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Wärmepumpe + PV-Anlage mit oder ohne Speicher

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Wir planen einen Neubau, mit Luft-Wärmepumpe. Den Strom dafür aus eigener PV-Anlage. Jetzt stellt sich die Frage, ob ein Speicher sinnvoll ist oder nicht? Das Haus ist 10 m breit und 14,5 m lang. Die Hauptwohnung ist unten. Das Dachgeschoss wird zur Hälfte mit einem 1-Personen-Appartement ausgebaut. Später planen wir ein E-Auto.
Der Installateur hat uns folgendes Angebot gemacht:

Wärmepumpe Novelan 9-HSDV 12
Speicher BYD Battery-Box Premium HVS 5.1 mit FroniusSymo Hybrid 5.0-3-S
15 Module Trina Solar 340 TSM-DE06M.08; ein Teil der Module auf die Ost-Seite, ein Teil auf die West-Seite (Haus steht in Nord-Süd-Richtung)

Ist das alles sinnvoll? Passt es zusammen? Hat jemand Erfahrung mit diesen Marken?
 
Moin,.
Ob die Wärmepumpe passt, hängt vom Heizbedarf des Hauses ab. Soll es die LAD 9 oder LADV 9 sein? Scheint mir jedenfalls sehr großzügig von der Leistung, was nicht immer gut ist für effizienten Betrieb. Die LAD moduliert nicht, da wäre eine Überdimensionierung eine Katastrophe. Die LADV sollte man dann bevorzugen. Allerdings hat sie bei A7/35 noch eine Mindestleistung von 2,74kW. Ich kann mir vorstellen, das eine kleinere ausreicht. Was sagt dann die Heizlastberechnung?
Speicher für PV rechnet sich meist nur bei KfW 40 weil ihr dann auf KfW 40+ kommt und der höhere Tilgungszuschuss dann den Speicher finanziert. So war es jedenfalls noch bis 2019. Es hat sich einiges verändert, da müsstet ihr euch noch mal selber schlau machen.
Wenn es aber ein KfW 40 Haus wird, ist die Wärmepumpe definitiv zu gross! (Oder ihr baut ein Palast)...
 
Dach so viel wie möglich belegen, entweder mit <=9,9 kWp oder >12 kWp voll machen und den Speicher weglassen.

Bei der Wärmepumpe darauf achten dass sie passt und nicht zu groß ausgelegt ist, hier sollte man bei der Planung genau darauf achten.
 
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Heidi, ich habe auch eine vergleichbare Anlage, mit Akku LG ESS 12.8 kwh, wohne seit Sommer 2018 im Haus. Mein Rat: Mach das mit der PV auf Ost + West, da hast Du - wenn der Himmel hell ist- von ganz früh bis spätabends Solarstrom. LWWP wenn möglich nur bei PV- Ertrag laufen lassen. Falls Du `ne fette Förderung für den Akku bekommst- machen, so 10 kwh etwa. Falls keine Förderung und Deine finanziellen Reserven sind lediglich überschaubar: Akku zwar bezüglich Platz und Zählerschrankreserve vorbereiten, aber erst in 5 bis 10 Jahren dann nachrüsten. Warum? Noch sind die Dinger in der Probierphase, ziemlich verlustbehaftet und vor allem sauteuer. So teuren Strom wie den aus dem eigenen Akku (ohne Förderung) bekommst Du deutschlandweit nicht mal im teuersten Grundversorger- Tarif. :) Falls Du demnächst sowieso ein E- Auto kaufst, hast Du ja dann eh schon `nen Riesenakku in der Garage...
 
Ich habe auch immer gegen Akkus gewettert - nun haben wir unsere PV doch mit Akku bestellt. Man muss das genau durchkalkulieren. Vor allem sollte die PV groß genug zum Füllen sein, denn sonst kommt im Winter nichts mehr rein. Was nun mit dem EEG wird, weiß keiner. In Zeiten von Corona ist das nicht prioritär und es wird immer wahrscheinlicher, dass bis zum Fallen des Deckels keine Nachfolgeregelung in Kraft tritt, womit es dann keine gesicherte Vergütung mehr gäbe. Dann bleibt nur Eigenverbrauch (mit Akku).

Der Hinweis zum Nachrüsten ist richtig. Allerdings kann man ausschließlich beim Kauf der Anlage die MwSt auf den Speicher zurückbekommen. Bei einer Nachrüstung nicht.

Ausschlaggebend für uns waren die gefallenen Preise, die Steuererstattung und ein Förderprogramm des Landes. Damit kosten uns die 11,2kWh nur noch effektiv 4300€. Und wir haben (bald) fast 29kWp auf dem Dach. Da kann auch die WP im Winter noch was zapfen.
 
Wir haben auch eine LWWP mit PV und Speicher. Ich habe meine WP mit dem PV Manager gekoppelt, dann klappt es super. 7,5kWp auf dem Dach, BYD HV 7,7 kWh im Keller. Anlage seit Nov 19 in Betrieb. Der Strom aus dem Speicher hält uns jetzt in der Übergangszeit komplett, da ich mein Haus und Warmwasser tagsüber hochheize, läuft meine WP nachts nicht. Achtung bei Förderungen: nicht jede Kombi aus PV+ Speicher bekommt eine Förderung. Nicht jede Kombi kann man steuerlich absetzen! Bei Förderung hat man oft weitere Einschränkungen, zb von 70% wird man auf 50% gedrosselt!
 
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