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Grenzbebauung - hässliche Hausrückwand verstecken

4,80 Stern(e) 4 Votes
Hallo moHouse

kläre genau, ob keine "Anbauverfplichtung" besteht.
So hohe Grenzbebauung ist eher ungewöhnlich. Und es war ein gebäude angebaut. Ist auf dem Bild zu sehen.

Steven
Wir lassen uns jetzt sowieso einen Auszug aus dem Baulastenverzeichnis und nen Grundbuchauszug geben. Laut Eigentümerin ist keine Baulast auf dem Grundstück.
Gegen eine Anbaulast würde auch das eingezeichnete Baufenster im Bebbauungsplan sprechen. Aber man weiß ja nie.

Ich denke eher, dass die Einhaltung der 6m Abstandsfläche als Baulast auf dem freien Grundstück liegt.
 
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Das versehe ich mal mit einem Fragezeichen.
hmm...ok.
Da habe ich mich vielleicht zu viel vom logischen Denken leiten lassen.
Das habe ich selbst als Anfänger schon gemerkt, dass man davon nicht ausgehen darf :D

Wer legt denn das Baufenster im Bebauungsplan fest?
Nach meinem Verständnis müsste das Baufenster bei einer bestehenden Anbaulast auch so als Anbau erkenntlich sein..
 
Es besteht zwar eine Restchance, daß mir der Fachmann widerspricht, aber ich würde sagen: das Baufenster im Bebauungsplan ist keine Garantie, d.h. der Bebauungsplangeber hat vorher nicht alle Grundbuchakten geprüft, sondern trifft mit dem parzellenspezifischen Baufenster (wo vorhanden) nur die Aussage, nach dem Willen des Bebauungsplangebers solle der mögliche Standort von Gebäuden nicht allein durch den Grenzabstand gemäß der jeweiligen LBO eingeschränkt sein, sondern spezifischer festgelegt. Baufenster für einzelne Grundstücke sind ohnehin nicht der Regelfall, man findet sie meist nur dort, wo Baulücken in einem Gebiet mit einem alten Bebauungsplan oder bisher §34 überplant werden (als gedachte Schnüre um Bestandsgebäudeumrisse, und aus den faktischen Baufenstern dann auf die Lückengrundstücke übersetzt). Als anderen Fall kenne ich diesbezüglich nur, wenn gewährleistet werden soll, daß Nachbargebäude durch Baufluchtenversatz mehr "seitliche" Belichtung ermöglichen. Abgesehen von diesen beiden Sonderfällen sehe ich Baufenster in neu aufgelegten Baugebieten typisch parzellenübergreifend. Eine Ableitung einer Negierung von Abstandsflächenübernahmen aus der Baufenstereinzeichnung halte ich daher für zu weit hergeholt.
 
Nach meinem Rechtsverständnis teile ich deine Einschätzung nicht.

Ein Bebauungsplan ist eine amtliche Satzung.
In der Normenhierarchie steht die Satzung recht weit unten, über ihr die Verordnung (BauO Nrw) , darüber das Gesetz (BauGB).
Außerdem gilt: spezielles Recht (Satzung) vor allgemeinem Recht (BauO & BauGB).
Selbst wenn die Satzung der Verordnung widersprechen würde (was sie sehr wahrscheinlich nicht tut), würde dem Willen der Kommune (Planungs- und Genehmigungsinstanz) Rechnung getragen werden, wenn das Haus innerhalb des Baufensters gebaut wird.

In NRW waren Bebauungspläne mit grundstücksspezifischen Baufenstern auch für neu erschlossene Gebiete üblich.
Die Grenzbebauung stand schon bei Erstellung des BPlans. Sie ist sogar eingezeichnet.
Das Baufenster ist zudem über 6 Meter von der Grenzbebauung entfernt.
Ich sehe daher hier kein Problem.
 
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