Smarthome Gira sinnvoll Einsetzen

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G

Galaxie

Hi,

wir sind in der Hausplanung und hatten einen Termin bei einer Baufirma. Der Verkäufer hat uns ein Smart Home Dingsbums von der Firma GIRA angeboten. Er ist ziemlich begeistert von der Technik, vom allem davon, dass der Preis im Laufe der Jahre so drastisch gesunken ist. Es soll ungefähr 3.000 Euro kosten. Nun auf meine Frage, was so ein Ding wirklich tolles machen kann, konnte ich wirklich keine überzeugende Antwort kriegen. Von unterwegs steuern? Wozu denn? Manches lässt sich eh auch ohne so eine Anlage nach Uhrzeit programmieren.

Was haltet ihr von so eine Smart Home Anlage? Ist das doch interessant? Habe ich etwas übersehen oder an etwas sinnvolles nicht gedacht? Ich kennen wirklich keinen, der so was hat und auch keinen, der so etwas vermisst... Zu Recht oder zu Unrecht? Was denkt ihr?

Danke für eure Beiträge
 
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C

Che.guevara

Es gibt keinen etablierten Standard; egal was Du machst, es wird sich als Fehler herausstellen.

Genügend Leerrohre reichen, um für die Zukunft gerüstet zu sein!
 
B

b54

KNX ist sehr wohl ein etablierter Standard. Gibt es seit über 20 Jahren und ist in alle Richtungen offen. Benötigt halt eine entsprechende Verkabelung.
 
P

Payday

diese Systeme sind für verspielte Männer, die wirklich jeden Mist einstellen wollen. für moderne Geräte gibt eh eh immer irgendeine web Anbindung, so das man per Handy/Tablet darauf zugreifen kann. man muss sich halt überlegen, welche dinge man in einen Haus WIRKLICH fernsteuern möchte. machen kann man quasi alles, das meiste ist aber quatsch.

- Heizung steuern bei Fußbodenheizung ist Stuss , weil die Fußbodenheizung einmalig auf Temperatur gestellt wird und 365tage/Jahr auf der Stellung bleibt
- elektrische Rollläden per Funk, gibt es eigenes System (zb warema), welches einfach per Funk läuft
- licht, ja kann man machen. man kann aber auch einfach nen Schalter da hinsetzen wo man später das licht an/ausschalten möchte.
- Lüftungsanlage steuern: moderne anlagen bieten bereits eine webansteuerung. ansonsten ist das eh Spielerei, da man diese eh meistens gleich laufen hat (man kann natürlich ne wissenschaft draus machen...)

nun das wirklich interessante:
- Haustür mit Video klingel und pi pa po: jemand klingelt an deiner Haustür, du bekommst auf dem Handy einen Anruf. du kannst rangehen und mit den Besucher sprechen. du kannst auf dem Handy deine Haustür öffnen, damit der Besucher (zb Postbote mit Paket) reingehen kann.

Problem: die Haustür kann nicht ferngesteuert wieder geschlossen werden. preislich liegt sowas lockerflockig über deinen 3000€

man kann einige tolle Spielereien einbauen, die einzeln betrachtet aber auch so funktionieren. wie schon gesagt laufen die meisten Systeme eh nicht zusammen (außer vielleicht knx). für viele komfortspielereien gibt es auch sehr gute nachrüstsysteme. jetzt irgendwas reinzuzwängen was man nicht möchte macht wenig Sinn.

eine Idee für einen mit zuviel Geld: klimaanlagenleitungen (Rohre) vorbereiten und mit Verlegen lassen
 
B

b54

@Payday, da muss ich etwas widersprechen. Sicher kann man viele Sachen als Spielerei abtun. Eins ist jedoch sicher, eine Nachrüstung wird dann auf ein Funksystem herauslaufen, was nie so stabil funktioniert wie ein kabelgebundenes System. Zudem müssen die Aktoren dann dezentral eingebaut werden, was dann auch wieder mit höheren Kosten einhergeht, da ich ja dann keine Sammelaktoren nutzen kann, sondern z.B. für jeden Rolladen einen einzelnen Aktor setzen muss. Allerdings für 3.000 € wird man da nicht viel bekommen, da stimme ich Payday zu.
 
T

Tom1607

ich sehe das etwas anders. Ich denke wer heute ohne KNX baut macht einen Riesen Fehler. Eine Installation die vergleichbare Funktionalität wie eine Standardelektrik hat ist mit Mehrkosten im Bereich von 2.000 Euro realisierbar.

