Elektrik für Smarthome Neubau vorbereiten

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jeti79

Hallo zusammen,

wir planen gerade unseren Neubau, bei dem wir die Elektrik selbst installieren (Elektriker in der Verwandtschaft)

Ich möchte dabei bereits frühzeitig das Thema Smarthome berücksichtigen, auch wenn es noch nicht von Anfang an installiert werden soll. Dazu würde ich mich über Tipps von denjenigen freuen, die sowas bereits gemacht haben.

Bisher geplant ist, die Schalter (zB für Licht, Jalousien usw. ) als Taster auszuführen und mit gesonderten Leitungen über Relais im Schaltschrank zu führen und damit die 230V Leitungen zu schalten.

Außerdem möchte ich Fensterkontakte und Fühler (Temperatur und Luftfeuchtigkeit bzw. Bewegung) in allen Räumen vorsehen und diese später ebenfalls über die 24V Leitungen abfragen zu können.

Mich würde interessieren, was ich sonst noch frühzeitig einbringen sollte, um später für einen Smarthome Einsatz gerüstet zu sein. Ich möchte nach Möglichkeit Funkverbindungen und reine Bus-Systeme vermeiden.

Als Informatiker liebäugle ich mit dem Einsatz eines Raspberry, allerdings scheint mir dieser selbst mit Erweiterungsboarsds mit zu wenigen Anschlüssen ausgestattet zu sein.

Ich freue mich auf Eure Tipps und Anregungen. Gerne auch auf Links zum Einlesen in die Thematik

Mit besten Grüßen aus Westerkappeln,
Jens
 
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Mycraft

Mycraft

Moderator
Ich möchte nach Möglichkeit Funkverbindungen und reine Bus-Systeme vermeiden.
Das schließt sich gegenseitig aus....

Als Informatiker liebäugle ich mit dem Einsatz eines Raspberry, allerdings scheint mir dieser selbst mit Erweiterungsboarsds mit zu wenigen Anschlüssen ausgestattet zu sein.
Möglicher Einsatz als Webserver...als Zentrale für die Haussteuerung eher ungeeignet...bzw. mit viel Bastelei verbunden...

Welches System Ausser Raspberry wird denn favorisiert? "Smarthome" ist kein geschützter Begriff ähnlich wie "Schlüsselfertig" und kann alles bedeuten von einer Mehrfachsteckdose mit Fernbedienung in der Ecke und einem Haus welches selbst mitdenkt und viele Aufgaben erledigt bevor mar selbst daran denkt.

Lies dir zum Anfang das hier durch:

https://www.hausbau-forum.de/threads/smarthome.12732/
 
T

torsan

Hallo Jeti79,

ich habe als Softwareentickler gerade dieses Jahr vor dem selben Problem gestanden. Wie die Verkabelung erstellen, um eine Homeautomation einzubauen bzw. einbauen zu können.

Meine Lösung war dann eine sternförmige Verdrahtung von den Verbrauchern (Steckdosen, Rollandenmotoren) und Sensoren (Taster, 6-fach Taster von G**a, Glasbruch- und Öffnungssensoren) zum Verteilerschrank.
Ok, der Verteilerschrank ist dann schon eine richtige Nummer.

Als Homeautomation habe ich Homematic Wired eingesetzt. Die zentrale Steuerungssoftware läuft auf einem BananaPi, da enorm schneller als die originale Zielhardware - Installation ohne Probleme.

Einige Lichtschalter / Lichtdimmer habe ich mit Eltakos umgesetzt, da ich nicht das Risiko eines Totalausfalls eingehen wollte, falls mit der Homeautomation mal was nicht stimmt. Bisher klappt aber alles bestens.

Wichtig ist wirklich, dass Du Dir im Vorfeld im Klaren bist was Du wie erreichen willst!
Viel Überlegen, Lesen, Austauschen, dann wird es was. Vielleicht auch einen Eli suchen, der Erfahrung hat.

Thema "KNX": Schien mir damals zu teuer zu sein, wenn ich aber nun sehe wie viel Geld ich versenkt habe, hätte ich wohl KNX verbauen können. :-(

Grüßchen, bjjfan
 
J

jeti79

Danke für Eure Antworten!
Das schließt sich gegenseitig aus....
Das sehe ich eben nicht so: ein Bekannter hat es genau so verdrahtet und mit einer Siemens SPS-Steuerung realisiert. Da ich aber von der SPS-Programmierung keine Ahnung habe, kommt diese Lösung für mich eher weniger in Frage.
Welches System Ausser Raspberry wird denn favorisiert?
Bisher habe ich kein favorisiertes "kommerzielles" System. Ich habe mich in Loxone und Homematic eingelesen, welche meiner Wunschlösung am nächsten kommen. Ich scheue mich aber derzeit noch, ein teures, geschlossenes System zu benutzen. Da macht der Raspberry auf mich einen sehr "weltoffenen" Eindruck.
(Zur Standunktinfo: ich stehe da noch relativ am Anfang meiner Übelegungen)

