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evans004

Estrich und Fliesen bereits gelegt aber keine Heizung

3,30 Stern(e) 6 Votes
Hallo Leute,

ich befinde mich gerade in der Endphase meines Hausbaus und hätte gerne noch ein paar andere Meinungen zu dem oben genannten Thema.

Bei uns ist es so das der Estrich am 24.07. gelegt wurde. Am 20.08. wurde mit dem Fliesenlegen begonnen. Die Fliesen wurden jedoch mit einer Entkopplungsmatte gelegt da wir bis jetzt immer noch nicht heizen können.
Diese Woche soll endlich unser Gaszähler kommen so das wir auch unsere FBH in Betrieb nehmen können. Der Fliesenleger sagte uns das wir diese eh frühestens 4 Wochen nach dem Fliesen einschalten dürften und dann aber nur Stück für Stück.
Jetzt wäre meine Frage ob dies so korrekt ist und was versteht man unter langsam aufheizen. Ein paar Tage oder Wochen?
Außerdem wüsste ich gerne ob es schlimm ist das der Estrich nicht durch die FBH getrocknet wurde? Oder muss man dies eventuell noch nachholen? Was sagen die Experten unter euch dazu?


Über Antworten würde ich mich freuen.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Man hat Estrich gelegt auch zu der Zeit, als es nur Heizkörper, ja nur Öfen gab. Man muss dann eben länger trocknen lassen. Thats all.
Das habe ich mir auch gedacht und dieser Sommer war ja relativ Trocken und warm.
Jedoch bin ich Laie und wollte mal nachfragen. Ebenso kannte ich das mit den Entkopplungsmatten nicht.

was sagt ihr den zu dem Langsam aufheizen?
 
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Trocknung - Restfeuchte ist das eine, das klappt auch ohne Heizung. Es geht beim Aufheizen auch ums "trainieren". D.h. wenn er sich bewegt, z.B. sich ein ganz klein bisschen hebt/senkt/schüsselt, dann sollte er das möglichst VOR dem Fließen tun. Die Entkopplung deiner Fliesen mindert das Problem von gerissenen Fliesen zwar, aber 100% weist du es erst nach dem Aufheizen. Egal, locker bleiben, was willst jetzt tun? Ist jetzt zu spät. Wird schon alles gut gehen. Fliesenleger arbeiten heute sowieso alle mit Flexkleber, der ist gerade wenn er neu ist noch nicht zu starr. Ich denke es passiert nichts.
 
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Frag den Estrichbauer was er empfiehlt und was ggf. für die Gewährleistung nötig ist.

Das habe ich mir auch gedacht und dieser Sommer war ja relativ Trocken und warm.
Die warme Sommerluft hat viel Luftfeuchte (abs.), im kühleren Haus trägst Du beim Lüften ggf. mehr Feuchtigkeit ein als aus und es trocknet nichts. Erkennbar an der Luftfeuchte im Haus. Im Sommer hilft nur heizen und/oder Luftententfeuchter. Was ich sagen will: messen um sicher zu sein, bevor Du andere Bodenbeläge oder Holz im Haus verbaust.

Zur Trocknung: langsam aufheizen und nicht höher gehen als die für die Heizung vorgesehene maximale Temperatur für die FBH. Im Neubau sind das maximal 35°. Das schont den Estrich. Manchmal ließt man noch von 55° o.ä., das ist nicht nötig.

Funktionsheizen - formell etwas anderes als Trocknen, wie Mottenhausen schrieb - und ggf. für Gewährleistung relevant:
Google nach Aufheizprotokoll, ich meine es waren maximal 5° Erhöhung je Tag und max bis zur genannten Temperatur. Die Temperatur wird ein paar Tage gehalten, oder so lange bis der Estrich trocken ist. Noch langsamer geht natürlich. Das selbe beim Abkühlen.

Trocken ist er wenn die Messwerte stimmen.

Wenn Du viel Zeit hast, dann ist alles gut. Keine Panik.
 
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