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Hausbau mit 21 Jahren .. zu jung?

4,30 Stern(e) 9 Votes
Bei einem so jungen Bauherrn sehr sicher ja. Mit Einundzwanzig müßte man mit dem Klammerbeutel gepudert sein, gleich mit dem zweiten Haus anfangen zu wollen. Da kann man sich mit dem Abzweigen von Optimierungsenergie nur bremsen. Besser das Lernhaus jetzt und es wenn es seinen Zweck erfüllt hat wechseln und weiterziehen, als es zu überschätzen und mit der Energie für dieses Weiterziehen jetzt zu "optimieren" (was mit der wenigen Erfahrung der jungen Jahre ohnehin töricht wäre). Schau´ Dir z.B. Yvonne oder Karsten oder @hampshire an - alle im zweiten Haus (letzerer sogar mit Auslandserfahrung) oder gar @nordanney als chronischer Wiederholungshausbauer: gewonnene Reife ist ein nicht-physischer, aber dennoch bedeutend hilfreicher Baustein, und die Immobilienleiter verstanden zu haben, "schadet nicht". Dieser typisch deutsche Tick, ein Haus "für die Ewigkeit" mit erbmonarchischer Perspektive bis zum letzten Atemzug abzuwohnen, ist ein unglaublich überholter Quatsch.
 
Bei einem so jungen Bauherrn sehr sicher ja. Mit Einundzwanzig müßte man mit dem Klammerbeutel gepudert sein, gleich mit dem zweiten Haus anfangen zu wollen. Da kann man sich mit dem Abzweigen von Optimierungsenergie nur bremsen. Besser das Lernhaus jetzt und es wenn es seinen Zweck erfüllt hat wechseln und weiterziehen, als es zu überschätzen und mit der Energie für dieses Weiterziehen jetzt zu "optimieren" (was mit der wenigen Erfahrung der jungen Jahre ohnehin töricht wäre). Schau´ Dir z.B. Yvonne oder Karsten oder @hampshire an - alle im zweiten Haus (letzerer sogar mit Auslandserfahrung) oder gar @nordanney als chronischer Wiederholungshausbauer: gewonnene Reife ist ein nicht-physischer, aber dennoch bedeutend hilfreicher Baustein, und die Immobilienleiter verstanden zu haben, "schadet nicht". Dieser typisch deutsche Tick, ein Haus "für die Ewigkeit" mit erbmonarchischer Perspektive bis zum letzten Atemzug abzuwohnen, ist ein unglaublich überholter Quatsch.
puuuuh das halte ich für eine sehr sehr gewagte Aussage. Man soll ja nie nie sagen, aber ich behaupte, dass wir in unserem Haus, was aktuell noch in Planung ist, bis zum Greisenalter leben werden.

Du magst Recht haben, vieles ist kurzweiliger im Leben, auch die Wünsche/Vorstellungen in den Bereichen Familie/Job hat sich wahnsinning geändert. Heute hier, morgen da. Aber unterscheide: Das trifft nicht auf jeden zu. Wir haben unser Haus nahezu perfekt geplant und sehr sehr viel Zeit investiert. Es wird definitv nicht perfekt werden, das ist klar, aber wir müssen mit dem, was wir geleistet haben klar kommen. Wenn man Zeit investiert schafft man es zumindest nahezu sein Traumhaus zu bauen, mit dem man definitiv klar kommen kann.

Wieso sollte ich einfach mal drauf los bauen und sagen: Ach, ich les mich gar nicht richtig ein, schau gar nicht was andere machen, will gar nicht großartig aus Fehlern anderer lernen sondern mach erstmal meine eigenen Fehler bei einem Projekt, welches mich wirklich ALLES WAS ICH HABE kostet. Das ehrlich gesagt, halte ich für totalen Humbuk.

Man baut vielleicht irgendwann nochmal? Ja? Okay... Dann sag mir bitte wie hoch die Chance ist, dass ich im selben Ort bauen kann, bzw. in einem nahestehenden Ort bei der aktuellen Chance einen Bauplatz zu bekommen (was sich in der Zukunft nicht ändern wird)? Vielleicht verbinde ich mit dem Ort etwas (Familie, Angehörige, Freunde, Vereine, Arbeitsplatz) was man nicht so einfach mal wechseln kann. Wer sagt mir, dass ich überhaupt die Chance habe in der Zukunft nochmals zu bauen? Ich baue doch nicht "provisorisch"? Wenn ich mir ein Eigenheim anschaffe, das nicht dafür gebaut wird um zu vermieten sondern es zu bewohnen, in einem Ort, in dem ich auch gerne leben möchte, dann sag mir wieso ich hier nicht 100% Arbeit investiere, sondern einfach mal sage: Ach, komm schon, wir verschulden uns jetzt 30 Jahre und schauen aber mal was in 8 Jahren passiert.

Ein Haus für die Ewigkeit? Ja!!! Wieso denn nicht? Nicht für jeden, ganz klar, aber dennoch für viele (zumindest für die Leute die hier bei uns auf dem Land leben kann ich sprechen). Da hängt einfach so viel dran, wirklich individuelle Lebenslagen/Beziehungslagen... also da kann man definitiv nicht pauschalisieren und sagen: Baut halt mal, mal schauen wie euch das Ergebnis gefällt.

Ich weiß nicht ob ich hier zu "schwäbisch" denke, aber für mich läuft das nicht mal nebenher.. Ich könnte mich nie mit solch einem mal kurz geplanten Haus anfreunden. Mal schauen was passiert, wo es mich hin verschlägt... Die Kohle ist aber auf jeden Fall mal weg, der Kredit läuft... Da bin ich aber vielleicht auch einfach viel zu bodenständig und sicherheitsbedürftig, was heutzutage nicht mehr die Normalität ist.
 