Ich selbst mache bei meinem Bau das gerade und muss sagen es war diesbezüglich die beste Entscheidung was die Elektrik angeht....

Ich habe in den meisten Räumen Präsenzmelder und man gewöhnt sich sehr schnell daran das man keinen Lichtschalter mehr braucht (auch wenn ich durchaus Schalter habe nur nutze ich die fast nicht mehr). Da ich aktuell noch nicht in meinem Haus wohne (Einzug soll Weihnachten sein) sondern nur zum 'Arbeiten' hier bin. Merke ich doch dann daheim wenn ich .z.B. vom Schlafzimmer ins Bad gehe (3xLicht an und auch wieder ausmachen). Das es im Haus doch schön ist. Wenn ich da von Raum zu Raum wandere geht das Licht halt an.

Es kommen noch mehr Sachen die einfach ein gewisses Maß an Luxus mitbringen. z.B. Rollo's bei mir gehen die von allein runter wenns dunkel ist und von allein auf wenns hell wird. Wenn ich auf der Terrasse bin (Türkontakt) dann bleibt dieser Rollo oben bis ich die Tür verriegle dann fährt er zu. Wenn die Rollos unten sind und ich öffne ein Fenster fährt der Rollo 10%auf so das die 'Ritzen' zum Lüften offen sind.

Andere Spielereien kann man wenn man die Rollos schon Elektrisch hat auch gleich mitmachen. So habe ich an den Fenstern die üblicherweise für Weihnachtsdeko Benutze werden in die UP Dosen wo die Rollos geklemmt sind noch eine Steckdose eingebaut. Da von der Unterverteilung eh ein 5 Adriges Kabel zum Rollo geht habe ich die freie 5. Ader für diese Steckdose verwendet. Wenn jetzt der Rollo zu fährt dann wird auch diese Steckdose abgeschaltet. So kann man da die Fensterdeko Reinstecken und die wird automatisch abgeschaltet.

Ich verwende bei mir nur Aktoren die auch Strommessung können (der Aufpreis dafür ist minimal) So kann man z.B. ganz einfach eine 'Angsterkennung' einbauen.
Z.B. Hauswirtschaftsraum wo gebügelt wird. Erkennt man ob das Bügeleisen aus ist. Herd, erkennt man ob der abgeschaltet ist usw.... Das ist bei den '2000' Euro alles schon drin. Teuer wird KNX erst wenn man mit Visualisierung anfängt also Bedienpanels an der Wand, besondere Taster die auf Zuruf funktionieren oder andere Luxusfunktionen.

Der Vorteil wenn man von Anfang an auf KNX setzt ist das es jederzeit aufrüstbar ist. Ich tausche den 80Euro Taster gegen einen 800Euro Taster und schon kann ich mit dem Haus reden.

Deswegen würde ich das immer wieder machen. Wichtig ist halt wie bei allen Sachen das man sich 'VORHER' entsprechend informiert. Das ist das was die meisten Hausbauer nicht auf dem Plan haben. Es braucht ne Menge vorbereitungszeit wenn man nicht hinterher (nach Unterschrift) teuer abgezockt werden will. Ich denke das gilt bei allen Gewerken. Wenn ich nur daran denke wie viel Zeit ich für Infos bezüglich Elektrik, Heizung und Estrich, KWL, Zentralsauger und und und investiert habe ....Da geht fast mehr Zeit als fürs eigentlich machen darauf.
 
M

Marko958

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrkosten nur 2000€ betragen sollen. Es müssen doch überall separate Kabel gezogen werden, oder?
 
O

ONeill

Es ist möglich, aber ich denke nur in Eigenleistung. Die Kabel selber sind komplett vernachlässigbar. Ein Elektriker lässt sich aber natürlich den Mehraufwand beim Verlegen, dem Verteilerschrank und die Programmierung entsprechend bezahlen.

Eine Visualisierung muss auch nicht teuer sein, wenn man etwas technisches Verständnis und Spieltrieb mitbringt. Tablet an die Wand mit smarthome.py und SmartVisu. Dann beschränken sich die kosten auf ein Tablet und einen raspi.

Wir verbauen auch ein KNX-System bei uns in EL mit Elektriker in der Familie. Ich Übernehme Planung, Programmierung und Kabel ziehen, er den Anschluss. Wir bekommen vom GU ca. 10.000 Euro für die Elektrik gut geschrieben. Für nicht sehr viel mehr bekomme ich das Bus-System jetzt umgesetzt.
 
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Zuletzt aktualisiert 10.08.2022
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