Tecalor THZ 5.5 eco Erfahrungen - Probleme Grundeinstellung?

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Zuletzt aktualisiert 07.01.2026
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N

nordanney

44 Grad Solltemperatur (was ich grundsätzlich schon für etwas zu gering empfinde). Wenn dann morgens eine Person duscht ist die Temperatur am Nachmittag nur noch bei 36-38
Und in der Zwischenzeit wird nicht neu erwärmt? Wie groß ist der Speicher (235Liter?)? Wie lange wird geduscht?
Einmal duschen bei der Temperatur macht den Speicher schon recht leer.
 
D

dxnemesis

Hallo, ich habe auch eine Tecalor THZ 5.5 Eco in einem KFW 40 Haus und ca. 12-14 Verdichterstarts am Tag.
Jetzt hab ich mal viel durchgelesen hier und einiges verstanden - aber auch ein paar Fragen :)

Kann es sein dass ich kein Überstromventil habe? Zumindest sehe ich nichts was so aussieht, muss nochmal schauen.
Als erste Maßnahme schraube ich mal die Stellmotörchen runter - alle Ventile sind offen
--> wie sehe ich hier den oft genannten Volumenstrom? rechne ich da die max. Angbaben zusammen die auf jedem Schraubgläschen stehen (geht bis 5), Bilder habe ich angehängt
Dann den Volumenstrom an den Schraubgläschen auf max stellen und so belassen. Heizkurve/Fußpunkt so einstellen dass ich die gewünschte Temperatur erreiche - aktuell vermutlich nicht aussagekräftig da zu warm?
Mach ich das gleiche im OG?
Haustechnik-Verteiler mit isolierten Rohren, rotem Absperrventil und Steuergerät sichtbar in einer Technikbox

Metallischer Luftkanal mit Etikett BV 30240343 und Verteiler EG

Nahaufnahme eines Haustechnik-Installationssystems mit Ventilen, Rohren und Schläuchen.

Wasserversorgungsverteiler mit roten Ventilen und Schläuchen, Beschriftung WC & Kochen.

Nahaufnahme einer Haustechnik-Verteilereinheit mit Knöpfen und Kabeln
 
C

c.johnc

Zeit zog ins Land, ich konnte viel lernen und möchte gerne Beobachtungen teilen die womöglich anderen Hilfreich sind. Der erste Post ist allgemein, der nächste sehr spezifisch und komplex und wird vermutlich für wenige Personen realisierbar sein.

Fehlerhafte Handhabung und Planung und potentielle Lösungen:
In Deutschland werden die Dinger eingebaut immer in Kombination mit Raumthermostaten, dies ist Humbug, kostet bei der Installation Geld und verursacht laufende Kosten durch die Steuerung welche zusätzlich Strom bedarf.

Abhilfe:
Wärmepumpe machen lassen und die Wärme in den Räumen durch den Durchfluss steuern, alle Ventile sind in der Regel händisch auf und zudrehbar am Heizkreisverteiler selbst. Wenn bereits verbaut, Sicherung für Steuerung der Thernostate rausnehmen.
In Deutschland werden ebenfalls zu große Wärmepumpen verbaut, was die Effizienz und Lebensdauer der Anlage reduzieren kann.

Abhilfe:
  1. Je nach Grad der Überdimensionierung alle Sicherungen für elektrisches Nachheizen rausnehmen (während Wolfswintern nicht vergessen sie bei Bedarf rein zu tun)
  2. Pulsbetrieb um die Leistung auch mal abzufragen, allgemein gilt zwar den Verdichter zu schonen, aber eine Zielfrequenz des Verdichters zwischen 30-40 Hz garantiert einerseits Wirtschaftlichkeit der Anlage und auf der anderen Seite durch kompensieren indem die Taktstarts reduziert werden können.
Betriebsweisen:
Es gibt keine universielle Einstellung die ganzjährig das Optimum darstellt.

Abhilfe:
Lerne deine Anlage kennen, es ist keine fehlinvestierte Zeit, generell und das dürfte korrelieren:
  1. Herbst/Winter/Frühjahr bei hoher Feuchte
    - Vermeide lange Laufzeiten des Verdichters bei niedrigen Frequenzen da sich immer mehr Eis bildet
    - Erhöhe die Leistung der Fortlüfter etwas, erniedrige den Durchfluss, der Sinn davon ist die Spreizung zwischen Vor und Rücklauf zu erhöhen, das ist notwendig um die Wärme besser weg zu bringen, zwar reduziert sich der potentielle COP weil der Vorlauf höhere Temperatur hat aber der Rücklauf kommt kälter rein und kann die Wärme vom Verdichter besser abholen was sein abkühlen dämpft. Die erhöhte Fortluft erhöht ebenfalls leicht die Temperatur am Verdichter. Abtauen kostet richtig Energie und destabilisiert das Heizwasser, lieber von Haus aus etwas mehr Energie geben statt zu vereisen, insbesondere das destabilierte Heizwasser kann schlimmsten Fall zusätzliche Takte einige Stunden später verursachen

  2. Winter
    Ähnlich wie 1 da sehr hohe Feuchte oft vorliegt, bei trocken kalt mit breiter Differenz Taupunkt und T2m gerne umkehren und Fortluft reduzieren.

