Beratung Smarthome Neubau Funk

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Auch hier unser Beispiel. Die Gesamtkosten für das Gewerk Elektrik lagen bei etwa 10% der Bausumme. Aber natürlich kann man es auch auf die Höhe treiben und das 5fache ausgeben. Muss man aber nicht.
Wie bereits einige hier erwähnten, muss man wissen, was einem Smart Home bzw. ein intelligentes Gebäude wert ist. Ich war am Ende froh, einen guten und preiswerten Elektriker gefunden zu haben, der mir zwar kein intelligentes Gebäude, dafür jedoch gute Arbeitet an der konventionellen Elektrik abliefert. Ich werde das Ganze mit einigen Funkmodulen und kabelgebundenen Systemen zu einem Rasperry zusammenführen sowie steuern und bezahle am Ende für die gesamte Elektrik inkl. den Smart Home Komponenten noch nicht mal vier Prozent der Gesamtbausumme. Ich verteufel aber auch keinen, der 10 Prozent ausgibt. Ich kann das durchaus nachvollziehen, weil ich selber aus der Automatisierungsbranche komme, aber da waren mir am Ende Parkett und großformatige Fliesen wichtiger. Und letztendlich muss man es auch der Regierung zu Hause verkaufen können ;-)
 
Mir persönlich zieht es mittlerweile die Zehennägel hoch, wenn ich höre, dass in einem Neubau "Smart Home" mit Funk realisiert wird und gleichzeitig Alexa oder Google Home mit erwähnt wird. Das hat für mich maximal noch mit Bedienungserleichterung zu tun (wobei ich nie kapieren werde, warum man Alexa sagt was zu tun ist, als mal eben schnell auf ne Taste zu drücken).
Ich bin durchaus nicht komplett gegen Funk, aber die ganzen Einschränkungen (Aktor x kann ich nur mit zwave bekommen, Aktor y lässt sich nicht in meine Smart Home Station einbinden, Taster z muss Enocean sein, da man ansonsten Batterien tauschen muss...).

Das wäre mir alles zu fehleranfällig und erinnert mehr an eine Bastelarbeit als an ein gutes Gesamtkonzept. V.a. wenn es wirklich an ein "smartes" Home geht, wird es mit Funk absolut wild. Das ist mit KNX oder anderen Bus-Systemen viel systematischer und organisierter - aber eben auch ein wenig teurer (wobei es hier wirklich auf den Installateur/Integrator ankommt).
Das Problem scheint mir auch zu sein, dass ich als Einfachanwender, der vlt. einfach nur die Vorteile eines solchen KNX-Syetems im angemessenen Rahmen nutzen möchte, dieses offenbar gut funktionierende "KNX" gar nicht "zukaufen" kann, weil ja offenbar 90% der Elektriker/Dienstleister dies nicht wirklich beherrschen (so lese ich es hier zumindest öfter) und dadurch evtl. nur teurer, halbherziger Kram eingebaut würde.
Da ich es inzwischen ohnehin nicht mehr mag, endlose Zeit zu verschwenden mit Einstellungen, Handbüchern, Internetsuche... etc. wg. solchen Dingen (auch FBH + Wärmepumpe) lasse ich eben die Finger davon und lasse mir das einbauen, was der Handwerker versteht und mir verständlich erklärt; also wohl kein KNX etc., da ich mein Zuhause auch ohne spezielles Studium genießen möchte und ohne das Gefühl, irgendeine mittelmässig funktionierende aber teure Variante bekommen zu haben, die von den IT-Fachleuten hier eh nur zerrissen würde. Schade eigentlich; wir suchen nach technischer Innovation, Erleichterung und Komfort aber offenbar hängt man sich vereinzelt einen solchen, nervigen Klotz ans Bein und ich frage mich, was dabei nun optimiert wurde. Was die Technik zu leisten vermag ist mir schon ein Stück weit klar aber es ist eben nicht überschaubar und sicher kalkulierbar einzukaufen für den gewöhnlichen Hausbauer.
 
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wie ich oben schon erwähnt habe ist der Nutzer der größte Störfaktor im Smart Home/Smart Building.

1. unterschiedliches Temperaturempfinden der Bewohner. Meistens benötigt die Frau höhere Wohlfühltemperaturen.
2. um das Thema autom. Beschattung nochmal aufzugreifen: Die Frau mags hell, ich eher schattig. Ein "smartes" Konzept scheidet also damit aus. Sobald die Sonne reinknallt, fahren die Lamellen auf Horizontalposition. Fertig. Übernimmt meine Somfy Steuerung.
3. Beleuchtung über PIR nervt in den Zimmern. Im Flur, WC, Ankleide ok, aber überall anders empfinde ich es als störend weil ich nicht immer Licht brauche bzw. volle Lichtstärke.
4. Dass die PV vorgibt, wann die WaMa angeht ist auch nicht praktikabel, denn ich will nicht dass die Wäsche frisch gewaschen vor sich in der Trommel hergammelt währen ich auf der Arbeit sitze
 
