Holz oder Stein-auf-Stein? Weberhaus oder Viebrockhaus?

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Solange vom Themenersteller keine Aussage über Budget und Präferenzen kommt, ist diese Diskussion müßig. Nicht jeder kann es sich leisten bzw will es überhaupt, eine individuelle Schneeflocke zu sein. Wenn der Standardgrundriss, der schon tausend Mal anderswo in Deutschland funktioniert, den täglichen Lebensansprüchen genügt, und darüber hinaus bei einigen Anbietern tatsächlich günstiger ist als die individuelle Planung, was spricht dann gegen ihn?

Und nicht jeder hat den finanziellen Puffer für Einzelvergabe. Ich habe zb in einer Gegend gebaut, wo die Einzelvergabe schnell mal 20% teurer wird als kalkuliert, weil die enorme Auslastung der guten Betriebe die Preise explodieren lässt. Und im Werkvertrag mit dem GU macht der gleiche Handwerker es dann auf einmal für 60% der Kosten, die er bei Direktbeauftragung verlangt. Und beim Auftrag über GU werden Termine eingehalten, die direkten Kunden lässt man gerne mal warten... Der GU schlägt auf den 60% Preis natürlich nochmal 20 bis 30% drauf, aber dann ist man erstens immer noch günstiger als direkt und zweitens hat man einen Festpreis von Anfang an.

Die Prozentzahlen sind übrigens nicht erfunden, ich hab da ein paar reale Datenpunkte bekommen...

In entspannteren Märkten würde ich auch zur Einzelvergabe tendieren.
 
Und nicht jeder hat den finanziellen Puffer für Einzelvergabe. Ich habe zb in einer Gegend gebaut, wo die Einzelvergabe schnell mal 20% teurer wird als kalkuliert, weil die enorme Auslastung der guten Betriebe die Preise explodieren lässt.
Wenn jemand ein Phänomen in der Realität evaluiert, bedeutet das noch lange keinen kausalen Zusammenhang. Daß Einzelvergabe prinzipiell teurer würde, stimmt genau so wenig wie die verbreitete Irrhoffnung, sie sei der Schlüssel zu "günstiger geschossenen Gegenleistungen". Was an Einzelvergabe teurer werden kann, ist nicht die Vergabe selbst - sondern (im Zusammenhang mit "eingesparter" Detailplanung und Bauleitung) das nachträgliche Entgraten der unkoordinierten Schnittstellen. Und was Du evaluiert hast, war eine Addition von Expreßzuschlägen - die ist aber nicht der Einzelvergabe systemimmanent (und wird im übrigen einem Architekten so nicht passieren).
 
Ich hab hier lediglich ein Gegenbeispiel bezüglich der vorherigen Behauptung "Einzelvergabe ist günstiger" gebracht, und zwar auf Basis konkreter Anfragen bei mehreren Handwerkern, die es dann zufällig über meinen GU ausführten. Und nach dem Bau bekam ich Einblick in Preise in den Werkverträgen. Insofern, *ich * fuhr mit GU günstiger und hatte zudem Festpreis. Es gibt vermutlich auch hunderte Beispiele in die andere Richtung. In meiner konkreten Gegend ist Bau mit Einzelvergabe allerdings großes finanzielles Risiko, hab da einige Bekannte...
 
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Wir hatten uns recht schnell auf ein Schwedenhaus festgelegt und mit einem Fertighaus von Eksjöhus und dem hiesigen Bauunternehmen auch sehr zügig "unsere" individuelle Variante geplant. Ein bisschen Input haben wir auch hier in Forum bekommen. Insbesondere die Aufteilung der Räume haben wir anders gemacht, als im Standard und sogar die Dachform wurde geändert. Das Ändern an sich hat keinen Aufpreis gekostet.
Das ganze im Kenntnisgabeverfahren eingereicht, dann ziemlich genau 1 Jahr nach dem Erstkontakt mit der Baufirma eingezogen.
Jetzt fehlt noch der Garten und ein Gartenhaus...
 
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