Planung eines EFH

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Zuletzt aktualisiert 07.02.2023
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B

Bauexperte

Hallo,

Ein Keller kostet knapp 40 TEUR?!
Ja, incl. Kosten Aushub und Wiederverfüllung (sofern der Aushub dazu geeignet ist). Dabei erhältst Du aber "nur" einen Nutzkeller; soll er in Teilen oder ganz als Wohnraum genutzt werden, kommen noch mal zwischen TEUR 8 und TEUR 20 hinzu.

Wie kommst du auf den Preis für das EFH, was hast du da zu Grunde gelegt?
Aufgrund der Ergebnisse bundesweiter Bewertungen von Bauunterlagen, welche ich anbiete und meiner beruflichen Erfahrung ;)

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
B

Bauexperte

Hallo,

Und ich widerspreche Bauexperte nicht gerne ;),
Kannst Du jederzeit ;):D

aber ich denke, dass der Posten der Baunebenkosten in Sachsen-Anhalt vermutlich (ähnlich wie in Sachsen) geringer ausfallen wird. Wir haben all-in deutlich weniger an Baunebenkosten gehabt (ca. 20.000 €, allerdings ohne Gründungsmehrkosten) und ich denke, dass Ihr damit wohl auch schon ziemlich weit kommen würdet.
Wenn "Alles" in normalen Bahnen verläuft, hast Du sicher Recht. Was wenn nicht? Siehe den Nachbarthread mit 2.50 m Bodenaustausch oder evlt. Pfahlgründung? Ich habe gerne gesicherte Finanzierungen! Bei kluger Verhandlung kann der Finanzierungsnehmer immer freie Gelder ohne Kosten für ihn zurückgeben. Was aber, wenn der worste case eintritt und eben diese Möglichkeit in der originären Finanzierung gerade nicht berücksichtig, eine Nachfinanzierung nicht möglich ist? Das ist nicht mein Verständnis von seriöser Bauberatung; weder in meinem Berufsalltag, noch hier auf dem Forum. Lieber großzügig berechnen, als am Ende vor den Trümmern einer Existenz stehen!

Auch Maler- und Bodenlegearbeiten sind (wenn kein Luxus gewünscht ist), mit deutlich unter 20.000 € möglich, bei uns in Summe 10.000 € und das, obwohl Teile des Boden und Teile der Malerarbeiten durch Fachfirmen übernommen wurden)
Auch hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Beginnend bei schlichtem, maschinell aufgebrachtem Putz über einfache Fliesen bishin zu Venezianischem Putz oder teuren Bodenbelägen von V & B (die grauen Glänzenden kosteten vor 2 Jahren noch € 110.00/qm, die matten gar € 120.00/qm).

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
A

alex1304

Mh, ok. Also mit ca. 250 TEUR hatten wir insgesamt für alles auch gerechnet. Ist halt schon nen echt teurer Spaß so nen Eigenheim. Eventuell kommt doch eher der Kauf einer gebrauchten Immobilie in Frage?!

Wenn von einer 100%-Finanzierung die Rede ist, sind dann Haus + Grundstück = 100% oder nur das Haus?

Schwierig, schwierig, schwierig....
 
B

Bauherren2014

Wenn "Alles" in normalen Bahnen verläuft, hast Du sicher Recht. Was wenn nicht? Siehe den Nachbarthread mit 2.50 m Bodenaustausch oder evlt. Pfahlgründung? Ich habe gerne gesicherte Finanzierungen! Bei kluger Verhandlung kann der Finanzierungsnehmer immer freie Gelder ohne Kosten für ihn zurückgeben. Was aber, wenn der worste case eintritt und eben diese Möglichkeit in der originären Finanzierung gerade nicht berücksichtig, eine Nachfinanzierung nicht möglich ist? Das ist nicht mein Verständnis von seriöser Bauberatung; weder in meinem Berufsalltag, noch hier auf dem Forum. Lieber großzügig berechnen, als am Ende vor den Trümmern einer Existenz stehen!
Ich gebe Dir da absolut recht, keine Frage.
Daher, wie eigentlich in jedem Thread zu solch einem Thema angesprochen, immer ein Bodengutachten VOR dem Kauf des Grundstückes machen lassen, soweit möglich - oder eben im Zweifelsfall mit den Mehrkosten leben können.
Es ging mir eigentlich mehr darum, dass die von Dir angesprochenen Baunebenkosten, die ja einen "in etwa Durchschnitt" darstellen in Regionen wie z.B. Sachsen/Sachsen-Anhalt im Allgemeinen doch geringer sind als es im "Durchschnitt" (für ganz Deutschland gesehen) der Fall ist.
Das man immer ein finanzielles Polster für Unvorhergesehenes einrechnen sollte, sollte eigentlich klar sein (das sehe ich unabhängig von den gängigen BNK).

