KNX-Einstieg - Verständnisfragen

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untergasse43

untergasse43

Nein, muss man nicht. Nochmal: du kannst KNX nicht mit App-Smart-Home-Spielzeug vergleichen. In keinem Aspekt! Wenn, dann müsste man das mit Crestron vergleichen, und dagegen finde ich KNX viel intuitiver.

Je mehr ein System kann, desto mehr muss man sich damit befassen. Es bringt übrigens garnichts, ständig zu betonen, was für komplizierte Nachteile KNX angeblich hat. Wenn es dir zu hart ist, bleib eben bei den App-Lösungen!
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Verstanden. Aber auch das erscheint mir bei KNX weniger intuitiv und mehr einarbeitungsbedürftig als in vielen anderen Systemen. Das muss man wohl schon so ehrlich sagen, oder?
Nein, ehrlich gesagt ist KNX so "schwer" und intuitiv wie eine Exceltabelle anlegen. Man verzichtet im KNX einfach nur auf bunte Bilder und sitzt vor einem weißen Bildschirm.

Die Philosophie ist eine andere. Man muss eben nicht überall und alles mit Finger un Touchpad erledigen können.

Tatsächlich ist die gute alte Tastatur und Maus gar nicht so verkehrt und da man megakomplizierte Konstrukte mit KNX erstellen kann ist das sogar mit den althergebrachten Methoden in dem Fall sogar einfacher. Bei vielen Apps(und anderen Smarthomelösungen) stößt man nämlich sehr schnell an Grenzen. Denn das woran die Entwickler nicht gedacht haben (oder willentlich weggelassen) gibt es nicht als Funktion.

Im KNX hast du keine Grenzen per se. Nur der Geldbeutel und die eigene Kreativität schränken ein. Sollte ein Gerät nicht genau deinen Anforderungen entsprechen kann man ein vergleichbares von der Konkurrenz nehmen, welches dem Ideal näher ist.
 
G

Grantlhaua

Im KNX hast du keine Grenzen per se. Nur der Geldbeutel und die eigene Kreativität schränken ein. Sollte ein Gerät nicht genau deinen Anforderungen entsprechen kann man ein vergleichbares von der Konkurrenz nehmen, welches dem Ideal näher ist.
Da bin ich bei dir. Trotzdem benötigt man im Normalfall einen Systemintegrator, wenn man nicht gerade ein Technikjunkie ist. Was ist eigentlich aus der ETS Inside geworden?

Größtes Argument ist die Anzahl der Hersteller, da gebe ich dir auch recht, aber mittlerweile wenden sich viele Hersteller doch auch ein bisschen von KNX ab und kochen ihr eigenes Süppchen (Busch Free@Home, Hager Easy, ... ) Auch wenns auf dem selben Prinzip basiert. Tendenziell würde ich behaupten, dass 80% aller Interessenten weniger interessiert was alles möglich ist, sondern wichtiger ist, dass Alexa die Rolladen auf Befehl runterfahren kann und die App gut aussieht. Das wird auch zukünftig das Problem mal abgesehen von den Hohen Kosten bleiben und ohne Lösung wirds auch kein KNX auf dem Smart Home Massenmarkt (der ja Wächst ohne Ende) geben.
 
G

guckuck2

Es gibt die aus technischer Sicht nachhaltigere Lösung und es gibt die bunte Variante, die beim Endkunden besser zieht. Mit technischer Theorie und Argumente verkauft man nicht. Die Historie zeigt ja zur Genüge, dass sich nicht das technisch Bessere durchsetzen muss.

Dennoch, die herstellereigenen Systeme sind durch Weglassen von Funktionen simpler in der Umsetzung. Es besteht aber das reale Risiko, dass ein solches System eher vom Markt verschwindet. Oder das zB die angebotenen Taster einfach hässlich sind und mangels Auswahl dann Friss-oder-Stirb angesagt ist.
 
