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KNX-Planung bei Bau mit Bauträger

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Hallo zusammen,

wir haben aktuell ein Haus bzw. Grundstück in einem Neubaugebiet ins Auge gefasst, welches an den Bauträger gebunden ist. Standardmäßig ist hier ein Minimum an Steckdosen und Deckenauslässen in der Bau & Leistungsbeschreibung berücksichtigt.
Neben der Bemusterung, steht dann auch ein Gespräch mit dem Elektriker zur Detailplanung an. In der Regel werden dort wahrscheinlich zusätzliche Steckdosen, Schalter etc. geplant und dann war's das.

Ich würde jedoch gerne KNX berücksichtigen und es stellt sich mir die Frage, was ich dabei in Kombination mit dem Bauträger beachten sollte. Der Vertrieb sagte mir, dass ich auch theoretisch nur Leerrohre legen lassen könnte und das "KNX-Gewerk" nach dem Bau separat vergeben. So richtig überzeugt bin ich davon aber nicht, da ich damit - zumindest offiziell - erst nach Schlüsselübergabe beginnen könnte.

Die ETS-Programmierung würde ich selbst vornehmen wollen und am liebsten auch die Komponenten selbst kaufen, damit ich diese beschriftet und vorprogrammiert dem Elektriker übergeben könnte. Aber ob das so einfach geht, keine Ahnung.
Ich habe bisher zwar KNX noch nicht programmiert, würde mir das aber zutrauen, da ich mich immer mal wieder hobbymäßig damit beschäftige. Ob der Elektriker Ahnung von KNX hat, weiß ich vorab wahrscheinlich auch nicht. Ggf. ist das aber auch gar nicht notwendig, wenn man entsprechende Planungsunterlagen übergibt. Was haltet ihr in diesem Zusammenhang zum Beispiel von der Verteilerplanung von Voltus?

Wir hatten bisher nur ein Gespräch mit dem Bauträger und ich würde beim nächsten Mal gerne "abklopfen", was ggf. möglich ist.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!
 
Zu 99% hat der Elektriker davon keine Ahnung. Denn der ist voll ausgelastet beim Bauträger. Und die allermeisten Bauherren sind froh, wenn sie ihre Lampen per App dimmen können und die Rollläden vielleicht noch automatisch auf/zufahren. Wenn er ein Guter ist, dann wird er Partner haben an die er dich vermittelt bzw. die er als Subunternehmen anstellt.
Da du keinerlei Vorkenntnisse hast ist komplett Eigenleistung natürlich sehr schwierig. Ich hätte nochmal das Gespräch gesucht und gefragt, ob das Elektrogewerk nicht fremdvergeben werden kann.
Das Problem für die meisten Bauträger ist, dass unter anderem Baustrom/Hausanschlüsse etc. mit im Boot sind. Die Frage ist wer das koordiniert. Da der Bauträger anscheinend mehrere Häuser dort baut wäre es wohl ziemlich simpel für ihn die Anschlüsse im Angebot zu lassen und nur die Hauselektrik zu streichen. Bei einem einzelnen Haus kann die ganzen Koordination dadurch ins stocken kommen und ist deswegen oftmals ungerne gesehen.
Ansonsten ist Voltus als Partner sehr gut. Aber dennoch hätte ich vorher zumindest mit dem Eli gesprochen um anzufragen wie es ausschaut mit der Verteilerplanung von Voltus. Wenn der keine Ahnung davon hat und sich keine Lust hat mit der Materie zu befassen bringt auch die beste Planung nichts.

Die Idee mit den Leerrohren würde ich gleich verwerfen. Am Ende wurden die Leitungen dann doch falsch gezogen und nur die Hälfte funktioniert so wie es sein soll. Er soll dir einfach die Partnerfirma mitteilen und du suchst entsprechend das Gespräch.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
komplett Eigenleistung
Welche Eigenleistung würdest du hier denn sehen? Was ich aktuell bei mir sehe:
  • Grundriss zur Hand nehmen und
    • Deckenauslässe für Lampen und Präsenzmelder einzeichnen
    • Wandauslässe für Schalter und Steckdosen einzeichnen
    • Kennzeichnen wo Strom anliegen muss und wo das Bus-Kabel
    • Markieren, welche Verbraucher schaltbar sein sollen und wo Dauerstrom anliegen soll
    • Auswahl der Sensoren und Aktoren - hier würde ich wahrscheinlich bei MDT starten und bei abweichenden Anforderungen auf andere Hersteller ausweichen. Z.B. wenn es mal ein schickerer Taster sein soll.
    • möglichst Komponenten selbst beschaffen, um
    • ETS Programmierung vorzunehmen
Für den Elektriker müsste sich daraus dann ja ergeben, welche Leitungen er von der Verbauchsstelle in die Verteilung ziehen muss und wo er nur eine Leitung für Dauerstrom benötigt. Das ist zumindest erstmal meine naive Vorstellung.
Was habe ich ggf. nicht berücksichtigt?

Für die Planung der KNX-Linien bräuchte ich dann vielleicht nochmal etwas Hilfe, hätte jetzt (in meiner Naivität) aber einmal 1 Linie je Stockwerk + Außenbereich angenommen.
 
