Beratung Smarthome Neubau Funk

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Wollte auch nochmal kurz meinen "Senf dazugeben".
Warum die meisten Leute (mich eingeschlossen) auf KNX verzichten, liegt meines Erachtens daran, dass es sowieso schon schwer ist, gute Handwerker zu finden. KNX ist - obwohl schon einige Jahre/Jahrzehnte auf dem Markt - im Vergleich zu einer konventionellen Elektrik recht neu. Es gibt einfach viel mehr "normale" Elektriker auf dem Markt als KNX Dienstleister. Und die normalen Elektriker haben zu einem großen Teil einfach keine Ahnung von KNX oder anderen modernen Systemen und lassen die Finger davon. In meinem Fall (vergebe alle Gewerke selber) war ich einfach froh, einen guten Handwerker, welcher bei einem Freund die Elektrik gemacht hat, gefunden zu haben. Am Anfang hatte ich auch noch KNX im Kopf, weil ich selber Lust aufs programmieren/tüfteln hätte. Aber als ich ihm damals mit KNX um die Ecke kam und auslotete, was machbar wäre, hatte er gefühlt drei Fragezeichen auf der Stirn stehen, was auch nicht verwerflich ist. So installieren wir nun doch bei uns eine konventionelle Elektrik und ich versuche ein paar Dinge für meine Verhältnisse "smart" zu machen wie z.B. Rolladen- und Lichtsteuerung. Dafür werde ich Stand jetzt Shellys nutzen und lasse vom Elektriker in jeden Schalter N und PE legen. Klar, diese Funksysteme haben Nachteile. Aber ich hoffe, für meine Zwecke reicht es und letztendlich ist alles auch eine Zeit- und Geldfrage. Bei gefühlt 1000 Gewerken hat man einfach nicht die Zeit, sich mit fremden Themen bis ins Detail zu befassen und es muss auch alles bezahlbar sein. Es mag sein, dass es mit KNX genauso günstig oder sogar günstiger geht. Allerdings sind wir hier wieder beim Thema Zeit, um einen guten und preiswerten KNX Dienstleister zu finden.
 
Ich finde es immer schade, wenn in der Vergangenheit hängen gebliebene "Old School" Elektriker den Kunden die Möglichkeiten verbauen. Aber sowas ist immer noch sehr viel besser, als die massenhaft vorhandenen Elektriker, die anstatt Fragezeichen nur Eurozeichen auf der Stirn haben. Solche Projekte sind dann die, die für den "schlechten Ruf" von KNX sorgen, dass es im Privathaus kaum Mehrwert bringt, eigentlich kaum funktioniert und sehr teuer wäre, weil jemand anderes das Werk des ahnungslosen Elektrikers dann für viel Geld retten muss.

Den Fokus hat jeder anders. Bei mir persönlich steht die Gebäudesteuerung mitsamt IT-Infrastruktur sehr viel weiter oben auf der Liste, als z.B. der Vorgarten. Beides legitim.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt halt immer drauf an, was man haben möchte und ob man jemanden findet, der das Gewünschte zu einem für sich annehmbaren Preis realisiert.

Ich bin bei weitem kein Nerd in Sachen Smart Home, es geht eher in die Richtung partielle "Bedienungserleichterung". Dennoch möchte ich das, was gemacht wird, ordentlich umgesetzt haben. So z.B., dass die Rolladenmotoren sternförmig angefahren werden und ich die Steuerung zentral vom Verteilerkasten aus installieren kann. Die Verlegung in Sternform kostet mich leider je Rollo/Jalousie 55€ mehr, dafür ist es ordentlich umgesetzt und keine Unterputz-Frickellösung. So kann ich mir überlegen, ob ich dann mal die Hutschienen-Eltakos nutze oder gar eine Logo8 ranhäng.
 
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Mycraft

Moderator
Vollkommen richtig. In der heutigen Zeit sollte man auf die starre und unflexible Verkabelung aus Großvaterszeiten verzichten und auf die strukturierte Variante setzen. Dann hat man alle Freiheiten und kann auch in Zukunft wenn sich etwas geändert hat oder man etwas vergessen hat oder gar etwas neues erfunden wurde schnell die Kabel in den Wänden so anpassen wie dies gefordert oder benötigt wird ohne die Wände aufreißen zu müssen.
 
Kannst dir ja auch mal Digitalstrom ansehen. Da brauchts keine extra Leitungen und man kann es jederzeit nachrüsten bzw. erweitern.

Prinzipiell habe ich den Kosten/Nutzenfaktor eines Smarten Systems im standard EFH noch nie verstanden. 90% verbauen eine FBH, da fällt die Heizungssteuerung schon raus. Beschattungslösungen mit Einbindung von Wind-, Regen- und Sonnensensor gibts von vielen Herstellern über Funk. Das gleiche gilt für Licht.
Wenn ich will kann ich darüber sogar eine Konstantlichtregelung realisieren. Aber wer will das schon im EFH?
Ansonsten fällt mir nichts ein was ich im Haus smart machen könnte/wöllte...
 

Mycraft

Moderator
Mit einer Konstantlichregelung reißt man nun aber wirklich niemand vom Hocker und diese ist ja auch in einem EFH nicht wirklich notwendig, sondern eben für Büros vorgesehen.

Hingegen ist Human Centric Lighting (HCL) im EFH doch sehr aktuell und wird immer gefragter.

Einzelne Systeme erledigen ihre Aufgaben in der Regel ganz gut sprich die von dir angesprochene Heizungssteuerung oder Beschattungslösung. Will man diese aber in Einklang bringen und von der Zusammenarbeit profitieren wird es ohne eine gemeinsame Basis schwierig und man landet beim Bügeleisen im Kühlschrank.
 
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