Dämmung von Gartenhaus/Schuppen

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L

Lasse19

Hallo zusammen,

die Suche habe ich schon versucht, aber bin nicht so richtig fündig geworden. Daher bitte ich einmal um Hilfe für meine Fragen.

Ich möchte unser neues "Gartenhaus" (1 Werkstattraum mit 2 Fenstern 6qm, 1 Abstellraum 4qm, jeweils eigene Tür) dämmen. Das Haus besteht aus Punktfundamenten mit 10x10cm Pfosten, 3 umlaufenden Querlatten und einer überschobenen Schalung aus Lärchenholz. Der Boden ist gepflastert.

1.) Für den Boden wurde mir eine Unterkonstruktion aus KDI-Holz auf Gummi-Pads empfohlen. Direkt auf die Pflasterung XPS-Platten, nicht ganz so hoch wie die Unterkonstruktion (Luftzirkulation). Auf die Unterkonstruktion sollen OSB-Platten als Fußboden.

2.) Wände und die Decke müssen aus Platzgründen in jedem Fall von innen gedämmt werden. Bei der "normalen" Dämmung mit Dämmwolle sollte man wohl auf eine Dampfbremse zurückgreifen. Da aber diverse Halter/Haken etc. an die Wände geschraubt werden sollen, habe ich die Befürchtung, die Dampfbremse dann zu beschädigen. Daher würde ich die Dämmung hier auch mit XPS vornehmen wollen. Diese würde ich analog zum Boden direkt an die Schalung kleben. Auf die vorhandenen Querlatten / Pfosten würde ich dann ebenfalls OSB-Platten schrauben.

Dazu habe ich nun folgende Fragen:

zu 1.) Muss noch eine weitere "Folie" o.ä. unter die Unterkonstruktion bzw. die XPS-Platten?

zu 2.) Meine größte Befürchtung ist Schimmelbildung. Wenn es nicht so mollig warm wird, wäre das nicht schlimm. Spricht etwas gegen die geplante Wand-und Deckendämmung mit XPS? Wie viel Abstand sollte zu den OSB-Platten verbleiben? Muss auch noch eine "Hinterlüftung" erfolgen oder können die XPS-Platten direkt an die Schalung?

Vielen Dank!

Lasse
 
A

apokolok

Würde sagen du kannst die XPS-Platten direkt auf die Schalung kleben und dann OSB davor machen.
Woher soll denn in ner Werkstatt / Lagerraum Feuchtigkeit kommen?
Durch die Verschalung bläst es immer noch genug von Außen.
Wozu machst du das ganze überhaupt? Stundenlange Bastelsessions im Winter?
Mir wird beim werkeln eigentlich immer von selber ziemlich warm, ansonsten sollte mit einem Heizlüfter auch eine ungedämmte Hütte warm genug werden.
 
L

Lasse19

Vielen Dank für deine Antwort. Mir wird auch immer warm genug. Es geht nur um die gelagerten Sachen, also Elektrowerkzeuge und Lacke zum Beispiel. Frost wäre da ziemlicher Mist.

Und komischerweise ist eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit (~ 85 %!) in den Räumen. Woher frage ich mich auch, kann mir nur erklären, dass es vom Boden kommt. Jedenfalls war die Pappe bei ein paar Kartons (standen nicht auf dem Boden) nach 2-3 Wochen schon richtig klamm.

Also kurz gesagt: Weniger Luftfeuchtigkeit und kein Frost.
 
Dr Hix

Dr Hix

1) Wieso willst du die Hütte dämmen? Dämmung erwärmt die Hütte nicht, sie verzögert nur das Abfließen eingebrachter Wärme nach Außen. Solange du also keine Heizung installierst, oder dich 12h am Stück dort einschließen möchtest (Körperwärme), wirds durch die Dämmung allein nicht wärmer.

2) Um eine nennenswerte Dämmwirkung zu erreichen, müsstest du die Hütte erst mal winddicht bekommen.

3) Zwischen OSB und Dämmung anschließend einen Lüftungsspalt zu belassen, macht die Dämmung wirkungslos. Die Wärme wird direkt durch die Außenluft abgeführt, bevor sie überhaupt von der Dämmung daran gehindert werden kann (siehe 2).

4) Die Notwendigkeit eine Dampfbremse zu verbauen, sehe ich nicht, da keine nennenswerte Feuchte eingetragen werden dürfte (siehe @apokolok )


Ich würde mir den Aufwand sparen und einfach nur einen Heizstrahler reinstellen, den du bei Bedarf anschmeisst. Für das beim Dämmen eingesparte Geld wirst du die höheren Heizkosten vermutlich bis zum Lebensende der Hütte finanzieren können
 
A

apokolok

Ja ein temperaturgeregelter Heizlüfter sollte den Zweck sehr effektiv und effizient erfüllen.
Es ist auch nicht oft so kalt, dass es in einem geschlossenen Schuppen überhaupt friert.
Ich denke @Dr Hix hat recht, dass ohne jegliche Wärmequelle die Isolierung praktisch nutzlos ist.
 
L

Lasse19

Oh, dann ist ja super, dass ich das Ganze noch mal hinterfragt habe... Bin auch nicht besonders scharf auf die Arbeit. Aber die hohe Luftfeuchtigkeit (s.o.) hat mich vor allem unruhig gemacht.

Was kann ich denn noch gegen die Feuchtigkeit tun? Vielleicht nur den Boden mit "meiner" XPS-Konstruktion? Ich weiß nicht, woher die Feuchtigkeit sonst kommen sollte. Oder vielleicht noch Abluftgitter kurz unter der Deckenhöhe? Mit der Dämmung, dachte ich, wird auch die Feuchtigkeit geringer. Danke.
 
Zuletzt aktualisiert 19.07.2024
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