10% der Baukosten sind doch etwas übertrieben.
Brauchen tut man "smart" nicht. Macht es nur bequemer. Wir könnten gar nicht so viele Schalter haben.
Ist hier etwas wie die Diskussion ob eine Fritzbox in der Mitte im Haus ausreicht (alles über Wifi) oder man Lan und mehrere APs benötigt.
Wenn man nur ein-2 Systeme hat und diese nicht verknüpfen möchte von mir aus. Wenn es komplexer wird nimmt man einen Standard wie KNX und verkabelt das im Neubau.
Ob man das "braucht" kann nur Derjenige selbst entscheiden. Was möglich ist entscheidet die eigene Kreativität.
Das Beispiel mit dem Kamin finde ich sehr passend...
Ich weiss nicht wann ich im Haus zuletzt einen Lichtschalter verwendet habe. Wohnen jetzt aber auch erst ein paar Wochen darin.
Licht geht an den richtigen Stellen an und aus, dimmt usw. Sonderszenen werden per Sprache abgerufen.
Selbst meine Frau die sehr technischkritisch ist findet es gut. Man merkt gar nicht was alles im Hintergrund läuft.
Ärger gibt es nur wenn ich oder der Systemintegrator am programmieren sind und etwas nicht oder anders läuft:p das ist aber Systemunabhängig.
 

Mycraft

Moderator
Sorry @Mycraft aber du kannst mir das Smart Home nicht schmackhaft machen ;)
Hatte ich nicht vor. Du hast dich ja schon dagegen entschieden. In dem Fall ist es in der Regel ein Kampf gegen Windmühlen. Aber man kann dennoch darüber Diskutieren und meinungen austauschen.

zum Thema Funk: Wenn ich bei EnOcean an autarke Fensterkontakte/Fenstergriffe, Taster, Sensoren und sogar Ventilstellantriebe denke, erspare ich mir schon eine Menge Verkabelung und Batterien.
Ist einfach nur ein anderer Ansatz macht aber in etwa das Gleiche. Hat aber seine eigenen Tücken und braucht oft dann mehr Technik als im Prinzip notwendig. Der größte Nachteil ist aber Optik und Haptik. Die Lichtschalter haben schon viele Interessenten abgeschreckt.

@Brainstorming
Ja jeder hat seine Prioritäten. Dem Einen kommt nichts außer einer Garage ans Haus dem Anderen reicht ein Carport. Was ich aber manchmal nicht verstehe warum manchmal Leute aus der Automatisierungsbranche auf Funk im Neubau gehen und sich ein Zoo an Protokollen und Geräten ins Haus bauen, welche dann "irgendwie" miteinander oder nebeneinander funktionieren.

Das Problem scheint mir auch zu sein, dass ich als Einfachanwender, der vlt. einfach nur die Vorteile eines solchen KNX-Systems im angemessenen Rahmen nutzen möchte, dieses offenbar gut funktionierende "KNX" gar nicht "zukaufen" kann, weil ja offenbar 90% der Elektriker/Dienstleister dies nicht wirklich beherrschen (so lese ich es hier zumindest öfter) und dadurch evtl. nur teurer, halbherziger Kram eingebaut würde.
Der Großteil der normalen Anwender kann die ganze Bandbreite ja auch gar nicht erfassen. Das können ja teilweise die Leute die täglich damit zu tun haben gar nicht. Es gibt einfach mittlerweile soviel auf dem Markt dass man u.U. gar nicht alles überblicken kann und man hat auch eigentlich keine Zeit dazu. Aus dem Grunde muss man sich zusammensetzen und erstmal über die groben Möglichkeiten den Interessenten erklären. Dann die Wünsche und Bedürfnisse erfragen und dann aufzeigen was darüber hinaus noch möglich ist.

Der teuere halbherzige Kram hat aber immer das ganze Potential. Hier ist es unabhängig davon ob dieser vom Lehrling dem Meister oder dem Gesellen verbaut wurde u.U. mit völlig unterschiedlichem Kenntnisstand der Sachlage und Möglichkeiten. Da alles standardisiert ist kann jeder andere Elektriker mit "mehr Ahnung" bzw. einfach nur mit mehr Fantasie die Geräte genauso in Ihrer Funktion anpassen wie das der Hausherr wünscht und auch die Funktionalität deutlich erweitern. Auch noch 10 oder 20 Jahre später.

Ein IT-Afiiner Hausherr kann das sogar mit Leichtigkeit selbst...und wenn man nicht IT-Affin ist dann gibt es sogar Möglichkeiten die Parameter in einem gewissen Maß anzupassen über die eingebauten Geräte oder Tablets usw. auch komplett ohne Vorkenntnisse. Die Möglichkeiten müssen aber vorher bei der Erstinbetriebnahme freigegeben werden(oder auch irgendwann später im Laufe der Jahre) und man muss nur den Anweisungen der Bedienungsanleitung folgen.