Auch hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Beginnend bei schlichtem, maschinell aufgebrachtem Putz über einfache Fliesen bishin zu Venezianischem Putz oder teuren Bodenbelägen von V & B (die grauen Glänzenden kosteten vor 2 Jahren noch € 110.00/qm, die matten gar € 120.00/qm).
Auch hier gebe ich Dir absolut recht. Daher auch die Formulierung, dass es "möglich" ist, mit deutlich weniger auszukommen. Andererseits kann man sicher auch deutlich mehr dafür ausgeben, wenn man das will.
 
B

Bauherren2014

Eventuell kommt doch eher der Kauf einer gebrauchten Immobilie in Frage?!
Das solltet Ihr durchaus in Eure Überlegungen mit einbeziehen. Für den Preis bekommt man in Eurer Gegend sicher ein schmuckes, gut erhaltenes Häuschen (sofern das der Markt hergibt).

Wenn von einer 100%-Finanzierung die Rede ist, sind dann Haus + Grundstück = 100% oder nur das Haus?
Es wird immer Grundstück (Bodenrichtwert bzw. Grundstückspreis) + Haus (reine Hauskosten, keine Inneneinrichtung o.ä.) genommen - einige Banken ziehen aber noch einen Sicherheitsabschlag ab.
 
Basti2709

Basti2709

Hallo,


Das dürfte sich in etwa in folgendem Rahmen bewegen (zum 1. Januar erhöhen sich die Baupreise):

Grundstück: TEUR 30
EFH, 130 qm nach KfW 70: TEUR 182
Nutzkeller: TEUR 38
Fertiggarage 3 x 6: TEUR 6.5 (incl. elektrischem Sektionaltor und Streifenfundamente)
Baunebenkosten: TEUR 35-40
Malerarbeiten & Bodenbeläge in EL: TEUR 20
Außenanlagen: TEUR 10 (nur das absolut Notwendige)
Rücklagen für Extra´s: TEUR 10

All in geschätzt: TEUR 336.5

Willst Du nach KfW 55 bauen, kommen zus. Kosten für eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, besserer Stein, mehr Dämmung und externer Gutachter hinzu.

Liebe Grüsse, Bauexperte
Finde ich vlt ein wenig hoch bewertet...Bekannte von uns haben sich in ihrem 25.000 Einwohner Städtchen in Südbrandenburg, eine Stadtvilla mit 160 qm + Grundstück 1000 qm + Erdwärmepumpe von Heliotherm (Flächenkollektor) + Doppelfertiggarage + alle Sanitäranlagen von Villeroy Boch + Fußbodenbeläge der qm 60 Euro aufwärts + Außenanlagen + Treppe (ca. 8.000 Euro) + Haustür (2.500 Euro) + Fensterläden alle elektrisch und Zeitprogrammierbar + riesiger Kamin + usw. gebaut....Alles in allem haben sie ca. 260.000 Euro bezahlt...das fand ich schon heftig...ist natürlich ohne Keller...aber selbst dann hätten sie ja noch 40.000 Euro mehr ausgeben können...

Aber lieber zu viel als zu wenig planen und sich freuen, wenn was übrig bleibt. ;-)
 
Zuletzt aktualisiert 07.02.2023
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