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Man soll ja nie nie sagen, aber ich behaupte, dass wir in unserem Haus, was aktuell noch in Planung ist, bis zum Greisenalter leben werden.
Ja, und ... fällt Dir ´was auf, wenn Du Dich mit dem TE vergleichst ? - mir ja, und zwar: Du bist jetzt so "alt", wie der TE am Ende der von mir prognostizierten Lernphase sein wird. Und - das hatte ich eben noch anzufügen vergessen: natürlich soll der TE nicht garkeine Optimierungsenergie aufwenden, sondern nur angemessen wenig für eine erste Stufe. Im Pareto-Sinne gesagt, will ich ihn mitnichten dazu anstiften, eine Scheißegal-Haltung einzunehmen und sich mit 80% zu begnügen. Aber ich denke, er sollte die Planungsqualität auf 83% anheben (das geht allein durch die Detailplanung des Wohneßkochbereiches mit geballter Schwarmenergie und on Top noch der beschriebenen simplen Ausbügelung des Erkers), aber darüber hinaus eben nicht sich damit auspowern, mit dem Kopf durch die Wand 100% anzustreben (was m.E. so jung am Schluß nur zu dem Ausspruch führen könnte, Varus möge ihm seine Legionen wiedergeben).
 
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Ja, und ... fällt Dir ´was auf, wenn Du Dich mit dem TE vergleichst ? - mir ja, und zwar: Du bist jetzt so "alt", wie der TE am Ende der von mir prognostizierten Lernphase sein wird. Und - das hatte ich eben noch anzufügen vergessen: natürlich soll der TE nicht garkeine Optimierungsenergie aufwenden, sondern nur angemessen wenig für eine erste Stufe. Im Pareto-Sinne gesagt, will ich ihn mitnichten dazu anstiften, eine Scheißegal-Haltung einzunehmen und sich mit 80% zu begnügen. Aber ich denke, er sollte die Planungsqualität auf 83% anheben (das geht allein durch die Detailplanung des Wohneßkochbereiches mit geballter Schwarmenergie und on Top noch der beschriebenen simplen Ausbügelung des Erkers), aber darüber hinaus eben nicht sich damit auspowern, mit dem Kopf durch die Wand 100% anzustreben (was m.E. so jung am Schluß nur zu dem Ausspruch führen könnte, Varus möge ihm seine Legionen wiedergeben).
Das mag sein, nur ändert das nichts an den von mir aufgeführten Punkten:

- Wohnort (kann ich jemals in der Nähe überhaupt wieder bauen)? Gehe ich das Risiko ein nicht so "toll" zu bauen?
- Alles was dran hängt Familie/Beziehung/Job etc.
- Verschuldungsgrad der, egal ob 20 oder 40, sofort dein Konto belastet. Egal ob du jetzt bis 65 oder 55 abbezahlst

Das ändert alles nichts daran, dass es genau dieses Eigenheim für den Rest seines Lebens sein KÖNNTE. Wieso sollte ich dann nicht genau diese Energie investieren? Ich kann doch nicht vorhersagen wo ich mal landen werde? Ich gehe ja selbstverständlich aus, dass dies der Traum vom Eigenheim ist.

Für mich ist ganz klar: 100%!!! Egal wie alt du bist, egal was du planst oder noch vor hast. Aber wie gesagt, vielleicht denke ich auch zu "schwäbisch" oder bin zu perfektionistisch.

Aber mal ehrlich.. wir reden hier über Pareto und 3% Planungsqualitäterhöung etc.
Um das auch mal in einer sehr umgänglichen Sprache auszudrücken: Alter Schwede, investiere Zeit, das ist dein Eigenheim, deine Kohle, du verschuldest dich ewig, du willst da drin auch lange wohnen, dann mach was draus!!
 
grad' habe ich Pareto gegoogelt.

Im Prinzip kommt mir das treffend vor:
80 % der Ergebnisse werden mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse erfordern mit 80 % des Gesamtaufwandes die quantitativ meiste Arbeit.

Das bedeutet für mich aber keineswegs, dass ich mich nicht um eine 100%-Lösung bemühen sollte.

Sowieso ist niemals irgendwas 100% "am Besten".
Innere Vorgänge sind da ja mindestens so wichtig wie das Materielle ... und das Bemühen um gute Lösungen ist nicht für jeden nur "schwere Arbeit".

Ich liebe es, an Optimierungen zu arbeiten.
Das ist für mich Vergnügen - und "Fehlschläge" können nicht nur ärgern, sondern auch amüsieren.

... und das man mit 21 "Pareto-mäßiger" arbeitet als später, steht eh nirgendwo.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also für viele wäre 21 zu jung zum Bauen. Aber ich habe festgestellt, dass es unglaubliche Bandbreite an 21-jährigen gibt, also kann man das nicht verallgemeinern. Und mir sind schon auch schon einige "jünger" Bauherren begegnet (online)...damit meine ich in den 20igern.

Ich finde das also absolut legitim und ich finde man darf ruhig seine jugendliche Energie dafür verwenden. Lass' dich nicht bremsen, aber denke alles gut durch. Eine Exitstrategie, würde ich aber auf jedenfall aber immer noch mal durchplanen, wenn z. B. ein Einkommen ausfällt.

Und es hilft bestimmt immer noch einen Vater, Opa, Onkel mit dabei zu haben, die vll schon etwas mehr Lebenserfahrung haben.
 
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