Holz oder Stein-auf-Stein? Weberhaus oder Viebrockhaus?

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Es kann viele Gründe geben, weshalb ein Fertghausanbieter günstiger
Für mich hört sich das Ganze so an, als ob du ein Bauträger Kandidat wärst. Der Bauträger stellt ein fertiges Haus hin, du gehst rein, schaust es dir an, sagst gefällt mir und und kaufst es.

Auch mit Fertighaus oder GU wirst du viel, viel Zeit in Projekt stecken müssen. Ein typischer Grundriss ist zwar schnell gefunden, aber passt der auch aufs Grundstück. Das Ganze muss sich entwickeln. Wenn der Grundriss weitgehend steht kommt die Detailplanung. Wie wird die Küche und das Bad. Diese Angaben brauchst du für die Wasseranschlüsse und Abwasser. Welche Heizung und Lüftungskonzept soll es werden? Warm wird die Heizung machen, aber wenn diese effizient laufen solle muss man in der Regel die Zügel selbst in die Hand nehmen und dem Heizi sagen was du möchtest. Elektro ein weiter Punkt. Wohin die Steckdosen, wohin die Lichtauslässe und dann kommt noch das Netzwerk inc. Access Point Positionierung. Dies sind jetzt nur einige Punkte, von noch vielen weiteren Entscheidungen die du treffen musst. Während des Baus solltest du auch mehrmals die Woche auf der Baustelle sein. Ich wolle nur mal aufzeigen, dass ein schlüsselfertiges Haus kein Selbstläufer ist.
sehr schön zusammen gefasst.
Bauen bedeutet immer(!) „Stress“. Bei uns ist es jetzt grade in der Endphase so. Alles muss in einander greifen. So viele Details müssen festgelegt werden. Farben, Gestaltung, leuchten, blablabla...
 
Außerdem gehöre ich zu denjenigen, die sich einen typischen Grundriss ansehen und denken: Ja, das ist prima, das passt. Hier vielleicht noch ein Erker hin, das wars.
Wenn Du tatsächlich der Typ bist, der mit den Worten "packen Sie es mir gleich ein, den Karton brauche ich nicht" aus der Ausstellung kauft, dann brauchst Du nur noch zwei Dinge, damit ein Architekt (und eine Individualplanung) für Dich tatsächlich rausgeschmissenes Geld sind: nämlich ein Grundstück und einen Bebauungsplan, die beide Deine Unkompliziertheit teilen. Aber zu einem neutralen baubegleitenden Sachverständigen rate ich Dir auch dann.
Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass es für mich einen sonderlichen Mehrwert hat, wenn ich mir jetzt erstmal einen Architekten suche.
Siehe vorheriger Absatz: ein Weinberg-/Pfeifenkopfgrundstück und/oder ein sadistischer Bebauungsplan könnten Dich noch umstimmen ;-)
Deshalb nochmal zurück zu meiner Frage: Warum ist Massa einen Ticken günstiger als andere?
Da wüßte ich @hampshires Ausführungen mit nichts zu ergänzen.
Für mich hört sich das Ganze so an, als ob du ein Bauträger Kandidat wärst. Der Bauträger stellt ein fertiges Haus sein Grundstück hin, du gehst rein, schaust es dir an, sagst gefällt mir und und kaufst Haus und Grundstück.
So lief die Geschichte früher meistens, aber heute leider nur noch selten: zunehmend liegt die Fertigstellung (oder gar der erste Spatenstich) beim Kauf noch in der Zukunft.

Fazit: Du bist der Kundentyp für einen GU (wenn Du das Grundstück schon hast) oder für einen Bauträger (wenn Du das Grundstück noch suchst). [Zum Thema GU wenn man das Grundstück noch sucht siehe Forensuche mit dem Begriff "11ant Leerverkauf"]
 
Wir haben mit Architekt geplant und dann an einen regionalen Häuslebauer vergeben, der sich auch um alle Gewerke gekümmert hat. Die perfekt Lösung für uns, weil der Bauantrag etwas knifflig war (und wir hier die Unterstützung des Architekten gebraucht haben um unsere Wünsche umgesetzt zu kriegen), aber mit relativ wenig eigenem Einsatz, weil wir beide beruflich ziemlich eingespannt sind.

