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ᐅ Photovoltaik-Stromspeicher installieren ja oder nein?

Erstellt am: 02.12.20 17:42
H
Heidi1965
Unser Neubau ist schon zieml. fortgeschritten. Nächste Woche sollen 15 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von 5,1 kwp installiert werden. Wir bekommen eine Wärmepumpe mit einer Kapazität von 5,12 kwh. Ein Stromspeicher war zunächst nicht geplant, da wir erst mindestens 1 Jahr drin wohnen wollten um unser Strom-Verbrauchs-Verhalten zu beobachten um dann später ggf. einen Speicher nachzurüsten oder die Photovoltaikanlage zu erweitern. Jetzt gibt es ganz neu ein Programm wonach Stromspeicher mit 40 % gefördert werden; aber nur im Zusammenhang mit einem Neubau. Das klingt wiederum verlockend. Soll man es machen? Welche Kapazität sollte der Speicher zunächst mindestens haben? Bedingung ist: "Das Verhältnis von Anlagenleistung zur nutzbaren Speicherkapazität muss mindestens 1,2 kwp zu kWh des Batteriespeichers betragen. Die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität ist nicht förderfähig." Hab ich es richtig verstanden, dass dann nur ein Speicher mit einer Kapazität von 4,25 kwh förderfähig wäre?

Oder ist das alles viel zu klein/klein? Also nur "Spielkram"?
Tarnari03.12.20 21:40
Wir sagen uns beim Hausbau: es gibt die erstellungskosten und die laufenden Kosten. Die erstellungskosten können wir uns zum Stand „jetzt“ leisten oder halt nicht. Das ist im weitesten Sinne kalkulierbar. Die laufenden Kosten sind die Unbekannte. Wir haben beim Bau versucht, so weit möglich, zu überlegen, was wird uns in Zukunft mehr belasten. Die erstellungskosten, die entstanden konnten wir uns leisten, deswegen haben wir sie ja umgesetzt. Die laufenden Kosten sind aus unserer Sicht sehr in Bewegung und daher nicht absehbar. Also versuchen wir, auch hier mit stand jetzt, so viel wie möglich zu machen, was laufende Kosten drückt.
Klar, da ist auch ne Stange Idealismus dabei.
Ob die Taktik aufgeht werden wir sehen.
Dennoch fühlen wir uns gut mit Solepumpe, Photovoltaik und Co.
Speicher ist bewusst außen vor, aber ebenso bewusst eingeplant und jederzeit nachrüstbar.
Bin gespannt, ob wir richtig liegen mit dieser „Idee“
Z
Zaba12
04.12.20 12:13
Tarnari schrieb:

Wir sagen uns beim Hausbau: es gibt die erstellungskosten und die laufenden Kosten. Die erstellungskosten können wir uns zum Stand „jetzt“ leisten oder halt nicht. Das ist im weitesten Sinne kalkulierbar. Die laufenden Kosten sind die Unbekannte. Wir haben beim Bau versucht, so weit möglich, zu überlegen, was wird uns in Zukunft mehr belasten. Die erstellungskosten, die entstanden konnten wir uns leisten, deswegen haben wir sie ja umgesetzt. Die laufenden Kosten sind aus unserer Sicht sehr in Bewegung und daher nicht absehbar. Also versuchen wir, auch hier mit stand jetzt, so viel wie möglich zu machen, was laufende Kosten drückt.
Klar, da ist auch ne Stange Idealismus dabei.
Ob die Taktik aufgeht werden wir sehen.
Dennoch fühlen wir uns gut mit Solepumpe, Photovoltaik und Co.
Speicher ist bewusst außen vor, aber ebenso bewusst eingeplant und jederzeit nachrüstbar.
Bin gespannt, ob wir richtig liegen mit dieser „Idee“
So bin ich auch vorgegangen, aber nachdem ich nach dem letzten Winter gemerkt habe ,das Photovoltaik, kfw55 und ne solide Wärmepumpe auch nicht das Allheilmittel sind, wenn man den Strom nicht nutzt wenn er „gratis“ ist, habe ich meiner Frau und natürlich auch mir eingetrichterten, wann der Trockner, Waschmaschine, Geschirrspüler, Duschen, Kochen, Backen, Auto am sinnvollsten zu nutzen/laden sind. Quasi ein Verbrauchskonzept für alle
großen Verbraucher aufgesetzt.
Klingt erst mal komisch, aber wenn man quasi das Gegenteil macht darf man sich nicht wundern wenn die Autarkiequote unter 20% liegt und man den Strom für 8cent verschleudert.
H
hampshire
04.12.20 12:44
Wer eine Photovoltaikanlage nach dem geringsten Preis je kWp kauft und sich gleichzeitig im Forum darüber austauscht ob die Fensterrahmen eher matt oder glänzend ausgeführt werden sollen, der hat offenbar nicht die Fähigkeit Ästhetik und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig zu denken. Tolle Fenster und grottenhässliche Paneele auf dem Dach? Ich lach mich schief.
Die Aussage, dass der Eigenverbrauchsanteil keine wirstchaftliche Rolle spiele ist lächerlich wenn der Preis einer kWh vom Versorger dreimal so hoch ist wie eine Einspeisevergütung. hm - wo wird die Kilowattstunde wohl wirtschaftlicher eingesetzt?
In Sachen Photovoltaik gibt es bei denjenigen, die de alten Förderungsdenken hinterherhängen offenbar noch einige Scheuklappen.
M
miho
07.12.20 10:55
Bookstar schrieb:

Speicher lohnt mittlerweile, auch ohne Förderung. Vor zwei Jahren war das noch ganz anders. Also machen! 40% Zuschuss ist Hammer.
Na dafür muss der Speicher aber sehr günstig sein. Typischerweise kommen solche Förderungen mit starker Limitierung der Einspeisung. Also Bedingungen sehr genau anschauen und rechnen.
H
hampshire
07.12.20 14:26
Das Rechnen mit dem Speicher geht mit unterschiedlichen Annahmen. Wenn man nur in Sonnenstunden rechnet, sieht das so aus wie links in der Abbildung. Wenn man auch mit wolkigen Tagen rechnet kann es so aussehen wie rechts. Hieraus ergibt sich eine Annahme der Zyklen des Stromspeichers. Diese Annahme bestimmt den errechneten Preis einer kW aus dem Stromspeicher. Man kann es also sowohl schön, als auch schlecht rechnen.

Zwei Diagramme: Ladezustand und PV-Energiefluss eines Haushalts mit Speicher; sonnig vs. wechselhaft.

(Quelle: HTW Berlin)
H
Heidi1965
12.12.20 22:22
Die Förderung gibt es bei der NBank. Also gilt in Niedersachsen.
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