G

Grantlhaua

Oder das zB die angebotenen Taster einfach hässlich sind und mangels Auswahl dann Friss-oder-Stirb angesagt ist.
Da braucht sich KNX aber auch nicht verstecken

Es gibt die aus technischer Sicht nachhaltigere Lösung und es gibt die bunte Variante, die beim Endkunden besser zieht. Mit technischer Theorie und Argumente verkauft man nicht.
Daher war die Inside ja auch ein Schritt in die richtige Richtung aber davon hört man ja irgendwie gar nichts mehr? Wie gesagt, ich bin großer Fan von solchen Geschichten, aber bei KNX stört mich eben das Thema Bedienbarkeit/Wirtschaftlichkeit.

Ich finde auch Projekte wie Homee oder IHaus interessant, die versuchen hier Schnittstellen zwischen den Systemen zu schaffen. (Mal außerhalb der KNX-Welt gesehen)
 
D

Detlev69

Tendenziell würde ich behaupten, dass 80% aller Interessenten weniger interessiert was alles möglich ist, sondern wichtiger ist, dass Alexa die Rolladen auf Befehl runterfahren kann und die App gut aussieht.
Ha-ha, ja, da ist viel Wahres dran. Das Auge isst eben mit und eine tolle Visualisierung und intuitive App zieht als Verkaufsargument extrem stark. Schließlich geht es bei Kaufentscheidungen ja auch um Gefühle und die werden eben durch das angesprochen, was man in der Hand hat, womit man spielt und moderne Apps mit hübschen Interface sind das, was man am meisten mitbekommt.

Klar, je mehr man davon versteht, desto eher erkennt man, dass ein gutes smarthome vieles smart und von allein macht und nicht so viele Eingriffe erfordern sollte. Auf der anderen Seite mag der Mensch Kontrolle und eine gute Visualisierung ist eben den meisten Menschen wichtig. Verbrauchsdaten jederzeit sehen und Freunden zeigen können, Zustand der Geräte (Lüftungsstufe, Temperatur) hübsch visualisiert und so weiter.
Das wird auch zukünftig das Problem mal abgesehen von den Hohen Kosten bleiben und ohne Lösung wirds auch kein KNX auf dem Smart Home Massenmarkt
Das sehe ich genauso. Wenn man Massenmarkt für KNX will, zumindest im Neubaubereich, dann muss die Bedienung drastisch intuitiver und moderner werden und mitziehen, zumindest als mögliche Alternative für den Durchschnittsbürger. Niemand will einen Elektriker rufen müssen, weil er Einstellungen ändern möchte. Der Gedanke ist an sich regelrecht absurd. Das ist das Gegenteil von smart.

Der Normalfall ist doch eher, gerade auch in meiner persönlichen Lage, dass man vorher gar nicht abschätzen kann, wie toll das alles ist und was man alles für Ideen noch haben wird. Natürlich investiert der technikaffine Erwachsene, weil er selbst spielen möchte, selbst optimieren, ausprobieren, verändern möchte. Nicht weil er für jede tiefschürfendere Idee einen Elektriker rufen muss und noch mal draufzahlt.
Wenn es dir zu hart ist, bleib eben bei den App-Lösungen!
Meine Güte, sei doch nicht so empfindlich. Wir diskutieren hier doch, weil wir überhaupt Vorteile in KNX sehen und uns dafür interessieren. Sonst wäre ich doch längst weg.

Aber das Ausblenden von Nachteilen hilft doch niemandem. Natürlich muss man allen Fakten in die Augen schauen und nicht einfach weggucken oder es sich schönreden.
 
G

Grantlhaua

womit man spielt und moderne Apps mit hübschen Interface sind das, was man am meisten mitbekommt.
Und das kriegt man ja auch mit KNX hin, nur nicht so einfach und anwenderfreundlich.

