Hausbau mit 21 Jahren .. zu jung?

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Nur die Diskussion, ob ich mit Anfang 20 lockerer irgendwelche Fehlplanungen akzeptiere, finde ich doof, ehrlich. Auch mit Anfang 20 will/kann man doch versuchen, das Optimum raus zu holen.
Das Optimum mit Anfang 20 ist anders als das Optimum mit 25, 35 oder 50. Ich finde das Wort "Fehlplanung" total deplaziert. Das ist genau die Art Engstirnigkeit die ich meinte. Man versucht verkrampft ein unbekanntes sich änderndes Optimum zu finden. Alles andere ist zwangläufig schlecht? Nein, ist es nicht! Anders ist nicht schlechter und schon garkeine Fehlplanung. Eine Fehlplanung wäre es, würde es beispielsweise garkeine Diele gäbe.

Glaube es oder glaube es nicht, aber es gibt Menschen, die passen sich flexibel an die Gegebenheiten an und sind total glücklich damit.
 
Nur die Diskussion, ob ich mit Anfang 20 lockerer irgendwelche Fehlplanungen akzeptiere, finde ich doof, ehrlich. Auch mit Anfang 20 will/kann man doch versuchen, das Optimum raus zu holen.
Da hast Du recht. Auch in höherem Alter muss man Fehlplanungen und die Konsequenzen aus den eigenen Entscheidungen akzeptieren, denn diese passieren.

Das mit dem Geld sehe ich nicht so eng. Summen sind sehr relativ und manche Menschen haben mit Anfang 20 eben schon ordentlich Kapital und/oder große finanzielle und soziale Sicherheiten im Rücken.

Ich bin mit 25 Jahren erstmal mit hoher Beratungsresistenz und blindem Optimismus pleite gegangen. Das ist mein "Minus-Haus" - bezahlt und nie gebaut. Ein Fehler zum Lernen. Hätte jemand anderes mit 25 besser machen können als ich damals und einen großen langfristigen Erfolg aus der Idee. Es kann funktionieren und dann soll man auch machen. Finanzfehler sind reparabel.
 
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uch in höherem Alter muss man Fehlplanungen und die Konsequenzen aus den eigenen Entscheidungen akzeptieren, denn diese passieren.
Genau. Ich habe aktuell ein wunderbares Beispiel, wie man mit über 50 und einem Haus, das man gerade erst gebaut hat, merkt, daß man doch anders hätte vorgehen können:
wir haben auf einen Grundofen verzichtet, weil wir beide berufstätig sind und früh aus dem Haus gehen und spät abends heim kommen. Eine Heizungslösung, die einen Grundofen mit einbezieht, war uns da zu aufwändig.

Jetzt: Corona!
Wir arbeiten beide im Home Office - hätten wir das gewußt, hätten wir uns ggf. beim Heizkonzept für eine andere Lösung entschieden.
Und das nach nicht mal einem Jahr im neuen Haus!
Das heißt jetzt nicht, daß wir unzufrieden sind (naja - ich wollte ja schon immer einen Ofen, den ich jetzt nicht habe), aber da sieht man mal, daß man noch so gut planen kann und das Leben geht dann eben seinen eigenen Weg.

Und das passiert auch jenseits der 50!
 
Das Optimum mit Anfang 20 ist anders als das Optimum mit 25, 35 oder 50. Ich finde das Wort "Fehlplanung" total deplaziert. Das ist genau die Art Engstirnigkeit die ich meinte. Man versucht verkrampft ein unbekanntes sich änderndes Optimum zu finden. Alles andere ist zwangläufig schlecht? Nein, ist es nicht! Anders ist nicht schlechter und schon garkeine Fehlplanung. Eine Fehlplanung wäre es, würde es beispielsweise garkeine Diele gäbe.

