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ᐅ Unbeheizten Dachboden dämmen - Elektroinstallationen


Erstellt am: 29.06.17 18:29

K
Kaspatoo
29.06.17 18:29
Hallo,

wie bauen neu und haben einen Spitzboden, welcher beschränkt begehbar ist.
Geplant ist hier einerseits nur einen Lagerraum zu schaffen, andererseits für Kinder einen Spielbereich einzurichten (es gibt Fenster).

Der Spitzboden ist unbeheizt.
Die Kehlbalken haben eine Dämmung mit PE-Folie (überlege aktuell noch kurzfristig auf eine Klimamembran zu wechseln).
Auf die Kehlbalken werden OSB Platten verlegt.

Ich habe mir anbieten lassen, den Spitzboden an den Dachschrägen auch noch zu dämmen, warte noch auf Angebot.
Ich überlege aber auch dies selbst zu machen.


Nach einiger Recherche glaube ich wäre das Vorgehen wie folgt richtig:
- Zwischensparrendämmung als Minerawolle, mit ca. 4cm Abstand nach außen hin zu den Spannbahnen
- auf die Zwischensparren eine PE-Folie (oder eben auch Klimamembran) anbringen
- hierbei die Dichtigkeit und Befestigungshinweise beachten
- nur Kleben oder wenn Tackern mit extra Dichtbändern darunter wo getackert werden soll
- ca. 10cm überlappen lassen bei zwei Folien
- Übergänge zu Giebel/ Mauerwerk abkleben und ggf. mit dafür speziellem Kleber (optisch ähnlich wie Silikon) abdichten
- Konterlattung anbringen (Konterlatten quer zu den Sparren)
- durch festes Anschrauben wird die Folie fest genug gepresst, sodass sie trotz des Lochs durch die Schraube weiterhin dicht bleibt
- alternativ zusätzliches Abkleben im Schraubbereich zwischen Sparren und Konterlatte
- Elektroinstallation stets nur zwischen den Konterlatten und auch nur die Rigipsplatten durchbrechen, niemals die PE Folie dabei angreifen
- Rigips auf die Konterlatten

Speziell in Bezug auf die Elektroinstallation, ist das sauber, wenn dadurch niemals die PE-Schicht durchdrungen wird?

Bei dem restlichen Vorgehen möchte ich mich noch einmal mit dem Architekten absprechen zur Sicherheit, dass ich nichts falsch mache.

Vielen Dank für eure Infos.
L
Lumpi_LE
29.06.17 18:52
Das klingt recht verwirrend und da passt viel nicht zusammen...
1.Problem: Fenster im unbeheizten Dachboden sind sicher keine Wärmeschutzfenster oder doch?
2. Die Dampfbremse im OG muss nahtlos in den Spitzboden übergehen. Hast du das OG schon gedämmt und verkleidet müsstest du das alles wieder aufreißen.

Weiterhin, warum willst du da 4 cm Abstand lassen? Deine ganze verkleben verschrauben und vertakern Sorgen sind so nicht richtig. Wie wurde oben verputzt? Da entstehen zwangsläufig undichtigkeiten... Usw. Usw.
K
Kaspatoo
29.06.17 19:39
Hallo, danke für deine Antworten.
Auf die Frage zur Elektroinstallation hast du dich leider nicht geäußert.

Dennoch sind deine Einwände natürlich interessant.
Lumpi_LE schrieb:
1.Problem: Fenster im unbeheizten Dachboden sind sicher keine Wärmeschutzfenster oder doch?
doch, ganz normal wie im Rest des Hauses
Lumpi_LE schrieb:
Die Dampfbremse im OG muss nahtlos in den Spitzboden übergehen. Hast du das OG schon gedämmt und verkleidet müsstest du das alles wieder aufreißen.
das macht der Hausbauer, nicht ich
das ganze ich gesondert vom Spitzboden betrachtet, Spitzboden zu dämmen ist ein nachträgliches On Top
warum muss das zwingend nahtlos übergehen? ist die Befürchtung, dass Feuchtigkeit durch die OSB-Schicht/ Dämmschicht unter OSB entweichen kann?
Lumpi_LE schrieb:
warum willst du da 4 cm Abstand lassen?
damit die Dämmung zu den Spannbahnen hin hinterlüftet ist, falls von außen dennoch Wasser(tropfen)/ Feuchtigkeit eindringt
Lumpi_LE schrieb:
Deine ganze verkleben verschrauben und vertakern Sorgen sind so nicht richtig.
Erläuterung? Wenn ich danach recherchiere lese ich überall, dass unter gar keinen Umständen auch nur ein kleines Löchlein in der Dampf-Folie entstehen darf, z.B. weil die sonst wärmere und feuchte Luft aufgrund der Wärme überdruck aufweist und damit durch dieses Loch gepresst wird und sich dann dort das Kondensat bildet.
Wurde mir so sogar von einem Berater ausm Werkstoffmarkt erklärt.
Lumpi_LE schrieb:
Wie wurde oben verputzt?
noch gar nicht, warum ist das relevant?
Lumpi_LE schrieb:
Da entstehen zwangsläufig undichtigkeiten... Usw. Usw.
Erläuterung? Durch Verputzen entstehen Undichtigkeiten? Der Architekt hat mir erklärt, dass gerade durch das Verputzen erst die Luftdichtigkeit des Hauses gewährleistet wird. Was Sinn macht, weil die Ziegel nicht Luftdicht gemauert sind.

Danke für weitere Antworten.
R
readytorumble
29.06.17 19:58
Tackernadeln sind kein Problem, es muss nicht mehr abgedichtet werden.

Was hast du für eine Unterspannbahn im Dach? Wichtig ist immer, dass es von "außen nach innen" immer undurchlässiger wird.

Den 4 cm Abstand kannst du dir dann sparen.

Ansonsten hast du schon ganz gut recherchiert, denke ich.

Ich würde eine Dampfbremse empfehlen, muss gar keine Klimamembrane sein.
K
Kaspatoo
30.06.17 10:54
In fast allen Baubeschreibungen die ich bisher in den Händen hatte, wurde im Dachboden meist von Ausbaureserve gesprochen mit dem mündlichen Hinweis, diesen später noch zu dämmen.
Wenn du recht hast, bin ich also falsch informiert.


Mit "dazwischen" meine ich ja die "OSB-Schicht".
K
Knallkörper
30.06.17 12:25
Der wichtigste Hinweis ist eigentlich, dass du eine Luftdichte Anbindung zwischen den zwei Dampfbremsen brauchst. Dagegen sind Tacker und Nageln das geringste Problem.
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