Meine Lösung war dann eine sternförmige Verdrahtung von den Verbrauchern (Steckdosen, Rollandenmotoren) und Sensoren (Taster, 6-fach Taster von G**a, Glasbruch- und Öffnungssensoren) zum Verteilerschrank.
Die sternförmige Verdrahtung Strebe ich auch an, um flexibel bei der Wahl des Systems zu bleiben (sprich: alle Leitungen erst mal vom Schalter/Melder/Fühler über 24V in den Schaltschrank und dann mit 230V zurück zum Verbraucher/Abnehmer)
Als Homeautomation habe ich Homematic Wired eingesetzt
Musstest Du für die Umsetzung dann die Homematic-Produkte einsetzen? Diese erscheinen mehr sehr teuer, für eine "wired-Lösung". (Ein BuschJaeger Taster kostet ca. 6€, einen Homematic-Taster ohne Funk habe ich bisher nicht gefunden)
Wichtig ist wirklich, dass Du Dir im Vorfeld im Klaren bist was Du wie erreichen willst!
Da arbeite ich gerade dran:

ich stelle mir das Ganze so vor, dass ich vorerst ganz konventionell alles mit Tastern bediene (Licht, Jalousien usw) und später schrittweise auf eine Automationslösung umsteige. Daher die Überlegung, zu den Tastern Patchkabel/isolierten Klingeldraht zu legen und diese über 24V Schaltrelais zu schließen um Arbeitsrelais für die 230V-Versorgung zu nutzen, um einen späteren Umstieg unproblematisch und weitestgehend ohne Funk zu realisieren.

Liege ich damit so weit ab von einer möglichen Realität?
 
T

torsan

Da ich aber von der SPS-Programmierung keine Ahnung habe, kommt diese Lösung für mich eher weniger in Frage.
Von einer SPS würde ich die Finger lassen. Ich habe immer im Hinterkopf, dass ich das Haus eventuell auch mal wieder verkaufe oder in ein paar Jahren Änderungen vornehmen muss.

in Loxone und Homematic eingelesen, welche meiner Wunschlösung am nächsten kommen. Ich scheue mich aber derzeit noch, ein teures, geschlossenes System zu benutzen. Da macht der Raspberry auf mich einen sehr "weltoffenen" Eindruck.
Habe auch zwischen Loxone und HM geschwankt. Rasperry kam für mich nicht in Frage. Das Teil ist nicht wirklich gut verarbeitet und wenig "trustful".
Schau Dir wirklich mal KNX an. Die Kosten dürften nicht wirklich unterschiedlich sein am Ende und Du hast DEN Standard für HomeAutomation.

Die sternförmige Verdrahtung strebe ich auch an, um flexibel bei der Wahl des Systems zu bleiben (sprich: alle Leitungen erst mal vom Schalter/Melder/Fühler über 24V in den Schaltschrank und dann mit 230V zurück zum Verbraucher/Abnehmer)
Gute Entscheidung.
Leg gleich noch in jeden Schalter KNX-Buskabel. Habe ich versäumt und bereue es. :-/ Hätte nun, nachdem alles funktioniert, gerne die Lichttaster auch gerne direkt mit 24V angeschlossen.

Musstest Du für die Umsetzung dann die Homematic-Produkte einsetzen? Diese erscheinen mehr sehr teuer, für eine "wired-Lösung". (Ein BuschJaeger Taster kostet ca. 6€, einen Homematic-Taster ohne Funk habe ich bisher nicht gefunden)
Musste ich nicht. Aber ich hatte die Auswahl zwischen Loxone, HM und KNX. HM kam mit für meine Anwendung am sinnvollsten vor.

Zur manuellen Steuerung der Rollläden, Lichter, Steckdosen habe ich von G**A einen SPS-Taster verbaut. In jedem Raum habe ich somit einen konventionellen Taster für die Deckenspots und darüber einen 6-fach Taster für das "Klimbim".

ich stelle mir das Ganze so vor, dass ich vorerst ganz konventionell alles mit Tastern bediene (Licht, Jalousien usw) und später schrittweise auf eine Automationslösung umsteige. Daher die Überlegung, zu den Tastern Patchkabel/isolierten Klingeldraht zu legen und diese über 24V Schaltrelais zu schließen um Arbeitsrelais für die 230V-Versorgung zu nutzen, um einen späteren Umstieg unproblematisch und weitestgehend ohne Funk zu realisieren.

Liege ich damit so weit ab von einer möglichen Realität?
Nö. Kann man bestimmt so machen.

Bedenke nur, dass Deine Zwischenlösung auch schon Aufwand bedeutet. Größerer E-Schrank, Anordnung der Hardware, Verdrahtung. Das wird schnell unübersichtlich und am Ende hast Du vielleicht gar keine Lust mehr Änderungen vorzunehmen, da Du kaum noch den Überblick hast.

Grüßchen, torsan
 
J

jeti79

Gute Entscheidung.
Leg gleich noch in jeden Schalter KNX-Buskabel. Habe ich versäumt und bereue es. :-/ Hätte nun, nachdem alles funktioniert, gerne die Lichttaster auch gerne direkt mit 24V angeschlossen
Da hakt es grad bei mir: Ich bräuchte also zusätzlich zum Schließen des 24V-Kreises also noch weitere Adern, um evtl. auf KNX setzen können? Wie viele sollte man da "pro Schalterpunkt" einplanen?

Bedenke nur, dass Deine Zwischenlösung auch schon Aufwand bedeutet. Größerer E-Schrank, Anordnung der Hardware, Verdrahtung. Das wird schnell unübersichtlich und am Ende hast Du vielleicht gar keine Lust mehr Änderungen vorzunehmen, da Du kaum noch den Überblick hast.
Da ist von auszugehen - schlimmer wäre für mich aber, wenn ich es umsetzen wollte, aber mir die Gelegenheit verbaut hätte, nur weil ich beim Neubau 500€ für extra Kabel gespart habe...

Beste Grüße,
Jens
 
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Zuletzt aktualisiert 27.05.2024
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