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Als Single ein Haus kaufen? Diverse Fragen!

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Hey!

Ich bin nun 28 Jahre alt, wohne in Münster, bin schon längere Zeit Single und überlege mir eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu kaufen. Ich bin seit 3 Jahren Beamtin auf Lebenszeit und verdiene netto momentan ca. 1800€ (Beiträge für die private KV u. ä. sind schon abgezogen). An Eigenkapital habe ich in meinem Leben bisher ca. 36000-40000€ angespart (habe u.a. 1 Bausparvertrag laufen und weiß die aktuelle Summe gerade nicht ganz sicher – deshalb die ungenauen Spardaten. Der Bausparer läuft noch 2-3 Jahre) .
Ich weiss, dass ich mein Leben an meinem jetzigen Wohnort verbringen möchte und ehrlich gesagt habe ich es langsam satt monatlich einen Haufen Geld (630 €!!!) einem Vermieter in den Rachen zu schmeißen. Bisher habe ich mit dem Kauf einer Eigentumswohnung/einem Haus gewartet, weil ich gedacht habe dass ich irgendwann vielleicht mal heiraten und Kinder haben möchte - aber ist das ein Grund meinen "Traum vom Eigenheim" nicht endlich in die Tat umzusetzen? Wer weiss, vielleicht heirate ich ja nie bzw. habe niemals Kinder! Oder ich kriege mal ein Kind, aber lebe mit keinem Mann zusammen – heutzutage ist ja alles möglich *g*
Am liebsten würde ich mir ein kleines, eigenes Häuschen kaufen (3-5 Zimmer), da ich unbedingt einen Garten haben möchte und es leider nur sehr, sehr wenige Angebote von geeigneten Eigentumswohnungen mit Gartenanteil gibt. Außerdem finde ich es ganz schön ein bisschen Distanz zu den Nachbarn zu haben *g* Ich würde sogar ganz gerne ein bisschen aufs Land bzw. in einen Vorort ziehen um es dort etwas ruhiger und grüner zu haben.

Was mich bisher noch abhält mich so richtig auf die Suche zu machen ist die Angst vor so einer enormen finanziellen Belastung! Ich habe einfach Angst, dass mit die Kosten über den Kopf Wachsen könnten und ich irgendwann vor dem Nichts stehe und einen Haufen Schulden habe!
Außerdem habe ich gar keine Ahnung was denn eigentlich so alles für Kosten auf mich zukommen bzw. was ich zu erwarten habe! Wenn ich mir eine Wohnung kaufe – muss ich dann NUR den angegebenen Preis für die Wohnung zahlen oder muss ich noch mit anderen Kosten rechnen? Und wenn ich mir ein Haus kaufe – zu dem eigentlichen Preis für das Haus kommen doch dann sicherlich noch die Kosten für das Grundstück dazu, oder? Und irgendwelche einmaligen, monatl. oder jährlichen Kosten/Steuern (denke da gerade an die „Grunderwerbssteuer“ oder die „Grundsteuer“)? Und wie ist das mit den berühmten "Single-Häusern" - habe zwar schon öfter von denen gehört aber nie eins gesehen. Warum gibt es die denn so selten obwohl es ja bekanntlich immer mehr Singles gibt?

Was meint ihr denn dazu? Und wie würdet ihr meine finanzielle Lage einschätzen bzw. habt ihr einen Tipp wo ich mir mal konkretere Infos holen kann (außer bei einer Bank)?
 
Ich kenne die Preise in und um Münster nicht. Du solltest also mal schauen, was in den Immobilienbörsen so in etwa deinen Wunschvorstellungen entspricht.

An Kaufnebenkosten bei Bestandsimmobilien mußt du in etwa noch mal zwischen 12 und 15% hinzurechnen.
Je nach Alter der Immobilie kommt mehr oder weniger Renovierungsaufwand/Sanierungsaufwand hinzu.
Davon ziehst du dein Eigenkapital abzüglich deines Polsters, und der noch zu zahlenden Kosten für Einrichtung ab.
Für die zu finanzierende Summe solltest du mit mindestens 5% besser 6% Zins und Tilgung rechnen.

Generell mußt du bedenken, dass du bei einer ETW noch ein Hausgeld und bei einem Haus Rücklagen für Reparaturen übrig bleiben muß.
Dazu kommen natürlich noch die Kosten für Strom, Wasser, Abwasser, Heizung, Schornsteinfeger, Grundsteuer, Hausversicherung, etc

Beim Hausbau muß du pro m² Haus mit etwa 1500€ für eine einfaches Haus rechnen. Dazu kommen noch ca. 30-35T€ Baunebenkosten und die Kosten für den Kauf des Grundstücks.

Im Gegenzug solltest du mal aufstellen, was von den 1800€ monatlich noch übrig bleibt.