Der Normalfall ist doch eher, gerade auch in meiner persönlichen Lage, dass man vorher gar nicht abschätzen kann, wie toll das alles ist und was man alles für Ideen noch haben wird. Natürlich investiert der technikaffine Erwachsene, weil er selbst spielen möchte, selbst optimieren, ausprobieren, verändern möchte. Nicht weil er für jede tiefschürfendere Idee einen Elektriker rufen muss und noch mal draufzahlt.
die ETS brauch im Endeffekt eine Einfache und eine Expertenoberfläche. Eine, in der ich per Drag&Drop,... meine Sachen ohne Probleme einstellen kann und dann eine, die ich jederzeit Dazuschalten kann, wo ich eben tiefergehende Sachen wie Schwellwerte,... einstellen kann.

Mich nervt von Zeit zu Zeit auch, dass ich kein KNX verbaut hab, aber naja ich muss jetzt mit meinem Enocean leben und ich denk da gibts auch genug zu spielen. Vor allem wenn man dann mit homee oder ähnlichem noch Zigbee,... dazumischen kann.

@Detlev69

wie gehts jetzt bei dir weiter? Schon ne Idee? Hast du das Buch schon bestellt?
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Da bin ich bei dir. Trotzdem benötigt man im Normalfall einen Systemintegrator, wenn man nicht gerade ein Technikjunkie ist. Was ist eigentlich aus der ETS Inside geworden?
Das liegt aber einfach daran dass das ganze Thema so komplex ist, dass man eben eine Fachkundige Person braucht um auch vordergründig Geld zu sparen, denn er weiß welche Funktionen wie am einfachsten zu realisieren sind. Wenn beim 0815-User die Wärmepumpe streikt dann holt er auch den Installateur und geht nicht von allein an das Gerät.

Die ETS Inside tut das wofür Sie konzipiert wurde.

Größtes Argument ist die Anzahl der Hersteller, da gebe ich dir auch recht, aber mittlerweile wenden sich viele Hersteller doch auch ein bisschen von KNX ab und kochen ihr eigenes Süppchen (Busch Free@Home, Hager Easy, ... ) Auch wenns auf dem selben Prinzip basiert.
Hier bist du auf dem Holzweg, diese Linien existieren schon immer nebeneinander und wurden jetzt einfach wieder aus der Mottenkiste hervorgeholt, weil plötzlich doch Interesse da ist. Vieles davon nur unter verschiedenen anderen Namen gab es auch schon Ende der 90iger. Nur wurde es dann wieder eingestampft, weil die heute verfügbaren Bedienelemente usw. nicht erreichbar waren und dementsprechend das Interesse gegen Null tendierte.

Jetzt ist es einfach nur der Versuch einen Fuß in den Massenmarkt zu bekommen mit Systemen welche auch der Eli mit zwei linken Händen, ohne besondere Kenntnisse der Materie installieren kann und der Bewohner später selbst anpassen kann.

Tendenziell würde ich behaupten, dass 80% aller Interessenten weniger interessiert was alles möglich ist, sondern wichtiger ist, dass Alexa die Rolladen auf Befehl runterfahren kann und die App gut aussieht.
Ja das ist in der Tat so. Nur ist es aber auch so, dass der Appetit auch in dem Bereich beim Essen kommt und oft ist dann mit proprietären Systemen schnell Ende. Weiterhin kommt noch die Zuverlässigkeit ins Spiel. Viele der Consumergeräte halten eben nur solange wie die gesetzliche Gewährleistung das vorschreibt. Das ist im KNX anders.

Das wird auch zukünftig das Problem mal abgesehen von den Hohen Kosten bleiben und ohne Lösung wirds auch kein KNX auf dem Smart Home Massenmarkt (der ja Wächst ohne Ende) geben.
Nicht wirklich, denn wie ich hier schon oft geschrieben habe. KNX geht auch bunt und einfach. Nachdem es einmal eingerichtet wurde.

Da braucht sich KNX aber auch nicht verstecken
Ins KNX kannst du alles einbinden von dem 0815 Taster für 4,95€ aus dem Baumarkt bis zum 1200€ Designelement.

Bei allen anderen hast du mit Glück eine Auswahl aus 2-3 Designs. Also ich weiß nicht wo sich KNX hier verstecken sollte.

aber bei KNX stört mich eben das Thema Bedienbarkeit/Wirtschaftlichkeit.
Weil du wahrscheinlich nie damit wirklich zu tun hattest und deine Erfahrungen sich nur darauf beschränken was man so darüber lesen kann.

