Neubau Einfamilienhaus - Begleitet uns dabei!

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Zuletzt aktualisiert 18.06.2024
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gregman22

Zusammenfassung meines Architektengesprächs

Zuerst einmal möchte ich euch mitteilen, dass ich erstmals ein wirklich gutes Gefühl habe, den richtigen Weg einzuschlagen. Auch wenn die Kostenschätzungen ein weinendes Auge (auf hohem Niveau) erzeugen, freuen wir uns auf die Planung!


  • Der Architekt nahm sich lange Zeit (knapp 2,5h - ohne Bezahlung). Wir sprachen über unsere Persönlichkeiten, über das gesamte Raumprogramm, weitere Wünsche uvm. An jedem Punkt hakte er aktiv ein und brachte direkt seine Inspirationen ein
  • Er stellte mir gezielt Referenzprojekte vor und erläuterte, wie er damals vorgegangen ist. Speziell die vollumfängliche 3D Visualisierung & Animation ist sehr beeindruckend. Diese Leistung bietet er zusätzlich als Paket (4-stellig) an und empfiehlt es wärmstens (ich neige dazu)
  • Das Büro übernimmt im Grunde genommen alle Leistungsphasen. Allerdings hat er aufgrund der Fahrtdistanz eine persönliche Bauleitung ausgeschlossen. Dennoch gehört das Grundstück zur Region und er kann Bauleitung & GUs aus dem eigenen Netzwerk empfehlen. Stand jetzt geht seine Tendenz in Richtung GU - laut seiner guten Erfahrung
  • Das Büro hat Erfahrungen in allen Bauformen - Massivholz & Massivbau -> auch das halten wir offen
  • Budgetseitig haben wir uns dann über die BGF angenähert. Mit welcher BGF wäre unser Raumprogramm kompromisslos enthalten (außerhalb Budget) und wie bekommen wir BGF und Kosten unter einen Hut. Das Ergebnis: Maximum wäre BGF von 500m2 ; Minimum (innerhalb Budget 400m2) und ich evaluiere derzeit, ob unser Budget einen weiteren Kompromiss (bspw 450m2) aushält.
  • Im Gespräch über die Einliegerwohnung haben wir zwei mögliche Pfade definiert: 1) 2 Vollgeschosse mit DG + Keller ; 2) Keller + 1 Vollgeschoss + Dach -> Warum 2? Weil dadurch der Bebauungsplan 40% mehr Grundfläche erlaubt. Dadurch kann das Haus großflächiger werden und es kann sein, dass die Einliegerwohnung besser in die EG-Struktur eingepasst werden kann. Beide Wege werden im Laufe der Planung verglichen
  • Zum Bebauungsplan ist er sehr vorsichtig. Während meine letzter Planer (ihr wisst wen ich meine) ein Luftschloss außerhalb Bebauungsplan vorgeschlagen hat, will er erst einmal angenehm im Bebauungsplan bleiben - weil es reicht
  • Wir sind ebenso verschiedene Technikkomponenten durchgegangen (KNX, ...). Er empfiehlt statt Luft-luftwärmepumpe, oder Luft-Wasser-Wärmepumpe den Verbau einer Erdwärmepumpe.
  • Als nächste Schritte haben wir bereits einen groben Zeitplan festgelegt. Bald folgt die Grundstücks-Besichtigung mit Abbruchunternehmen

Inhaltliche Fragen aus dem Angebot:
  1. Im Hinblick auf meine Zsf. deckt das Angebot nun LP1-4 (Ausstiegsklausel nach LP2) nach HOAI ab. Neben der GU-Diskussion, irgendwelche Bauchschmerzen?
  2. Der Architekt schließt explizit die Projekt-Kostenberechnung als Leistung aus und gewährt zusätzlich einen Rabatt. Der Hintergrund ist, dass er weiter von einem GU-Bau ausgeht und diesen bereits frühzeitig in der Planungsphase mit einbeziehen will. Ich habe angemerkt, dass ich dennoch verlange, dass er mir wertvolles Feedback zu unserer Gesamtkostenplanung (weitere Kostenstellen) während der Planugn gibt. Was sagt ihr dazu?
  3. Er schließt eine "Gestalterische Oberleitung sowie Entwicklung gestalterische Wünsche und Details" kategorisch als Leistung aus. Wisst ihr, was damit gemeint ist?
 
Tassimat

Tassimat

Sehr schön, der Architekt arbeitet ordentlich und schein auch kommunikativ sehr gut zu sein.
Mir gefällt, dass er auch sofort die Regelung der 40% höhere Grundfläche gefunden hat, wie @Sunshine387 in Post #63 das ja schon erwähnte und sogar einen Grundriss dazu gezeichnet hat.

Ich freu mich schon auf den ersten Entwurf :)
 
Y

ypg

ich evaluiere derzeit, ob unser Budget einen weiteren Kompromiss (bspw 450m2) aushält.
Ich würde eher in Qualität als in aufgepumpte Räume investieren, wenn zb 12qm für Büro ausreichen, Du aber meinst, es müssten unbedingt 16qm sein, weil es budgettechnisch machbar ist.
Zum Bebauungsplan ist er sehr vorsichtig. Während meine letzter Planer (ihr wisst wen ich meine) ein Luftschloss außerhalb Bebauungsplan vorgeschlagen hat, will er erst einmal angenehm im Bebauungsplan bleiben - weil es reicht
Sehr weise!
2) Keller + 1 Vollgeschoss + Dach -> Warum 2? Weil dadurch der Bebauungsplan 40% mehr Grundfläche erlaubt.
Du vergisst, dass diese 40% auch im Baufenster liegen müssen. Ein Klumpen Haus von 15x17 hätte zb in der Theorie das Problem, dass Du mittig des Hauses kein Licht mehr reinbekommst. Dann darf kein KS verbaut werden - herauskommen wird ein mega Bungalow mit 38 Walm, diversen Gauben und vollunterkellert. Das wird weniger modern als eher konservativ aussehen.
Ich würde mir das sehr überlegen.
 
