bzw. kann die Betondecke Schaden nehmen, wenn sie über die Jahre im Wasser steht?

3.
Würde die Vollendung des Baus nun als Neubau gelten? Wären da die Neubauförderungen KfW noch machbar? Sind Förderungen eigentlich objektbezogen (vermutlich wird der BU einiges beantragt haben)?

4. wäre insgesamt ein solches "Projekt" sinnvoll (erheblicher Abschlag, dadurch vermutlich geringerer Endkaufpreis)? Grundsätzlich sieht der Bau ganz ordentlich aus und das was fertig gemacht wurde sieht nicht nach fusch aus, nur halt dass wohl von heute auf morgen die Baustelle verlassen wurde.

Mich reizt der Bau und bis auf den Wasserschaden mit einem evtl. Schimmelschaden ist die Fertigstellung durchaus planbar.
 
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Zunächst würde ich mir die Frage stellen:
Warum wurde das Objekt nie vollendet? Bei einer Kleinigkeit lässt man ein Haus doch nicht jahrelang verfallen und absaufen.

Ein Wassereintritt kann in meinen Augen ein sprichwörtliches Fass ohne Boden sein. Wenn der Fehler nicht nur punktuell sondern systematisch vorhanden sein sollte, kann es sein, dass von der bisherigen Substanz am Ende nicht mehr viel übrig bleibt. Mit viel Frust und Kosten deinerseits.

Auch die von Dir genannte Gefahr dauerhafter irreversibler Schäden an Substanz und Schimmelbelastung nach Jahren! im Wasser würde mich deutlich abschrecken.

Ich würde mich da nicht rantrauen und meine Zeit, Energie und Geld in ein anderes Projekt investieren. Dementsprechend hätten genehmigungs- & fördermitteltechnische Fragen keinerlei Relevanz.
 
Ohne Profi auf gar keinen Fall kaufen.

Infrarotpanels als Heizung? Wie ist das genehmigungsfähig, ist ja ne reine Stromheizung?
 
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Problem ist, dass ohne zerstörerische Maßnahmen (Decke aufschlagen, Boden Bohrungen durchführen, etc.) der Experte nicht ganz so viel sagen kann.
Daher fragte ich ja mal ganz allgemein hier nach, wie das eingeschätzt wird.

Infrarotpanels als Heizung? Wie ist das genehmigungsfähig, ist ja ne reine Stromheizung?
Ist eine Heizung. da scheiden sich ja die Geister. Ich bin da auch sehr skeptisch. Die die eine haben schwören drauf (oder wollen sich den Fehler nicht eingestehen??), die keine haben verteufeln diese Dinger.
 
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Problem ist, dass ohne zerstörerische Maßnahmen (Decke aufschlagen, Boden Bohrungen durchführen, etc.) der Experte nicht ganz so viel sagen kann.
Daher fragte ich ja mal ganz allgemein hier nach, wie das eingeschätzt wird.


Ist eine Heizung. da scheiden sich ja die Geister. Ich bin da auch sehr skeptisch. Die die eine haben schwören drauf (oder wollen sich den Fehler nicht eingestehen??), die keine haben verteufeln diese Dinger.
Dann weißt du ja jetzt auch, warum das keiner kauft, wenn man nichtmal die Substanz bewerten kann.
Bekomm die Bude mal bei der Bank durch ...

Mir ging es nicht um den Komfort und die Funktion der Infrarotheizung an sich.
Ich stelle aber in Frage, ob ein Neubau nur mit dieser Heizungsart überhaupt genehmigungsfähig ist, da es reine Stromheizungen sind, also Strom 1:1 in Wärme wandeln. Mal von den Verbrauchskosten abgesehen.
 
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