Mal ganz pauschal eine Aufstellung sofern das bei den Preisen überhaupt möglich sein sollte:
Falls du ca. 200T€ Kredit für ein Haus/ETW mit 100m² aufnehmen solltest:
Zins + Tilgung: mtl. 900€
Nebenkosten mtl. ca 2,5-3€/m²: mtl. 275€
Hausgeld/Reparaturen: mtl. 200€

Dazu dann die Kosten für
Verpflegung/Drogerieartikel
Kleidung
Auto(Benzin/Steuern/Versicherung/Wiederbeschaffung)
Versicherungen
Ausgehen/Kino
Geschenke
GEZ
Mitgliedbeiträge
Rücklagen für Ersatzbeschaffung/Reparaturen von Haushaltsgeräten
Sonstiges

Das wird mit 1800€ netto nie passen.
Ich denke selbst mit einem Kredit > 150T€ ist das allein mit deinem Einkommen nicht stemmbar, es sei denn die Beamtenlaufbahn sieht enorme Gehaltssprünge in den nächsten Jahren vor und du startest mit nur 1% Tilgung und kannst später erhöhen oder sondertilgen.

Meine persönliche Meinung: Sofern du 630€ Warmmiete zahlst, dann bleib in einer Mietwohnung.
Falls das die Kaltmiete ist und jeden Monat noch mindestens 500€ übrig bleiben, dann kannst du über das Thema weiter nachdenken.


Da deine Lebensplanung noch unklar ist, solltest du insbesondere darauf achten, dass das Haus/Wohnung jederzeit vermietbar oder wieder verkaufbar ist.

Mein Ding wäre es zwar nicht, aber vielleicht wäre das Gründen einer WG in deiner eigenen Wohnung/Haus eine Alternative?
 
Zuerst einmal solltest du dir sicher sein, dass due etwas Eigenes willst.
Was passiert denn, wenn du jemanden kennenlernst, der in etwas Entfernung lebt.
Was wenn derjenige vielleicht schon ein Haus besitzt.

Ein Single Haus bauen, wenn man nicht sicher ist auch Single zu bleiben, ist auch kein guter Plan.

Worüber du dir klar sein musst, Eigentum verpflichtet. Und Eine Wohnung kaufen, ist nicht alles. Meistens
kommen dann plötzlich Nebenkosten auf dich zu, die du im Moment nicht hast, die dein
Vermieter auf alle Mieter umlegt.

bei einem Einfamilienhaus, musst du mit Nebenkosten von etwa 300 € jeden Monat rechnen. Da sind dann Grundsteuern,
Versicherungen Müll, Strom Wasser etc dabei. Dann musst du auch Rücklagen bilden, denn irgendwann geht mal was am
Dach kaputt, oder die Heizung gibt den Geist auf, oder die gemeinde baut nen neuen Kanal oder reist die Straße auf
um Kabel zu verlegen. Immer dann wirst du als Eigentümer zur Kasse gebeten.

Ein kleines Häuschen mit 110 qm würde ich so in etwa bei 250 000 inkl. Nebenkosten ansetzen. Da ist dann kein Luxus bei,
und keine großen technischen Spielereien.
Dazu kommt der Grundstückspreis. 400qm sehe ich als Minimum.

1800 netto sind da nicht viel, aber gerade als Single kann sowas funktionieren, da man sich nur selbst einschränken muss,
und nicht die Familie zu Einschränkungen zwingt.
Allerdings ist 28 auch noch kein Alter :D Da hat man noch ne Menge Zeit für solche Projekte ...

Schwierig, da was zu raten. Ich würde mir mal einen unabhängigen Finanzberater suchen, und deinen finanziellen Rahmen
abstecken lassen. Vielleicht kennt er auch Wege, das Bisher vorhandene Geld in die Richtung zu trimmen, dass es in 2-3 Jahren
dann gut hinhaut was eigenes zu bauen.

Mieten ist ja per se nichts schlechtes. Wenn du es so willst, kannst du genauso die 600 € die du jetzt sparst, weil du nicht
in eine eigene Immobilie investierst, jeden Monat für dein Alter sparen. 1200 € wird höchstwahrscheinlich deine monatliche
Belastung mit Haus sein. Und damit das Haus irgendwann nicht 600 000 gekostet haben wird, wenn du es mühsam ab stotterst, sollte
dein Gehalt auch kräftig wachsen, oder eben ein Zweitverdiener dazu kommen.
 
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Naja ausschließen kann das hier keiner... erstens kennt kaum einer die Preise in Münster, und zweitens hängt das auch davon ab, welche Kreditbedingungen du bekommst.

nehmen wir an du bekommst für 150 000 € ne Eigentumswohnung. Dann kannst du die wahrscheinlich finanzieren.
Wissen tu ich das nicht, da musste zum Profi.
Aber was ist eben mit Wiederverkauf, geht das in der Region gut? Hat eine Wohnung in Münster vielleicht sogar potenzial zur Wertsteigerung? Kann man oder will man sie später eventuell vermieten?

