KNX-Einstieg - Verständnisfragen

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G

Grantlhaua

Ins KNX kannst du alles einbinden von dem 0815 Taster für 4,95€ aus dem Baumarkt bis zum 1200€ Designelement.

Bei allen anderen hast du mit Glück eine Auswahl aus 2-3 Designs. Also ich weiß nicht wo sich KNX hier verstecken sollte.
im Massenmarkt gibts aber auch nicht wirklich so viel Auswahl, nicht umsonst baut sich jeder die Glastaster* II ein.

Weil du wahrscheinlich nie damit wirklich zu tun hattest und deine Erfahrungen sich nur darauf beschränken was man so darüber lesen kann.
Ich hab mir das genannte Buch gekauft und auch alle 1300 Seiten gelesen... Es ist ja auch ein wirklich interessantes Thema. Trotzdem bleibe ich bei der Meinung, dass KNX im aktuellen Zustand nicht über ein Nischenprodukt hinaus kommen wird. Zumindest im Einfamilienhausbau.

Deswegen holt man sich eben Hilfe in Form eines SI. Wenn man das Haus baut dann holt man sich auch einen Bauleiter, welcher die Gewerke koordiniert.
Da liegt glaub ich mein Problem. Ich hab auch keinen Bauleiter und wenn nächste Woche der Estrich drin ist, steht mein Haus trotzdem auf 10 Monate.
Und 90% der SI's wollen sich halt einfach bloß die Taschen voll machen. Zumindest bin ich damals an keinen geraten, der mir ein vernünftiges Angebot hätte machen können. Das war auch einer der Gründe, warum dass ich dann mit KNX abgeschlossen hatte. Mir selbst die ETS für 1000€ zu kaufen und dann noch mal 10.000€ im Haus an Mehrkosten zu versenken wars mir dann nicht wert.
 
rick2018

rick2018

Du kannst jeden Schalter per Busankoppler einbinden.
Die Glastaster II sind so beliebt weil sie für das was sie bieten günstig sind und vom Design auch nicht schlecht sind.
Optionen gibt es ausreichend und bei "smart" hast du eh viel weniger Schalter.
KNX erfordert einen hohen Planungsaufwand wenn es "smart" werden soll. Damit sind schon mal 95% der Bauherren raus da diese nicht ausreichend bewandert sind oder keinen guten SI finden.
Wenn es nur um einfache Dinge ohne Visualisierung und ohne viel Logik geht kann KNX günstiger sein (z.B. Beschattung).
Man darf halt nicht konventionelle Elektrik mit Ein/Aus mit Vollausstattung KNX "smart" vergleichen.
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
im Massenmarkt gibts aber auch nicht wirklich so viel Auswahl, nicht umsonst baut sich jeder die Glastaster II ein.
Doch im Massenmarkt gibt es genau die gleiche Auswahl. Die Glastaster II werden eben gern genommen, weil man hier einen guten Kompromiss gefunden hat. Hier ist es nicht der Dacia sondern der VW. Es steht jedem frei konventionelle Taster auch im KNX zu verbauen, wenn das Geld dann doch so knapp ist. Nur macht es eben wenig Sinn.

Btw. ich habe noch nie die Glastaster II verbaut, weil:

a) Design
b) Haptik

imho nicht zufridenstellend sind. Dann doch lieber z.B. Jung NABS.

Trotzdem bleibe ich bei der Meinung, dass KNX im aktuellen Zustand nicht über ein Nischenprodukt hinaus kommen wird. Zumindest im Einfamilienhausbau.
Dieser Satz ist so alt wie KNX selbst. Meinungen sind eben Meinungen. In der Realität wird der KNX-Markt jeden Tag größer. Was man von den vielen vielen proprietären Systemn nicht behaupten kann. Viele sind entweder schon wieder weg vom Fenster oder nachdem der anfängliche Hype vorüber ist jetzt mit den Problemen zu kämpfen haben an die man im KNX gar keine Gedanken verschwendet. Hier funktioniert es einfach auf Anhieb.

Da liegt glaub ich mein Problem. Ich hab auch keinen Bauleiter und wenn nächste Woche der Estrich drin ist, steht mein Haus trotzdem auf 10 Monate.
Und 90% der SI's wollen sich halt einfach bloß die Taschen voll machen. Zumindest bin ich damals an keinen geraten, der mir ein vernünftiges Angebot hätte machen können. Das war auch einer der Gründe, warum dass ich dann mit KNX abgeschlossen hatte. Mir selbst die ETS für 1000€ zu kaufen und dann noch mal 10.000€ im Haus an Mehrkosten zu versenken wars mir dann nicht wert.
Ja wir haben es verstanden. Alle wollen nur dein Geld. Jeder entscheidet aber eben für sich ob und wie viel man in den Komfort investiert.

Es ist überall im Leben so. Man lese nur die Threads wo geprellte Bauherren Ihr Geld den Firmen überlassen und danach aber Bruchbuden bekommen.

Aber in Wirklichkeit ist es so, dass man eben einen guten Partner in dieser Sache braucht und dieses Know-how, welches er mitbringt kostet auch Geld. Denn man kann sich die ganzen Fertigkeiten und das Wissen welches nötig ist um ein vernünftiges automatisiertes Haus hinzustellen während eines Hausbaus wo man eben noch tausend andere Dinge zu entscheiden und zu planen hat. Die SI's und Elis brauchen Jahren dafür. Deswegen bin ich eigentlich immer verdutzt wenn Bauherren meinen das wäre alles in Nullkommanix fertig, kostet nur ein Apfel und ein Ei. Hält dann ein Leben lang und man muss sich nur ein paar Sachen mit dem Tablet zusammenklicken.

