Vorgehensweise: Altes Haus sanieren + anbauen

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M

Martin-84

Hallo Zusammen,

ich würde gerne Meinungen einholen, wie man bei nachfolgender Situation am besten vorgeht:

Ein Haus mit Grundstück steht zum Verkauf.
Da das Haus in begehrter Lage steht und in unserer Stadt Häuser meist sowieso schnell verkauft werden, ist davon auszugehen, dass dieses Haus auch sehr schnell verkauft sein wird.
Zum Haus: 99 m2 Wohnfläche, Baujahr: 1945, KG, EG, OG, Verkauf von privat.
Da wir mind. 130 m2 möchten, müsste ein Anbau an das bestehende Haus. Das vorhandene Haus muss wahrscheinlich komplett saniert werden. Uns gefällt auch die Aufteilung der Zimmer nicht und muss auch geändert werden.
Die Aussage der Stadt wegen Anbau war, dass laut Bebauungsplan das eigentlich nicht erlaubt ist. Aber wenn es sich, wie von uns vorgebracht, um ca. 40 m2 Anbau handelt, sollte es eigentlich keine Probleme bei der Genehmigung geben.
Besichtigungstermin mit Eigentümern ist ausgemacht.
Das Haus könnte so mit dem EK gezahlt werden.

Wie kann ich jetzt so schnell wie möglich, am besten schon bei der ersten Besichtigung, meine Fragen abklären?
Wie erfahre ich, welche ungefähren Kosten mit dem Ausbau und der Sanierung auf uns zukommen würden?
Wir könnten ca. 250.000 Euro für Sanierung + Ausbau ausgeben. Würde das reichen?

Da für uns die Lage gut und auch die Größe des Grundstücks optimal ist, wären wir schon sehr interessiert an diesem Haus.

Also wie gehe ich am besten vor? Gleich zum ersten Termin einen Baugutachter mitnehmen oder einen Architekten oder beide? Kann ein Baugutachter mir sagen, ob ein Anbau prinzipiell möglich ist und welche Wände im alten Haus herausgerissen werden können? Oder wer kann mir das sagen? Falls das Ergebniss positiv ausfällt, gleich sagen, dass man das Haus kauft?
Oder erst mal allein zum Termin und dann gegebenenfalls einen Zweittermin ausmachen und dann Baugutachter oder Architekten mitnehmen? Dann riskiere ich aber, dass das Haus schon verkauft ist.

Eure Vorschläge?
Danke.
 
kivaas

kivaas

Auf den ersten Blick würde ich auch sagen, wenn euch die vorhandene Substanz eh nicht besonders gefällt, ist komplett abreißen und dann neu bauen wahrscheinlich einfacher und billiger. Eigentlich interessiert euch das Grundstück in dieser Lage. Ein Anbau ist technisch sicher immer möglich, aber mit so einer Wischiwaschi-Auskunft "bei 40m² sollte es eigentlich keine Probleme geben" ist euch nicht gedient - und was, wenn das Bauamt sich doch querstellt? Dann seid ihr angeschmiert und sitzt nachher auf einem Supergrundstück mit einer zu klein geratenen alten Bruchbude...
 
M

Martin-84

Danke schon mal für eure Antworten.
Wahrscheinlich ist es wirklich besser, dass alte Haus abreißen zu lassen.
Was ich schon so gelesen habe ist, dass man den Keller besser auch mit abreißen lässt. Weiterverwenden geht oft nicht und ist wohl immer mit erhöhtem Aufwand verbunden und kann auch Schwierigkeiten nach sich ziehen.
Da man bei einem Abriss locker mit 20.000 Euro dabei ist, hätten wir noch ca. 230.000 Euro für ein neues Haus. Das wird dann schon ziemlich knapp.
Wenn man nur das Grundstück verwenden kann oder möchte, ist das angebotene Grundstück mit Haus dann schon sehr teuer.
 
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B

Bauexperte

Guten Morgen,

ich kann leider auf dem Handy nicht erkennen, wo Du herkommst; deshalb weiß ich auch nicht, ob Dein Kapital zum Abriss und Neubau ausreichen wird. Jedoch unabhängig davon, ist ein Bauplatz immer so viel wert, wie ein Käufer bereit ist, dafür zu zahlen!

Du solltest mit Deiner Hausbank, einem unabhängigen Finanzierungsmakler sowie einer Versicherung sprechen. Erst in Kenntnis aller Möglichkeiten, nebst Nebengeräuschen, kannst Du eine tragfähige Entscheidung treffen.

Liebe Grüsse, Bauexperte






Liebe Grüsse, Bauexperte von unterwegs
Bauexperte
 
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