Glaube es oder glaube es nicht, aber es gibt Menschen, die passen sich flexibel an die Gegebenheiten an und sind total glücklich damit.
Genauso so sehe ich das auch.
Es ist sicher unstrittig, dass es Kardinalfehler gibt. Ein solcher Kardinalfehler entsteht aber nicht in der Positionierung des Kühlschranks oder der Auswahl der Heizung. Ich kenne Leute, die haben wohl keine als schlau zu bezeichnende Heizungswahl getroffen sind aber total zufrieden und wollen einfach keinen Ärger damit haben und zahlen einige Euro mehr....na und? Leute überzahlen erkennbar Dinge, weil ihnen das Suchen/Prüfen Stress bereiten würde, der Andere sucht/prüft eben gerne....Beides ist in Ordnung.
Ich erlebe immer wieder, dass man Dinge auf einen Standard einjustieren möchte oder Dinge nur so oder anders Sinn machen.
Ja, mein Kühlschrank steht im Esszimmer und da gefällt er mir, ich finde große Vorteile für ein Haus mit Heizkörpern als mit FBH, ich gebe lieber Geld aus für ein Möbelstück als für eine Garage.....und so weiter. Das bin ICH und Gleichaltrige finden das bekloppt. Daher ist doch eine Altersgruppe nicht zwangsläufig nicht gleich im Empfinden.
"Der liebe Gott hat einen großen Zoo" und wir sind alle so verschieden zum Glück. Der Ältere ist "cooler" als der Jungspund und umgekehrt, die Frau kann besser mauern als der eingebildete Mann etc., dafür singt er besser.
Ich kann @Tassimat nur komplett beipflichten und verstehe nie die zwanghafte Kategorisierung oder Pauschalisierung von Menschen wg. ihres Alters, Berufes oder sonstwas.
Ich laufe oft durch Neubaugebiete oder bin in Neubauten und schüttle den Kopf, wobei der Eigentümer vor Glück strahlt. Wo sind denn diese 101% ausgefeilten Häuser mit den überoptimierten Grundrissen ?
Die Frage ist doch eher, warum kann ich nicht zufrieden sein oder warum sollte mir das Gleiche gefallen wie dem Anderen?
Wenn TE damit zufrieden ist liegt er hier wohl mit an der Spitze in Sachen Lebensqualität und grinst über so manchen Kommentar, denn er fühlt sich rundrum wohl. An alles Andere denkt er später, wenn es dran ist, und passt es eben an nach Bedarf.
Wir bauen bald unser endlos durchoprimiertes Haus und ich frage mich ständig, was ich nicht vorab optimieren könnte.
Vor 30 Jahren habe ich blindlings losgebaut habe viel Geld ausgegeben für alle möglichen Dinge aber die eine Hälfte des Hauses hatte einen nur mäßigen Grundriss, den anderen Teil des Hauses fand ich dagegen immer supertoll.
Am Ende habe ich dort immer sehr gerne gelebt; ich bin mir nicht sicher, ob das im neuen Haus auch so sein wird......so hoffe ich .....und optimiere.....lese....zweifle-..--optimiere wieder.....
 
Hier wird eine extrem große Diskussion breit getreten die so gar nicht gewollt ist denke ich...

Der TE wollte doch unsere Hilfe.. Verbesserungen/Meinungen etc. Finde es dann ganz gut, wenn man ihm "die Augen öffnet" und sagt: Hey, schau mal, du willst Kinder, aus diesem Grund der Tipp: mach dies und dies oben im Kinderzimmer oder hey: da kommen noch die und die Dinge auf dich zu, wodurch du dort und da mehr Platz brauchst. Es ist eher in gut gemeinter Rat als zu sagen: Keiner darf Fehler machen.

In dem Alter schaut man nicht in die Zukunft, das ist das "Problem", dadurch wird der TE sich aber eventuell in ein paar Jahren grün und blau ärgern, dass er keine Garderobe hat und niemals hierfür Platz hat! Das kann doch sein, oder nicht? Darauf weisen wir ihn hin! Ich vermute, dass hier die Leute nur Tipps geben wollen, so dass der TE nicht unglücklich ist in ein paar Jahren. Das ist mit Optimierung und Zukunftsgedanken gemeint. Jeder macht Fehler, das ist klar, es geht darum, welcher Fehler vermieden werden kann, den der TE erst erkennt, wenn er sich die Tipps hier abgeholt hat, der er das aktuell nicht sieht, jedoch eventuell versteht wenn er sich damit befasst!
 
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