Ist KNX Smart-Home die Zukunft?

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Zuletzt aktualisiert 28.11.2022
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Mycraft

Mycraft

Moderator
Und dann geht auch die Milchmädchenrechnung auf. Man muss schon alle Kosten der Installation gegenüberstellen, also bei EIB.396/]KNX[/URL_INTERNA] incl
Konfiguration. Und schon sind es knapp 10k mehr bei knx.
Wenn man diagonal liest dann mag das schon so sein...allerdings handelt es sich bei den Zahlen um umfangreichere Installationen mit mehr Funktionen siehe:

17.000 Euro Materialkosten. Allerdings ist hier schon eine sehr umfassende Ausstattung
Auch hier:

170 qm Wohnfläche zzgl Keller und nicht ausgebautem DG werden in der Nähe von München mit rund 37t € bzw. 47t€ veranschlagt für Material und Lohn (elektrische Rollläden, insgesamt ca. 130 Steckdosen, inkl. einer Hand voll Spots und meiner Meinung nach keine luxuriösen Spielereien).
Entschuldige, aber 130 Steckdosen in einem 170qm Haus sind dann doch Luxus Pur...eine Hand voll Spots kann auch alles bedeuten...bezogen auf die Einbausituation lässt sich ein Deckenspot an einer Stelle (GK Decke) für etwa 30 Euro herstellen...an einer anderen (Filigrandecke) werden allein schon für die Vorbereitung mind. 50 Euro fällig sprich die kommen dann auf die 30 Euro darauf...je Spot...usw.

Und da stellt sich mir jetzt einfach die Frage, wie wir da deutlich vom Preis herunterkommen können.
Indem man die Ausstattung verringert...

Das 2. Angebot mit gleichwertiger Ausstattung ohne KNX liegt bei ca. 25k€ mit Einbau.
Ich denke nicht, dass die Ausstattung "gleichwertig" ist, die 15 K mehrpreis lassen sich eigentlich nur durch zusätzliche Geräte erklären...und wie du schreibst ist beim KNX Angebot eine VUSU dabei...allein die wird meistens mit mindestens 1-2 Tausend veranschlagt...und die erhöht zusätzlich die Parametrierkosten und zwar gewaltig...

Ohne weitere Infos, also wie sich das Angebot komplett zusammensetzt, kann man das einfach nicht gegenüberstellen.
 
Sascha aus H

Sascha aus H

INTELLIGENT kann es meiner Meinung nach wirklich nur bei einem gewerksübergreifenden Zusammenspiel der Komponenten werden. Die Wetterstation meldet, dass die Dämmerung hereinbricht + Kälteeinbruch? In Räumen mit einer Präsenzmeldung das Licht langsam hochdimmen, Rolladen auf Halbmast fahren (sofern wir das wollen und der Fensterkontakt uns ein geschlossenes Fenster meldet) und die Heizung leicht hoch drehen (konstruierter Fall). Es fängt an zu regnen und die Fenster sind noch offen? Better tell the Boss. Hier liegt meiner Meinung nach (neben der großen Zahl an unterstützenden Herstellern, der Verfügbarkeit, der eigentlich immer gegebenen Kompatibilität...uvm) der große Vorteil von KNX, was es für mich zum Backbone eines vernünftig geplanten, RICHTIGEN smarthome macht. Der Rest ist und kann meiner Meinung nach nur Spielerei oder eine Ergänzung sein. Und KNX kann man mit so gut wie jedem der proprietären Systeme ergänzen.
Die von dir genannten Funktionen kann man aber auch ohne Probleme mit anderen proprietären Systemen umsetzen. Die Vorteile von KNX liegen auf einer anderen Seite und wurden hier zu beginn schon mehrfach aufgezählt.

Was mich interessiert wäre vor allem, was muss in einer Basisinstallation vorhanden sein, um sein System später bei Bedarf erweitern zu können und nicht alle Wände wieder aufreißen oder Kabel verlegen muss.

Was müsste ich mit meinem Elektriker mal besprechen, damit ich mein Haus mal intelligent machen kann, zunächst aber vllt noch dümmlich starte?
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Du brauchst:

- Einen größeren Schaltschrank

- KNX Verkabelung, sprich alle Stromkabel gehen vom Schaltschrank zum Verbraucher und nicht wie bei konventionell üblich ein bis zwei Kabel je Zimmer und dann wird über Wanddosen alles verklemmt.

- Kabel aufgelegt auf Reihenklemmen im Schaltschrank

- Buskabel an jeder möglichen und unmöglichen Stelle (Spitzboden, Dach, Carport, Garage, Garten, Terrasse, Gartentor, Gartenpforte, Dachüberstand und natürlich an jeder Dosengruppe im Haus und und und einfach gedanklich durch das Haus gehen und überlegen, wo man sich etwas vorstellen könnte später)

- Fensterkontakte mit Leitung in den HAR/Schaltschrank

- Blinddosen an Stellen an denen später z.B. Präsenzmelder eingebaut werden könnten in denen dann ein Buskabel und ein NYM-Kabel liegt mit dem Ende im Schaltschrank

- Bei allen Brennstellen 5x1,5 NYM

- Je kleines Zimmer 5x1,5 NYM für Steckdosen bei allen größeren(ab 20qm) 2x 1,5qmm NYM verlegen lassen.