  3. Herbst/Frühling
    - Hier wird es besonders interessant, die Kombination aus Überdimensionierter Anlage und stark gedämmter Immobilie kann dazu genutzt werden nur einen einzigen Takt zu nutzen um mit der Trägheit des gesamten Tag angenehm zu haben. Sofern möglich kann die gesamte Anlage nun für 16h vom Netz getrennt werden was zusätzlich den ganzen Standby der Anlage einspart
    - Kombination mit Balkon-Solar ist wirtschaftlich da auch kein Speicher benötigt wird, je nach Typ der Anlage kann man auch ohne smarter Ausführung der Anlage die Einstellungen so vornehmen das nur zu Zeitpunkten geheizt wird an der potentiell Solarstrom anliegt, z.b über den Programmeinstellungen für Tag und Nacht Betrieb.
Wirtschaftlichkeit:
Richtig eingestellt, ständig an die Jahreszeit angepasst, ist die Wirtschaftlichkeit trotz Überdimensionierter Anlage sehr gut zu erreichen, der größte Pluspunkt ist seine Möglichkeit mit Photovoltaik reinzusteuern.

Fazit:
Nie wieder ein anderes Heizsystem als Wärmepumpe aber sie in ein Kind, sie wird Zeit benötigen, dich manchmal nerven also ein interaktives Erlebnis sein, kann aber verstehen wenn jemand keine Lust darauf hat
 
C

c.johnc

Nun der komplexe Teil:

Einführung:
Da ich es Leid bin manuell nachzujustieren und Tecalor kein open Source ist und ein Schweine Geld für alles verlangt habe ich eine mich entschlossen mich zu ertüchtigen und habe neue Hardware und Software extern geschrieben. Der Zweck ist die Überdimensionieung zu nutzen statt daran zu verzweifeln, statt zu Takten, die Länge der Takts zu verwalten, statt den Inverter modellieren zu lassen, ihn im Optimus zu fixieren.

Umsetzung:
Der Hersteller Shelly bietet smarte Hardware die man per Javascript selbst programmieren kann und Sensoren verbinden kann.

Verwenden tue ich folgende Hardware:
  • Energiemessung
  • Relais
  • Temperatur und Feuchtefühler
Was habe ich gemacht:
Die interne Regelung ist nur noch auf P gesetzt, der I-Regler wird aus der externen Steuerung generiert. Statt des klassischen Raumthermostat bin ich nun in die Abluft rein um über die gesamte Haustemperatur zu regeln, statt eine Außentemperaturregelung misst der Fühler der Tecalor nun einen Kellerstell-Motor der entkoppelt ist, der eh nicht benötigt wird da Zentralbelüftung die Wärme eh in den Keller mischt.

Programmablauf:
Es wird die Anomalie der Haustemperatur integriert sodass 1.5 Stunden unterschreiten zu Einschalten und 3 Stunden überschreiten zum Ausschalten genutzt wird, das wird quasi von der Software gezählt und die Regelstrecke abgefahren. Zeitgleich gibt es übergeordnet(höhere Temperatur erlaubt)zwischen 13 bis 17 Uhr einen Heizgang der von der Regelstrecke entkoppelt ist um die Tagwärme zu nutzen. Die thermische Trägheit im Haus sorgt dafür das sehr lange Pausen zwischen Takts liegen. Die Heizkurve wird über den Stellmotor generiert, mit Strom versorgt erwärmt er sich stark und schaltet mir die Tecalor weg, ausgeschaltet kühlt er auf Kellertemperatur und schaltet sie mir ein, die Entscheidung fällt die Regelstrecke der Haustemperatur.

Was habe ich gewonnen:
  1. Nur zwei mal Takten im Winter mit mehr als die Hälfte der Energie im Fenster 13-17 Uhr + der Überlauf der Regelstrecke (gestern z.b 13-18 Uhr)
  2. Wenn der Verdichter läuft, läuft er konstant bei 35hz
  3. Vorlauf ist 26 Grad mit Rücklauf 21 Grad
  4. Übergangszeit nur ein Takt am Tag

Gruss
 
C

c.johnc

Vielleicht relevant:
Gesamtkosten für Heizen, Warmwasser und Zentralbelüftung + Balkon Photovoltaik liegen nun bei 500 Euro im Jahr
 
Zuletzt aktualisiert 07.01.2026
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