Wie Heizung mit Wärmepumpe im Neubau planen?

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K

Karlsson

Bei uns wird es jetzt langsam immer konkreter und die Architektin holt erste Angebote für die Gewerke ein. Darunter ist natürlich auch ein Angebot für die Heizungsanlage und mir stellt sich jetzt die Frage, was ich damit anfangen soll. Ich kann natürlich überhaupt nicht einschätzen, ob die angebotene Anlage korrekt dimensioniert und der Preis gerechtfertigt ist und es vielleicht eine viel bessere Alternative gibt.

Eingebaut werden soll auf jeden Fall eine Luft-Wasser Wärmepumpe mit Außengerät. Wenn das Geld reicht, wollen wir auch direkt eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher bauen, im Zweifel soll das aber auf jeden Fall später erfolgen. Da muss man dann bestimmt bei der Heizung direkt einiges berücksichtigen. Das Haus wird eine Wohnfläche von ca. 155 qm auf zwei Vollgeschossen haben, alles Fußbodenheizung und wir werden es zu viert bewohnen. Was gilt es noch bei der Heizung zu berücksichtigen?

Das erste Angebot ist wie folgt:
Buderus Luft/Wasser-Wärmepumpen-paket WLW196i.2-6 AR mit Wärmepumpe Manager zur Außenaufstellung, Wärmeleistung 7,3 KW, Tauchheizhörper, Warmwasserspeicher 190 l, Anschlusszubehör, Umwälzpumpe, Pumpengruppe zum Heiz- und Warmwasserbetrieb, Heizkreisanschlußset, Kesselsicherheitsset, Kappenventil, 120 l Pufferspeicher, Membran-Ausdehnungsgefäß, Umwälzpumpe, Absperrschieber und Rohrleitung, inkl. 8m Zuleitung von Außen- und Innengerät durch bauseitiges Leerrohr, Wärmepumpe zum Kühlen vorbereitet mit Feuchtefühler und Taupunktsensor, liefern und montieren: 19.468,30 €
Dazu natürlich noch die ganze Vorbereitung für die Fußbodenheizung, Dämmung, Regelung, ...

Da stellen sich mir jetzt natürlich jede Menge fragen. Ist das eine gute Anlage? Ist die Wärmeleistung korrekt dimensioniert? Ist der Warmwasserspeicher korrekt dimensioniert? Ist der Pufferspeicher korrekt dimensioniert? Ist das ein ordentlicher Preis? Wenn ich nach der Anlage bei Google suche, dann finde z.B. ich Angebote von unter 12.000 €. Weiß aber natürlich nicht, ob da auch alles das drin ist, was ich oben aufgelistet habe und man das dann überhaupt vergleichen kann.

Ich würde gerne besser verstehen, worauf ich achten muss und wie ich am besten vorgehe. Es handelt sich bei diesem Gewerk ja um einen der größeren und wichtigeren Posten, bei dem man vielleicht auch mal schnell zu viel Geld ausgegeben oder einfach auf das falsche Pferd gesetzt hat.
 
WilderSueden

WilderSueden

Was gilt es noch bei der Heizung zu berücksichtigen?
Die Gebäudehülle zum Beispiel? Ist viel wichtiger als die Anzahl Personen. Tendenziell bist du mit 7,3kW vermutlich etwas zu groß dimensioniert. Genaueres sagt dir die Heizlastberechnung. Pufferspeicher ist bei Wärmepumpe kontraproduktiv. Ob 190l Warmwasser reichen, hängt von euren Dusch- und insbesondere Badegewohnheiten ab.
 
R

RotorMotor

Was ist denn bei der (Raumweisen-)Heizlastberechnung heraus gekommen?
Wenn noch gar nichts, macht es sicher Sinn diese zu berechnen bevor man eine Heizung bestellt.
 
O

Offtopic

Wenn du ohne Planer an den Start gehst, dann kannst du dem Heizungsbauer schon ein paar Vorgaben machen.

Bsp Vorlauf Temperatur maxmimal 25-28 grad damit sortierst du schon 80% der Pfuscher aus die sagen das haben wir immer schon so gemacht.

Verlegeabstand nirgends größer als 10cm im Bad sind die Wände Pflicht, Leitungslänge maxmimal 80m

Und mit 7.5 kW kannst du ein 300m² Haus auf der Schwäbischen Alb auf 25 Grad Heizen. Also viel viel zu gross. Lieber Raumweise heizlast Berechnung auf realistische Werte. Das sind im Bad 24 Grad, Wohnräume auf 22 und Schafzimmer auf 20. Diese Werte solltest du ohne Zusatzheizung im Bad erreichen.

Bei einem 150m2 Haus landest du so bei 4kw. Also sollte der modulierende Bereich 1.5- 4 kW sein.

Zum Puffer das würde ich abhängig machen was für eine Badewanne und wie lange ihr duscht. Wir haben 300liter sind 4 Personen und Schwiegermutter in der Einliegerwohnung Wasser war noch nie leer es sei den ich habe rumgespielt am Puffer :)

Und lass dir nix vom Heizungsbauer verzählen das es nicht geht, er will es nur gemütlich und schnell haben die Rechung zahlst du in der Zukunft mit deinem Strom und der wird nicht günstiger.
 
X

xMisterDx

Dass Strom nicht günstiger wird, ist eine steile These, die man immer öfter hört, aber durch rein gar nichts belegt ist.

Wenn die Heizung durch, teils absurde, Vorgaben wie Vorlauf max 25°C 10, 15.000, 20.000 EUR teurer wird. Wann spart man das wieder rein? Die Kohle muss man ja erstmal vorstrecken...
 
K

Karlsson

Vielen Dank für die wertvollen Tipps. Die Heizlastberechnung werde ich jetzt einmal erfragen. Die 7,5 kW kamen mir auch sehr viel vor, da ich bisher hier im Forum bei dieser Größenordnung immer ca. 5 kW gelesen hatte. Was hat es denn mit diesem Pufferspeicher auf sich und warum ist der bei Wärmepumpe kontraproduktiv?
 
Zuletzt aktualisiert 27.05.2024
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