Küche und Wohnzimmer davon ausgenommen hier muss man detailliert planen und kann nicht pauschal sagen die und die Menge sollte reichen.

Das war es eigentlich schon...und einfach genügend Stromkreise je Zimmer verlegen, damit man später eben nicht alles wieder aufreissen muss.

So kann man nach belieben später erweitern und Funktionen hinzufügen.
 
M

Maria16

die 130 Steckdosen sind inkl aller Doppel, dreifach und Mehrfachdosen. klar werden wir noch etwas Material einsparen, aber die reinen Materialkosten für KNX würden mit ca. 18t€ brutto zu Buche schlagen. Arbeitszeit sind ca. 500 h veranschlagt. auch mit weniger Steckdosen oder weniger TV-Anschlüssen und Co können sich meiner Meinung nach die Materialkosten nicht gravierend reduzieren- außer ich schlag dann in 15 Jahren doch wieder Schlitze, weil ich im Kinderzimmer oder Büro doch noch einen TV-Anschluss brauche.

Für mich ist es ein Abwägen, wo ich bestimmte Dinge brauche und ich bin derzeit auf dem Stand, dass ich lieber überall, wo nötig Steckdosen, TV und Netzwerk habe und dafür auf KNX verzichte, als in ein paar Jahren mich über fehlenden Dosen zu ärgern.

ach ja, zu den 170 qm kommen Keller und DG noch dazu, wobei man das DG mit zwei Steckdosen wohl wirklich vernachlässigen kann
 
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Mycraft

Mycraft

Moderator
Das du nich 130 Einzeldosen bestellt hast konnte ich mir schon denken...ändert aber rein gar nichts am Preis...die Dose muss dennoch gebohrt werden und Kabel müssen auch dahin...und wenn der Eli sein Fach versteht wird er nach etwa 6 Dosen wieder einen neuen Stromkreis machen(Leitungslängen etc.)...also ist hier der Kostevorteil zu KNX nicht existent...allerding wenn man eben die eine oder andere Dose weglässt spart man einiges an Kosten.

Die meisten Laien wissen auch gar nicht, oder wollen es eben nicht wissen, dass 1-2 oder 10-20 Dosen mehr, schon kein Problem sind...doch sind Sie denn man muss dann oft einen höheren Querschnitt für die Leitung nehmen um die Normen einzuhalten bzw. andere Sicherungsautomaten, welche meistens höher im Preis angesetzt sind, als der 0815 Automat den der Eli rumliegen hat.

Und u.A. hier, entstehen dann die Kosten...

Arbeitszeit sind ca. 500 h veranschlagt.
Etwa 1 Monat für zwei Mitarbeiter für eine Elektroinstallation? Also bitte, ich denke es sollen nur 170qm werden...


dass ich lieber überall, wo nötig Steckdosen, TV und Netzwerk habe und dafür auf KNX verzichte, als in ein paar Jahren mich über fehlenden Dosen zu ärgern.
Für mich absolut unverständlich...aber naja ist ja nich mein Haus und ich muss nicht drin wohnen...

mit rund 37t € bzw. 47t€ veranschlagt für Material und Lohn (elektrische Rollläden, insgesamt ca. 130 Steckdosen, inkl. einer Hand voll Spots und meiner Meinung nach keine luxuriösen Spielereien).
Stell doch einfach die beiden Angebote hier online, ohne die Benennung der Firma und wir sagen dir wo die Kostentreiber sind und wo man sowohl bei konventionell und KNX sparen kann...

Die Diskussionen finde ich immer leicht sinnlos ohne konkrete Punkte zu nennen, denn darum geht es...und nur durch die Zusatzfunktionen/Anzahl der Geräte/Dosen entstehen die hohen Preise....

ach ja, zu den 170 qm kommen Keller und DG noch dazu,
Ja das ist dann eher aus der Abteilung: "ferner liefen"

P.S. wir haben etwa 100 Steckdosen in unserem bescheidenem 140qm Domizil...
 
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Maria16

Mycraft, ich kann auch erst mal nur die Daten wiedergeben, die ich bekommen hab...

Angebot werd ich wohl nicht einstellen, da mir das mitm Anonymisieren bei 16 Seiten zu hoch ist (Technik-Laie ), ich werd aber zumindest mal hinterfragen, was das Dosen-Reduzieren bringt und wo die Stunden herkommen. Trotzdem werd ich nichts streichen, das ich für nötig halte.
 
Zuletzt aktualisiert 28.11.2022
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