Trotzdem konnten wir immer mitschnabeln, haben auch zusammen mit dem Häuslebauer individuelle Lösungen für so manches Problem gefunden, noch gefeilt, Kleinigkeiten geändert etc. Mir war diese Möglichkeit wichtig, denn die eine oder andere Idee kommt beim Bau, wenn man durch die Räume geht, wenn plötzlich ein Problem auftaucht, mit dem man nicht gerechnet hat etc.

Insgesamt würde ich immer einen regionalen Anbieter vorziehen. Auch heute noch, über ein Jahr nach Einzug, haben wir immer noch engen Kontakt zu unserem Häuslebauer, wenn es Schwierigkeiten gibt oder Reklamationen (weil z.B. eine Jalousie nicht mehr funktioniert etc.). Wir haben auch persönlich ein gutes Verhältnis entwickelt und das möchte ich nicht missen.

Bei euch würde ich aber noch einen Schritt zurück gehen: ihr seid euch ja noch nicht mal sicher, wie ihr bauen möchtet: Massiv oder Holzständer.
Das würde ich erstmal für mich entscheiden. Für uns war immer klar: ein Holzhaus! Weil wir die Raumatmosphäre einfach klasse finden. Die Baustelle ohne Mörtel, Bauschutt, Dreck, nur Holzspäne. Auch die Endreinigung ist eigentlich ein Klacks: saugen und mal drüber wischen - fertig. Hier hab ich vor kurzem gelesen, wie jemand stundenlang Betonreste wegputzen mußte. Das Problem hatten wir nie :)
Wir lieben unser Holzhaus und bereuen unsere Entscheidung nicht.
Es gibt auch gute Gründe für Massivbau. Nur bevor ich mich für einen Anbieter entscheide, würde ich mir mal selber klar machen, was ich will, warum, welche Vorteile für mich wichtig sind (wie gesagt: gibt es für beide Bauformen), welche weniger etc.

Und wenn diese Entscheidung gefallen ist, dann guck ich mich mal nach Anbietern um. Wir haben auch durchaus bei überregionalen Anbietern nach gefragt, aber da waren die Wartezeiten eher noch länger als bei den regionalen Zimmerern, die sowas machen. Einen geschulten (!!!!) Massa-Verkäufer würde ich nicht aus dem Bauchgefühl heraus mal mein Haus anvertrauen. Klar erzählt der euch das, was angenehm ist, das hat der gelernt. Das ist sein Job und ihr habt wohl einen gefunden, der das gut kann: sofort ein gutes Bauchgefühl vermitteln. Dafür hat der zig Schulungen besucht - denn wenn ich den Kunden an der Angel habe, dann kann ich auch die kleinen weniger schönen Sachen klären. Hauptsache der Vertrag ist unterschrieben. Diese Verkäufer leben von der Provision und jetzt überleg mal, was für den wichtig ist: das du dein Traumhaus kriegst oder daß er einen Vertrag abschließen kann? Klar, daß der dir alles in den schönsten Farben schildert - das Kleingedruckte kann warten bis nach der Unterschrift und dafür ist dann auch jemand anderes zuständig. Und das gilt nicht nur für Massa, das gilt für alle, die so ihr Geschäft machen. Und das ist ja nicht illegal - nur du mußt es durchschauen. Es heißt auch nicht, daß Massa schlecht Häuser baut und euch über den Tisch ziehen will, nur du mußt dir schon darüber im Klaren sein, wie das läuft. Dann kann man das auch entsprechend beurteilen.