Ich finde auch Projekte wie Homee oder IHaus interessant, die versuchen hier Schnittstellen zwischen den Systemen zu schaffen. (Mal außerhalb der KNX-Welt gesehen)
Ja das ist halt ein Versuch sowas wie KNX nur für den kleinen Mann zu schaffen. So gesehen der Dacia.

Ha-ha, ja, da ist viel Wahres dran. Das Auge isst eben mit und eine tolle Visualisierung und intuitive App zieht als Verkaufsargument extrem stark. Schließlich geht es bei Kaufentscheidungen ja auch um Gefühle und die werden eben durch das angesprochen, was man in der Hand hat, womit man spielt und moderne Apps mit hübschen Interface sind das, was man am meisten mitbekommt.
Ja das ist schon so, aber die modernen Apps sind alle erst entstanden, weil es eben die hübschen Visus für KNX, Crestron, Modbus, 1-Wire und wie die alle heißen mögen vorher schon gab.

Da haben sich es dann die Marketingstrategen angeschaut und etwas ähnliches für Ihr System kreieren lassen.

Und oft ist es auch so, dass die gleichen Apps KNX-Systeme auch bedienen können(über TCP/IP z.B.)

Auf der anderen Seite mag der Mensch Kontrolle und eine gute Visualisierung ist eben den meisten Menschen wichtig. Verbrauchsdaten jederzeit sehen und Freunden zeigen können, Zustand der Geräte (Lüftungsstufe, Temperatur) hübsch visualisiert und so weiter.
Ja auch hier, das gab es zuerst im KNX und dann bei Apple und Co. und im KNX gibt es alles immer noch und wird jeden Tag mehr. Kann dabei auch alles bedienen und nicht nur diese oder jene Endgeräte.

Das sehe ich genauso. Wenn man Massenmarkt für KNX will, zumindest im Neubaubereich, dann muss die Bedienung drastisch intuitiver und moderner werden und mitziehen, zumindest als mögliche Alternative für den Durchschnittsbürger. Niemand will einen Elektriker rufen müssen, weil er Einstellungen ändern möchte. Der Gedanke ist an sich regelrecht absurd. Das ist das Gegenteil von smart.
Für den Massenmarkt wurde eben KNX-Easy und free@Home geschaffen. Bietet mit gewissen Einschränkungen ähnliches Potential wie KNX und man kann jederzeit umsteigen, da die Topologie die selbe ist.

Und ich habe ja schon mehrfach betont, dass niemand ein Elektriker rufen muss um etwas zu ändern auch im KNX nicht. Wenn es denn sinnvoll umgesetzt wurde und an die Möglichkeit durch den Bewohner Änderungen ohne ETS gedacht wurde.

Der Normalfall ist doch eher, gerade auch in meiner persönlichen Lage, dass man vorher gar nicht abschätzen kann, wie toll das alles ist und was man alles für Ideen noch haben wird. Natürlich investiert der technikaffine Erwachsene, weil er selbst spielen möchte, selbst optimieren, ausprobieren, verändern möchte. Nicht weil er für jede tiefschürfendere Idee einen Elektriker rufen muss und noch mal draufzahlt.
Deswegen holt man sich eben Hilfe in Form eines SI. Wenn man das Haus baut dann holt man sich auch einen Bauleiter, welcher die Gewerke koordiniert.

die ETS brauch im Endeffekt eine Einfache und eine Expertenoberfläche. Eine, in der ich per Drag&Drop,... meine Sachen ohne Probleme einstellen kann und dann eine, die ich jederzeit Dazuschalten kann, wo ich eben tiefergehende Sachen wie Schwellwerte,... einstellen kann.
Du hast die ETS ganz gut getroffen. Hast du jemals damit gearbeitet? Es scheint mir, dass du dich darüber beschwerst ohne überhaupt zu wissen wie die Software aufgebaut ist und funktioniert.
 
Zuletzt aktualisiert 26.06.2022
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