G

gregman22

Du vergisst, dass diese 40% auch im Baufenster liegen müssen. Ein Klumpen Haus von 15x17 hätte zb in der Theorie das Problem, dass Du mittig des Hauses kein Licht mehr reinbekommst. Dann darf kein KS verbaut werden - herauskommen wird ein mega Bungalow mit 38 Walm, diversen Gauben und vollunterkellert. Das wird weniger modern als eher konservativ aussehen.
Ich würde mir das sehr überlegen.
Das werde ich beim nächsten Termin mit dem Architekt besprechen. Wie gesagt - wir halten uns derzeit alle Optionen offen und sehen dann, was besser passt.
 
G

gregman22

Jetzt kann ich mich endlich zu euren zahlreichen Kommentaren & Ideen zurückmelden.

Gast und Kinoraum/Spielzimmer brauchts - zumindest oben - nicht noch on top.
Jaein. Also die beiden getrennten (gerne auch kleinen Büros) sind unabdingbar. Irgendwo wollen wir auch das 1 Gästezimmer unterbringen, das ggf. später in ein Kinderzimmer umgeformt werden kann plus 1 feste Kinderzimmer. Somit sparen wir uns einen Raum.

Euer Schlafzimmer kann deutlich kleiner sein, die Ankleide auch, wenn sie denn vernünftig möbliert werden kann.
Da bin ich sehr gespannt auf den Impuls vom neuen Architekt.

Ich hatte schon beides und liebe die Sauna oben im großen Bad.
Ich habe hier nur 2 Praxisbedenken: 1) Habe ich da wirklich keine Saunadüfte in Bad, Schlafzimmer, Ankleide? 2) Es kann durchaus vorkommen, dass ich mal ne Kumpels-Runde veranstalte und wir im Sommer die Sauna nutzen möchten. Dann spielt sich alles bei uns im Master-Bad ab...

Was soll der Hauswirtschaftsraum neben der Küche?
Ich denke der Name ist einfach falsch. Speisekammer!?
Dafür ein maximal flaches Dach, was ich zumindest teilweise öffnen würde. Flachdachanbau wäre auch eine Option.
Das wird schwer gem. Bebauungsplan

EG: Küche, Essen, Wohnen (Küche schön groß mit Kochinsel), Einliegerwohnung
OG: Schlafzimmer, Ankleide, Bad mit Sauna, Kinderbad, 2 Kinderzimmer, 2 Büros
KG: Fitness, Gast
Danke. Ich bin mir nicht sicher, ob das Verhältnis passt. Ich vermute, dass es im OG ziemlich eng wird und ich mit Platz in den Keller ausweichen muss.
 
G

gregman22

Grundsätzlich sollte eine Linie verfolgt werden , dass man auch den guten Budgets keine brachliegenden Räume verplant. Ein Büro kann bestimmt als Gästezimmer dienen, bei 2 Besuchern pro Jahr das eigene Bad benutzt werden.
Hier sind es zwar mehr als 155 (ich glaube 175qm), aber dafür hätte man eine barrierearme Lebensführung
Wow ypg! Erst einmal ein großes Dankeschön für deine wahnsinnige Mühe und den Entwurf.

Zuerst einmal finde ich eine Sache richtig cool: Den stufenweisen Verlauf des Hauses. Es handelt sich eigentlich um 3 Baukörper, die in einem Haus zusammenfließen. Sehr gelungen!
Ich bin hier gerade am hadern. Auf der einen Seite will ich den Architekt, der teuer bezahlt wird, jetzt einfach mal machen lassen und ich erhoffe mir, dass es mich vor Staunen vom Hocker reißt.
Auf der anderen Seite finde ich die Aufteilung elegant und überlege, ob ich ihm im nächsten Termin ggf. einen kleinen Stupser in ähnliche Richtung geben sollte.

Grundsätzlich geht nichts mit einem Lageplan, wo die Striche einen Meter fett sind.
Worauf bezieht sich der GU? Es muss doch anfangs der Planung ein Lageplan vorhanden sein????
Ehrlich? Ich weiß es nicht. Wir sollten erstmal das GU-Chaos verdrängen. Nach dem Gespräch mit dem Architekt gestern kommt es mir immer mehr so vor, als hätte der GU wirklich jede einzelne Einschränkung des Grundstücks missachtet und dann einfach stupide meine umschriebenen Raumwünsche umgesetzt. Kein Hinterfragen, kein ordentlicher Abgleich, usw.
Ich frage mich nur, wie das weiter gegangen wäre. Der GU hätte ja gerne auch am Ende mit mir gebaut aber wahrscheinlich bei der Vorgenehmigung eine harte Absage vom Bauamt erhalten.
 
Zuletzt aktualisiert 18.06.2024
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