Es geht um ne Menge Geld und da muss man sich eben viele Gedanken machen.

Solche Summen bekommt man entweder durch Erbe, einen verdammt guten Job, oder eben wie die meisten als Kredit. und der setzt eben gute Einkommensverhältnisse voraus.
Wenn einer stirbt oder Berufsunfähig wird, hat derjenige hoffentlich vorgesorgt durch entsprechende Versicherungen. Diese Risikolebensversicherungen, und Berufsunfähigkeitsversicherungen sollten meiner Meinung nach fast Pflicht sein. Die kosten einen Batzen Geld im Monat(bei uns knapp 100 € für beide, mit fallenden Beiträgen), und sollte man gesund alt werden, ist das Geld futsch, aber im Worst Case, rettet dir diese Versicherung dein Haus und deinen Lebensunterhalt.

Auch wenn man zu zweit baut, muss das Haus mit einem Gehalt finanzierbar sein.
Die Kosten für Kinder werden auch gerne unterschätzt.

Wenn man sich jetzt fragt, was wir auch tun, wie das andere mit wesentlich weniger Netto machen, dann kann ich es dir sagen. Die Finanzieren am Limit, verzichten auf jeden lusux, und Urlaub und zahlen 40 Jahre das Haus ab. zahlen am Ende für 300 000 € Kredit knapp 800 000 € an die Bank, und müssen dann für die Rente, da diese nicht reicht das Haus verkaufen.

Oder müssen bei ersten großen Malheur das Haus an die Bank abtreten.
Wenn man sieht wie leichtfertig Banken heute 100% Finanzierungen rausgeben, kannste sicher sein, in ein paar Jahren werden viele Häuser am Markt die Preise für Gebrauchtimmobilien drücken.


jedenfalls ist das meine Meinung.
 
Danke für eure Antworten!
Jetzt bin ich aber schon sehr geknickt. Ich habe gehofft, dass zumindest eine Eigentumswohnung drin wäre, aber anscheinend reicht mein Gehalt bzw. Eigenkapital lange nicht dafür aus. Was ich mich aber nu auch frage: wie kommt man denn zu so einem Haufen Kohle um sich eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen? Kann man sich denn sowas wirklich nur als Paar gerade noch so leisten? Was ist denn, wenn einer von beiden früh stirbt oder nicht mehr arbeiten gehen kann??? Oder wenn die Beziehung in die Brüche geht? Oder wenn man 2-3 Kinder hat die auch versorgt werden wollen und Kosten verursachen?
Also eine gute Freundin von mir hat sich auch als Single eine ETW gekauft...die kostete aber auch nur 80.000 (80qm+Gartenstück) und mit ihrem Eigenkapital hat sie renoviert.Für sie passt das super...

Wir haben unsere Hausfinanzierung so geplant, dass mein Mann sie allein tragen könnte, falls ich keinen Job hätte und andersrum für ihn eine Risiko-LV nach Tilgungsplan abgeschlossen, falls ihm was passieren sollte (zusätzlich natürlich noch BU/normale LVs für uns beide/Dienstunfähigkeitsversicherung für meinen Mann -ist auch Beamter etc...)...also alles mögliche über Versicherungen abgesichert. Kinder wollen wir nicht und wenn die Ehe scheitert wird das Haus halt verkauft (aber damit rechnen wir mal ehrlich gesagt erst mal nicht nach 10 Jahren durch dick und dünn gehen:D )
 
Wenn man sich jetzt fragt, was wir auch tun, wie das andere mit wesentlich weniger Netto machen, dann kann ich es dir sagen. Die Finanzieren am Limit, verzichten auf jeden lusux, und Urlaub und zahlen 40 Jahre das Haus ab. zahlen am Ende für 300 000 € Kredit knapp 800 000 € an die Bank, und müssen dann für die Rente, da diese nicht reicht das Haus verkaufen.

Oder müssen bei ersten großen Malheur das Haus an die Bank abtreten.
Wenn man sieht wie leichtfertig Banken heute 100% Finanzierungen rausgeben, kannste sicher sein, in ein paar Jahren werden viele Häuser am Markt die Preise für Gebrauchtimmobilien drücken.


jedenfalls ist das meine Meinung.
Genau das Gleiche habe ich auch schon oft gesagt...Vielleicht ist man ja doof, wenn man jetzt baut oder kauft, denn in 10-15 Jahren gibts sicher viele rel. neue Häuser am Markt, weil die Leute sich heute verkalkulieren, mit Zinsanstieg nicht klar kommen, die Kinder doch mehr kosten als gedacht und Jobs nicht mehr so sicher sind wie noch für Jahrzehnten...

@ Der Da : Wir scheinen gedanklich auf einer Wellenlänge zu liegen :)
 

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