Ich würde mich immer für eine persönliche Planung durch eine Architekten entscheiden - auch wenn man sich den Standard als Vorbild nimmt, jeder hat so seine Eigenheiten, die ein guter Architekt berücksichtigt.

Aber, wie gesagt: eins nach dem anderen. Erstmal entscheiden, ob Holz oder Stein, dann mal so ungefähr die Wünsche und Vorstellungen zu Papier bringen (nicht selber entwerfen, wenn man da kein gutes Händchen hat, aber als "must-have" und "nice-to-have" Listen sammeln) und dann kann man mal anfangen mit Planen, aussuchen etc. Besucht Musterhäuserparks - da kriegt man einen guten Eindruck, was einem gefällt und was nicht; auch gut für's Raumgefühl. Nicht alle (eher weniger) haben ein gutes Raumgefühl und eine gute räumliche Vorstellung. Da helfen so Musterhäuser. Da kann man ganz konkret nachmessen, ob einem das als Breite für ein WoZi reicht, oder man stellt fest: upps, das finde ich beengt - wie groß ist das? Soundsoviel? Olala - so ist das bei uns auch geplant; das will ich also größer etc.

Und auch Massa wird momentan volle Auftragsbücher haben - ein Problem das hier viele haben: einen slot kriegen. Wir hatten Glück, daß ein anderes Paar sich bei der Planung nicht einig wurde und so wurden wir ein halbes Jahr vorgezogen. Ansonsten hätten wir nach Baugenehmigung nicht so flott beginnen können.
Und wenn ich mich erinnere: als wir von einem Anbieter zum nächsten zogen um den für uns richtigen zu finden, konnten uns die meisten erst einen Baustart in einem Jahr zusagen, manche (Baufritz) erst in zwei Jahren. Das wird sich kaum geändert haben.
 
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Deshalb nochmal zurück zu meiner Frage: Warum ist Massa einen Ticken günstiger als andere?
Ist günstiger = schlechter, weil die an Stellen sparen, die ich nicht sehe?
Du kannst nur vergleichen wenn der Umfang gleich ist.
Daher bleibt dir nichts anderes übrig als die Bauleistungsbeschreibung der einzelnen Anbieter zu vergleichen.
Dann wirst du schnell feststellen das ein vermeintlich teures Angebot günstiger sein kann als das „günstigste“ Angebot.
Bei den Bauzeiten kann niemand Wunder vollbringen und bis das Haus steht ist nicht nur Hausbau sondern auch Baugenehmigung und ähnliches.
Der reine Bau dauert z.B vielleicht nur 7 Monate aber der Vorlauf kann auch mal 14 Monate sein.
 
Warum ist Massa einen Ticken günstiger als andere?
Bauseits ist das Zauberwort, da ist die Lieferung "bsp. dannwood" der Krahn, die Zufahrtstrasse, das dixiklo die Sockel Dämmung das Gerüst usw. nicht im Preis.
Selbst das Schnurgerüst must selbst machen und Haftest Natürlich wenn dich Vermessen hast.
Steckdosen sind Mangelware aber ja es reichen 2 pro Zimmer.

Jetzt kommst du und sagst ja aber ich habe doch schlüsselfertig naja Haustür drin und abgeschlossen ist doch schlüsselfertig. Ich war letztens in einem okal Haus als ich die Haustür öffnete war ich verwundert die ist ja dünner als unsere Keller Tür. Aber es ist eine Tür die vermutlich auch einen guten Uwert hat.

Massa geht auch gerne gegen Bauherren vor die negative Kommentare erstellen, das selbst erlebt in ********** Hinweise auf Facebook sind untersagt ********** die Gruppe gibt es mittlerweile nicht mehr.
 
Du bekommst was du bezahlst.
Vielleicht ist die Ausstattung niedriger, vielleicht die Qualität, vielleicht die Gesamtsumme geschönt durch viel Bauseits oder Lücken.

verschenken kann keiner etwas.

mich würde mir überlegen was du willst und den GU mit der größten Schnittmenge nehmen.
 
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