Alleine schon mit der Auswahl der passenden Geräte sind mehrere hundert wenn nicht tausende Euros zu sparen. Aber jemand der sich nicht auskennt wird einfach irgendwas kaufen(das passt schon) Der SI weiss dann aber genau welches Gerät was kann und warum dieses oder jenes Besser ist für diese oder jene Aufgabe.

Wenn man sich ein Auto kauft geht man auch zum Händler und kauft ein fertiges und fängt nicht an sich erst mal in die Funktionsweise eines Getriebes einzulesen oder die Geometrie eines Fahrwerks zu studieren. (Ja ich weiß auch hier gibt es Ausnahmen).

Genauso eben im KNX. Das Gewerk Elektrik ist komplex und umfangreich, wenn es denn mehr werden soll als:

klatz auf den Schalter -> Licht an oder
druck auf den Taster -> Rolladen runter.

Aus diesem Grund braucht man eben jemanden der sich auskennt und den gibt es nicht umsonst. Siehe den TE er kannte bis vor kurzem nicht einmal den PM unter dem Bett oder noch etwas aus der Trickkiste: verkehrt angebaute Bewegungsmelder. Das ist aber im KNX alles ein alter Hut und Jeder SI kennt die Kniffe.

Man darf halt nicht konventionelle Elektrik mit Ein/Aus mit Vollausstattung KNX "smart" vergleichen.
Wahre Worte. Nur leider kommt diese Erkenntnis den wenigstens und oft auch zu spät.

Man könnte noch hinzufügen, dass auch die Herstellerversprechen von propritären Produkten schlicht falsch sind und man nie das erreichen kann was man mit Leichtigkeit mit KNX schafft. Es wird im Smarthomebereich ausserhalb von KNX immer Einschränkungen und Insellösungen geben, weil man einfach nicht mit dem oder dem anderen Hersteller nicht (oder nicht mehr) "spielen" möchte. Warum sollte man sich also selbst in eigene Fleisch schneiden und auf etwas beschränken, wenn einem die ganze Welt offen steht.
 
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G

Grantlhaua

Aber in Wirklichkeit ist es so, dass man eben einen guten Partner in dieser Sache braucht und dieses Know-how, welches er mitbringt kostet auch Geld.
Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Du findest heute einfach sehr selten gute Partner. Das Fängt beim Architekten an und hört eben beim SI auf.

Ja wir haben es verstanden. Alle wollen nur dein Geld. Jeder entscheidet aber eben für sich ob und wie viel man in den Komfort investiert.
siehe oben, 90% der Anbieter haben beim Wort KNX schon die Dollarzeichen in den Augen.
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Du findest heute einfach sehr selten gute Partner. Das Fängt beim Architekten an und hört eben beim SI auf.
Und nu? Alle auf den Bau und selber Hand anlegen? Die Guten sind immer noch da, die sind nicht aus der Welt. Aber die haben dann Wartelisten und hohe Preise, ja das ist eben Marktwirtschaft. So funktioniert das.

siehe oben, 90% der Anbieter haben beim Wort KNX schon die Dollarzeichen in den Augen.
Auch hier und nu? Hast du mal versucht in letzter Zeit eine Firma zu engagieren ein Badezimmer zu renovieren? Da bist du auch gleich ein Arm und ein Bein los. Auch hier Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage.

Eine Strukturierte Verkabelung samt mehr oder weniger intelligenter Steuerung ist einfach nicht mal so schnell und nebenbei dahingerotzt wie eine 0815-Elektrik mit zentraler Brennstelle in der Mitte und ein Paar Steckdosen in den Ecken. Wer mehr will der muss mehr zahlen.


Das Bild ist zwar auch aus der Mottenkiste, aber es gilt eigentlich immer noch. Ich sehe eher die Dollarzeichen bei den konventionellen Elektrikern, sobald man diese fragt ob die einem auch was bauen können.

 
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S

Strahleman

Sehr interessante Diskussion in diesem Thread!

Da hier oft eines der Hauptargumente die hohen Kosten sind, frage ich mich, welche Kosten und Alternativen ihr denn den gewünschten Funktionen der KNX-Lösung entgegenstellt. Viele haben ja immer den Gedanken, das Funklösungen günstiger sind. Aber sind die Kostenunterschiede denn so gravierend?

Für eine Funk-Rollladensteuerung von 10 Rollläden müsste man gut 900 Euro investieren (Smart Home Zentrale für EnOcean & Z-Wave + 10x Funkmodule + 5x Doppelwandtaster um einfach zu rechnen). Dem stehen rund 920 Euro (KNX-Stromversorgung, IP-Gateway, 12x Jalousieaktor, 2x MDT Glastaster II) entgegen. Okay, der größere Verteilerkasten kommt noch dazu....

Die Mehrkosten liegen halt v.a. in den Leitungen/Verteilerkasten und der Programmierung/Software. Leider weiß ich nicht, wie hoch die Kosten bei diesem einen Beispiel wären. Ins Unermessliche sollten sie aber nicht gehen (vielleicht hat hier ja sogar jemand eine große Zahl im Kopf, um das Beispiel abzurunden). Pauschal zu sagen, dass KNX zu teuer ist und die Hersteller die Käufer ausnehmen, finde ich daher falsch. Zumindest die blanken Materialkosten liegen nicht so weit auseinander. Und fürstlich bezahlen lassen sich die Hersteller generell - egal ob KNX/Bus- oder Funklösung.
 
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Zuletzt aktualisiert 04.10.2022
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