Wie wägt man korrekt zwischen GEG und KfW 55, 40 und 40 Plus ab?

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@majuhenema Bitte entschuldige die späte Antwort - ich musste Ostereier suchen :)

Ich habe da ehrlich gesagt gar nicht richtig gesucht sondern gleich bei dem ersten ein gutes Gefühl gehabt und auf meinen Bauch gehört. Insofern kann ich Dir noch nicht einmal echte Kriterien nennen. Vermutlich gibt es ziemlich viele "Energieexperten" die schnell die Formalitäten erledigen (EnEV Nachweis, etc), aber nicht wirklich im Vorfeld planen. Wir hatten ein Ing.-Büro für Bauphysik welches u.a. auch Sanierung von Altbauten (Fachwerk, Denkmalschutz, Kirchen, usw) macht, und darüberhinaus Planung und Baubegleitung in Wärme-, Feuchte- und Schallschutz macht.

Derartig aufgestellt ist das dann auf jeden Fall kein Dünnbrettbohrer. Und wenn Du dann auch noch das Gefühl hast, dass echtes Interesses daran besteht mit euch das Projekt frühzeitig zu entwickeln, hast Du immerhin schon einmal die tauben Nüsse aussortiert.

Auf EFH Niveau sollten die Basisthemen auch durch einen (guten !) Architekten abgedeckt werden können, aber entgegen der hier vorherrschenden Meinung gibt es auch in diesem Berufsstand echte Nieten... da hatte ich z.B. nicht auf meinen Bauch gehört und einen absoluten Totalausfall.
 
Man hüte sich also vor der Irrhoffnung, daß einem die Förderung einer nächstschärferen KfW-"Fettstufe" an sich (oder deren Kombination mit einer Einliegerwohnung oder dergleichen) die dafür nötigen Mehraufwände voll deckend bezahlt oder gar noch ein Zückerchen obendrauf legte.
Ist das wirklich so? Kann man durch intelligente Planung des Hauses, diesen nicht in mehrere Parteien aufteilen und somit die Förderung verdoppeln gar verdreifachen? Welche Mehrkosten sollten denn entstehen außer, dass man die ein oder andere Leitung für eine mögliche Küchenzeile legt? Die Kriterien für die Förderung sind:

- Geschlossene eigene Wohneinheit (durch die Lage der Treppe machbar)
- Eigenes Bad (im EG wird z.B. sowieso ein Gäste Bad geplant)
- Leitungen für eine Küchenzeile

Da halten sich die Mehrkosten total in Grenzen. Die Frage ist eher hier, ob man es schafft, den Grundriss so zu gestalten, dass man trotz "fiktiver" mehrerer Wohneinheiten (eine geradläufige Treppe in der Mitte des Hauses fällt dadurch z.B. weg), sodass es trotzdem gefällt und man sich wohl fühlt. Der KFW ist es am Ende egal, ob man die Türen wieder rausnimmt und das alle 3 Wohneinheiten selbst bewohnt.

Ein großer kostentechnischer Unterschied sehe ich bei einer Einliegerwohnung im Keller, da man den Keller dann zusätzlich dämmen muss.
 
Mach es am besten so wie Bekannte - die wollen unbedingt die 2te KfW Förderung für ihr EFH haben - hab den Grundriss gesehen, die Treppe ist halt separat in nem dunklen Schlauchgang irgendwo in Timbuktu. Kann man machen. Am besten auch, man verbiegt sich und gibt Wünsche auf, nur um läppische 30.000 oder was auch immer zu bekommen. Go for it!

Spass beiseite: Kein Wunder, warum bauen immer teurer wird. Ich würde vorschlagen, die KfW erhöht die Förderung auf 100k pro Wohneinheit.
 
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Mach es am besten so wie Bekannte - die wollen unbedingt die 2te KfW Förderung für ihr EFH haben - hab den Grundriss gesehen, die Treppe ist halt separat in nem dunklen Schlauchgang irgendwo in Timbuktu. Kann man machen. Am besten auch, man verbiegt sich und gibt Wünsche auf, nur um läppische 30.000 oder was auch immer zu bekommen. Go for it!

Spass beiseite: Kein Wunder, warum bauen immer teurer wird. Ich würde vorschlagen, die KfW erhöht die Förderung auf 100k pro Wohneinheit.
Genau das ist es ja, was ich geschrieben habe: Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Haus trotzdem den eigenen Vorstellungen entspricht und man wegen der Förderung nicht auf den "Wohlfühl-Charakter" verzichten muss.
 
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