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Für die Planung der KNX-Linien bräuchte ich dann vielleicht nochmal etwas Hilfe, hätte jetzt (in meiner Naivität) aber einmal 1 Linie je Stockwerk + Außenbereich angenommen.
Ich stecke nicht mehr allzu sehr drin in der Materie. Praxis ist zu lange her, daher warte lieber nochmal auf andere hier. Gibt einige die dir mehr Input geben können und noch Ideen haben könnten. M.E. nimmt man für div. Sicherheitsaspekte noch eine getrennte Linie. Beispielsweise Fenstersensoren, Tür, Rauchmelder (?) o.Ä. Im Störfall sind solche wichtigen Geräte dann noch aktiv.

Welche Eigenleistung würdest du hier denn sehen? Was ich aktuell bei mir sehe:
  • Grundriss zur Hand nehmen und
    • Deckenauslässe für Lampen und Präsenzmelder einzeichnen
    • Wandauslässe für Schalter und Steckdosen einzeichnen
    • Kennzeichnen wo Strom anliegen muss und wo das Bus-Kabel
    • Markieren, welche Verbraucher schaltbar sein sollen und wo Dauerstrom anliegen soll
    • Auswahl der Sensoren und Aktoren - hier würde ich wahrscheinlich bei MDT starten und bei abweichenden Anforderungen auf andere Hersteller ausweichen. Z.B. wenn es mal ein schickerer Taster sein soll.
    • möglichst Komponenten selbst beschaffen, um
    • ETS Programmierung vorzunehmen
Für den Elektriker müsste sich daraus dann ja ergeben, welche Leitungen er von der Verbauchsstelle in die Verteilung ziehen muss und wo er nur eine Leitung für Dauerstrom benötigt. Das ist zumindest erstmal meine naive Vorstellung.
Was habe ich ggf. nicht berücksichtigt?
Ich meinte als Eigenleistung das komplette Paket. Also inkl. Verkabelung. Ob man ETS so locker programmieren kann ohne elek. Vorkenntnisse kann ich nicht beurteilen. Du musst dem Eli ja auch klar vorgeben welche Aderfarbe du nun angeschlossen haben willst auf welchem Aktor etc. meine ich.
Eigentlich nutzt man bei KNX eine Sternverkabelung. Das bedeutet, dass sämtliche Leitungen allesamt im Schaltschrank ankommen. Ausnahme sind eventuell die Steckdosen in einem Raum. Dort wird häufig eine 5 adrige Zuleitung gelegt und nach Bedarf verdrahtet.
Einfach zu sagen "Hier brauche ich Dauerstrom" funktioniert also nicht einwandfrei.
Ich denke, wenn du das mit einem "Standardeli" durchziehst geht das in die Hose oder zumindest wird das Potential nicht ausgeschöpft.
Es führt kein Weg an einem Gespräch mit dem Bauträger vorbei. Es gibt genug Firmen, die auf sowas auch keine Lust haben und stumpf ihr Schema abarbeiten.

Im Übrigen müssen natürlich auch andere Gewerke mit im Boot sein. Sanitär, Fensterbauer, Türenbauer. Das sind ja alles Gewerke die entsprechende Komponenten verbauen sollen.
 
Ob man ETS so locker programmieren kann ohne elek. Vorkenntnisse kann ich nicht beurteilen
Locker wahrscheinlich nicht, aber als IT-affiner Mensch traue ich mir das zu von dem was ich bisher gesehen habe. Es wäre mir sogar ziemlich wichtig das selber zu machen, da ich nicht bei jeder Änderung einen Systemintegrator beauftragen will.

Du musst dem Eli ja auch klar vorgeben welche Aderfarbe du nun angeschlossen haben willst auf welchem Aktor etc. meine ich.
Adernfarbe würde ich wahrscheinlich nicht vorgeben (wollen), würde im Zweifel aber auch gehen. Ich dachte er an eine Darstellung welcher Verbraucher auf welchen Aktoreingang gehört. Ob er dafür nun schwarz, grau oder braun nimmt wäre mir erstmal egal.

Eigentlich nutzt man bei KNX eine Sternverkabelung. Das bedeutet, dass sämtliche Leitungen allesamt im Schaltschrank ankommen. Ausnahme sind eventuell die Steckdosen in einem Raum.
Ja, das meine ich. "Dauerstrom" war vielleicht etwas platt ausgedrückt. Ich wollte damit nur sagen, dass wenn ich 10 Steckdosen in der Küche habe, nicht jede davon sternförmig angefahren werden muss, sondern der Großteil eben nicht schaltbar ist und man von Steckdose zu Steckdose ziehen kann. Nicht genutzte Adern sollte er dann allerdings durchschleifen.

Im Übrigen müssen natürlich auch andere Gewerke mit im Boot sein. Sanitär, Fensterbauer, Türenbauer. Das sind ja alles Gewerke die entsprechende Komponenten verbauen sollen.
Fensterbauer definitiv, bei Sanitär fallen mir aktuell nur Spielereien ein, für die dann das Budget wahrscheinlich nicht mehr ausreicht.

Aber schauen wir mal, was andere noch so als Input haben. Das Problem bei einem eigenen Elektriker ist, dass der Bauträger dann sämtliche Zusagen hinsichtlich Bauzeit zurücknehmen wird.
 

Mycraft

Moderator
Schwierig, sehr schwierig in der heutigen Zeit. Weil kaum einer noch Lust hat auf Kundenwünsche einzugehen. Die Auftragsbücher sind ja sowieso voll.
 
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