Brötje BLW Neo 8 Heizkurve Einstellungen

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In den Räumen hat es überall angenehme Temperaturen, bis auf das Bad. Das hat 22°. Ich hätte gerne 23°.
Also muss ich doch die Durchflussmenge im Bad-Heizkreis reduzieren oder?
Beispiel zum Morgen gefällig?
1.) Wenn du dir heißen Kaffee in eine Tasse schüttest, dann heizt der Kaffee die Tasse auf. Nach einer halben Stunde hat der Kaffee sich der Zimmertemperatur angenähert und damit ist auch die Tasse kalt.
2.) Trinkst du den warmen Kaffee aber nach 15 Minuten aus und schüttest neuen nach, dann bleibt auch die Tasse im Durchschnitt warm und gibt immer Wärme an die Umgebungstemperatur ab.
Du magst aber keine warmen, sondern heißen Kaffee.
3.) Trinkst du den heißen Kaffee alle 5 Minuten aus und giesst immer wieder heißen Kaffee nach, dann wird die Tasse auch heiß bleiben und kann ständig viel Energie an die Umgebung abgeben.

grob übertragen auf die Heizung heißt das
1.) nachdem der erste Schwung Wasser durch die FBH ist, schließt die ERR längere Zeit. Zimmertemperatur, Temperatur des Estrich (Tasse) und Temperatur der FBH (Kaffee) nähern sich an.
2.) Es wird von der FBH dauerhaft Wärme an Estrich und an den Raum abgegeben. Die Wärme reicht aber für die Wunschtemperatur nicht aus.
3.) hoher Durchfluß. Wunschtemperatur wird erreicht.


Wenn auch bei 3 die Wunschtemperatur nicht erreichst, dann mußt du die Kaffemaschine entkalken, so dass die wieder hohe Temperaturen bereitstellt.
 
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Ich dachte immer dass ich eine "Basistemperatur" über die Heizkurve schaffe, und am Heizkreisverteiler (mit den roten Röhrchen) dann die Temperatur durch die Durchflussmenge steuern kann.
Ist das falsch?
Du bist zu ungeduldig, nach jeder Änderung solltest du 24 Stunden Wartezeit einrechnen, bis die FBH und der Estrich sich eingependelt haben.
Daniel versucht mit dir gerade zu erreichen das die WP nur noch in die FBH und den Estrich heizt und nicht mehr in den Mischer.
Erst wenn das erreicht ist kann der nächste Schritt erfolgreich sein.

Dann werden alle Durchflüsse komplett geöffnet und 24 Stunden gewartet.

Erst dann kann man anfangen die Durchflüsse zu regeln.
Dabei wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Bad der Raum sein in dem das Ventil komplett auf sein muß.
 
1.) nachdem der erste Schwung Wasser durch die FBH ist, schließt die ERR längere Zeit.
AAAAHHHH...
Nun habe ich @Alessandro gerade dazu bekehrt, die ERR so einzustellen, das sie nie mehr schließen! Sie dürfen nicht schließen, nicht bei einer Wärmepumpe, die braucht Durchfluss (durch die FBH)!
Wenn der Raum warm genug ist, gibt bei richtig eingesteller Heizkurve der Estrich keine Wärme mehr ab, die Rücklauftemperatur steigt an, der Sollwert wird überschritten , der Verdichter schaltet ab, bis das Einschaltkriterium wieder erreicht ist.

Zu mehr Durchfluss: Durch das schneller fließende Heizwasser wird natürlich auf das Volumen gesehen weniger Wärme abgegeben und die Rücklauftemperatur steigt (geringere Spreizung). Man hat somit auch eine höhere mittlere Heizwassertemperatur im Heizkreis.
Durch den erhöhten Volumenstrom, wird denoch in Summe mehr Wärme abgegeben als bei einem geringerem Fluss mit höherer Spreizung. In der Berechnung der abgegebenen Wärme geht die Flussgeschwindigkeit mit einem höheren Gewicht in die Rechnung ein, als die Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf. (Die Formel habe ich gerade nicht parat).
 
AAAAHHHH...
Nun habe ich @Alessandro gerade dazu bekehrt, die ERR so einzustellen, das sie nie mehr schließen!
Das war auch nicht so gemeint, dass @Alessandro das jetzt so einstellen soll. Wer trinkt schon kalten Kaffee ;)
Nur Variante 3 mit stetigem Durchfluss des heißen Gesöffs führen zum wahren Glück des Wärmeliebhabers.


Für die abendliche Heizungseinstellung empfiehlt sich dann der gekühlte Hopfensaft.
 
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