Und KNX ist eben eine sichere Bank, weil es sich ständig weiterentwickelt und hohe Qualitätsstandards hat. Beispiel Smartphone. Vor 30 Jahren als KNX das Licht der Welt erblickte war gar nicht zu denken dass es mal so ein Computer für die Hosentasche für jeden geben würde. Heutzutage ist die Bedienung von KNX über X-beliebige Smartphones de facto gegeben.

Da ich es inzwischen ohnehin nicht mehr mag, endlose Zeit zu verschwenden mit Einstellungen, Handbüchern, Internetsuche... etc. wg. solchen Dingen (auch FBH + Wärmepumpe) lasse ich eben die Finger davon und lasse mir das einbauen, was der Handwerker versteht und mir verständlich erklärt; also wohl kein KNX etc., da ich mein Zuhause auch ohne spezielles Studium genießen möchte und ohne das Gefühl, irgendeine mittelmässig funktionierende aber teure Variante bekommen zu haben,
Ganz falsch interpretiert. Gerade KNX macht eben viele komplizierte Vorgänge verständlich für den Ottonormalverbraucher bzw. rückt diese völlig in den Hitergrund. Man muss sich doch als Hausbewohner nicht mit den Gesetzen der Thermodynamik rumschlagen oder Lüftungsmengen berechnen. Soll das doch die Technik machen. Genau dafür ist KNX gedacht.

Der Hausbewohner stellt sich seine Temperaturen ein an einem Display/Telefon/Tablet und den Rest macht die Technik, welche dann über KNX wie ein Orchester dirigiert wird. Dem Dirigent muss du nur sagen was gespielt werden soll und manchmal weiß er es auch selbst.

Was die Technik zu leisten vermag ist mir schon ein Stück weit klar aber es ist eben nicht überschaubar und sicher kalkulierbar einzukaufen für den gewöhnlichen Hausbauer.
Das lässt sich aber alles klären. Der gewöhnliche Hausbauer hat dafür aber eben keine Zeit er hat nur mal gehört das kostet Tausende von Euro und die hat er nicht. Wer das Abenteuer aber wagt ist am Ende sofern es auch alles mit rechten Dingen zugeht oft mehr als zufrieden und begeistert.

1. unterschiedliches Temperaturempfinden der Bewohner. Meistens benötigt die Frau höhere Wohlfühltemperaturen.
Ja aber geht mit FBH ja eh nicht.

2. um das Thema autom. Beschattung nochmal aufzugreifen: Die Frau mags hell, ich eher schattig. Ein "smartes" Konzept scheidet also damit aus. Sobald die Sonne reinknallt, fahren die Lamellen auf Horizontalposition. Fertig. Übernimmt meine Somfy Steuerung.
Ich sehe nichts smartes. Sondern nur eine einfache Wenn-dann Bedingung egal was kommt. Aber vielleicht verschweigst du ja noch etwas.
3. Beleuchtung über PIR nervt in den Zimmern. Im Flur, WC, Ankleide ok, aber überall anders empfinde ich es als störend weil ich nicht immer Licht brauche bzw. volle Lichtstärke.
Man muss auch nicht auf Teufel komm raus alles automatisieren. Wenn du im Schlafzimmer deinen Schalter haben möchtest, bitte. Aber Flur, WC, Ankleide und die anderen Wirtschaftsräume...plötzlich fällt auf dass das halbe Haus gänzlich ohne Schalter auskommen kann.

Und ja gewisse Szenarien wurden auch schon längst erfunden oder ausgedacht. Sprich je nachdem wieviel Licht benötigt wird soviel wird auch bereitgestellt. Ich meine jetzt nicht Konstantlicht.

4. Dass die PV vorgibt, wann die WaMa angeht ist auch nicht praktikabel, denn ich will nicht dass die Wäsche frisch gewaschen vor sich in der Trommel hergammelt währen ich auf der Arbeit sitze
Ja gut hier scheiden sich auch die Geister. Dem einen so dem anderen so.

Dachte Ich mir schon das da wieder nichts konkretes kommt.
Wie konkret brauchst du es denn? Ein Blockdiagramm habe ich nicht zur Hand. Der Rollladen bleibt eben solange oben bis man wieder drin ist auch wenn die Tür beim rausgehen wieder wegen Getier zu ist. Der Motor bekommt etliche Parameter über den Bus und entscheidet dann auf welche Position er fahren soll. Wird immer noch beschattet fährt er in eine der entsprechenden Positionen. Ist es schon dunkel dann fährt er eben ganz runter. Natürlich mit gewissen Hysteresen und Wartezeiten. Der soll ja nicht ständig nur hin- und herdrehen.
 
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