ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
SaniererNRW12320.10.22 08:22
Buschreiter schrieb:
Da man ohnehin eine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen muss, um nicht in die steuerunwirksame Liebhaberei zu gelangen, ist das ziemlich irrelevant. Gewinnerzielungsabsicht bedeutet letztlich, dass man in der Totalen (8-Jahreszeitraum) Steuern zahlt und eben nicht einspart. Mit der Regelung zur USt hat das übrigens Nullkommanix zu tun. 😉Meine Aussage bezog sich auch nicht auf die USt. - die ist ja nur ein durchlaufender Posten.Und ja, es ist relevant, da ich jedes Jahr etwa 200€ steuerwirksamen Gewinn erwirtschafte und darauf Steuern zahlen darf - ab nächstem Jahr dann nicht mehr.
P.S. Die Totalperiode bei er Photovoltaikanlage liegt bei 20 Jahren und nicht nur bei 8 Jahren. Und es wird eine Investitionsrechnung gemacht - keine steuerliche Betrachtung. Du kannst also in 20 Jahren steuerlich negativ sein und trotzdem die Totalperiode positiv abschließen. Hast Dich wahrscheinlich noch nicht so intensiv mit den Themen beschäftigt 😉
guckuck220.10.22 08:59
Kokovi79 schrieb:
Die neue Regelung ist zwar einfacher, dürfte aber doch finanziell nachteilig sein, weil dann auch Abschreibungen auf die Anlage entfallen?Abgesehen vom Anschaffungsjahr hab ich es bisher nicht geschafft, keinen Gewinn in der EÜR auszuweisen. Ganz im Gegenteil. Daher hab ich die Liebhaberei formlos beantragt und das auch prompt genehmigt bekommen mit dem Hinweis, dass die KÜR für mich vielleicht auch was wäre.
Das kann aber anders aussehen, wenn man zu heutigen Apothekenpreisen mit relativ niedriger Einspeisevergütung anschafft oder z.B. Finanzierungskosten hat, die als Ausgabe mit angesetzt werden können. Insofern ist das für mich von Vorteil.
Andere Idee: Degressive Abschreibung in den ersten Jahren nutzen, dann in die Liebhaberei wechseln ;-)
askforafriend schrieb:
Sehr ihr. Genau deswegen (weil es so kompliziert ist) verhindert Deutschland die EnergiewendeJa das stimmt, die Hürden sind ein Problem. Aber wie man an dem Thema Liebhaberei sieht, gehts in die richtige Richtung.
Richtig gruselig wirds übrigens für die, die sowas professionell machen wollen. Wir reden hier ja aus Sicht eines Einfamilienhaus Besitzers. Die Bürokratie ist für unsere Kleinanlagen schon vergleichsweise gering, wenn man was größeres bauen will, wirds erst richtig irre. Das hat schon System, was an Vorschriften und Gesetzen in den letzten 15 Jahren geflochten wurde.
Was letztlich auch meine Grundkritik an der Energiepolitk ist. Hätte die CDU gesagt, Kohle cool, Kernkraft cool, dann wär das zwar nicht meine Meinung gewesen aber es wäre wenigstens konsequent. Stattdessen hat man beschlossen aus allem austreten zu wollen und hat parallel nicht nur versäumt die Alterantive konsequent an den Start zu bringen, sondern diese gezielt ausgebremst.
Und es zieht sich durch. Keine Reformen in den Sozialsystemen, nur Kostensteigerungen durch Wahlversprechen (Mütterrente die Zehnte usw.), Infrastruktur verfällt, kein Glasfaser, kein flächendeckender Mobilfunk, Lehrermangel, Ärztemangel, Pflegermangel, ... die Liste ist schier endlos. Und das im fettesten Jahrzehnt der letzten - keine Ahnung - 50 Jahre? Gruselig. Einfach nur gruselig.
Tolentino20.10.22 09:04
Und nach vier Jahren Ampel sind im Volksmund die dann an allem Schuld.
Pinkiponk20.10.22 09:07
askforafriend schrieb:
Sehr ihr. Genau deswegen (weil es so kompliziert ist) verhindert Deutschland die EnergiewendeDas kann ich für meinen Mann und mich bestätigen. Wir haben nur nach Energieeinsparverordnung (also die vordergründig preisgünstigste Variante) gebaut, weil wir das mit all' den Förderungen, Anträgen etc. nicht verstanden haben, dabei wäre es, lt. manchen Foristen, leicht gewesen, aus unserem Haus ein KfW 55 zu machen. Aber schon allein für den Energieberater mehrere Tausend Euro auszugeben (dass man einen Teil davon erstattet bekommt, ist mir bekannt) hat uns abgeschreckt. Ich habe mich schon manchmal gefragt, ob das nicht einfacher geht oder die Sachlage wirklich so komplex ist, dass man einen extra dafür ausgebildeten Energieberater benötigt.guckuck220.10.22 09:13
Tolentino schrieb:
Und nach vier Jahren Ampel sind im Volksmund die dann an allem Schuld.Die waren schon einen Tag nach Amtsantritt an allem Schuld 🙂
Aber das gehört wohl zum Schicksal der Politik.
Tolentino20.10.22 09:14
Das eine ist das fachlich sinnvolle und hier ist die "Ausbildung" zum Energieberater eher Quatsch (das sind nämlich 2 Tage IHK Kurs + Prüfung für 2.500 EUR), aber hier kann man auf jeden Fall mit nem guten EB viel rausholen. Insbesondere bei Altbauertüchtigungen sind gute EBs Gold wert.
Das andere die Vorschriften und Regularien. Da habe ich mich nicht eingearbeitet. Damals war für mich auch eher klar, das ich nach Energieeinsparverordnung baue, aber eher weil ich von nem Finanzberater falsch beraten wurde. Mit heutigem Wissensstand hätte ich vielleicht auch eher wenigstens KfW 55 gebaut.
Das andere die Vorschriften und Regularien. Da habe ich mich nicht eingearbeitet. Damals war für mich auch eher klar, das ich nach Energieeinsparverordnung baue, aber eher weil ich von nem Finanzberater falsch beraten wurde. Mit heutigem Wissensstand hätte ich vielleicht auch eher wenigstens KfW 55 gebaut.
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