Position KWL im unterirdischen Keller?

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Hallo zusammen.

Wir bekommen eine kwl mit Wärmerückgewinnung.
Falls relevant: Das Haus hat eine Grundfläche von ca. 130m² und Wohnfläche von ca. 115 m².
Aktuell haben wir den ersten Plan der Architektin bekommen.

Geplant war das die KWL in den Keller installiert wird.
Jetzt haben wir aber das Glück (?!?!?!) das unser Grundstück fast eben ist.
Der Keller wird also komplett unterirdisch liegen.
Deswegen hat die Architektin jetzt auch den Plan so geändert das die KWL im Hauswirtschaftsraum sein wird.

Grund: Die Anlage muss ja irgendwie Luft ansaugen / abblasen. Wenn wir die KWL trotzdem im Keller wollten müsste man entweder an der Ecke abgraben (wollen wir nicht), oder s.g. Lüftungstürme installieren (= Aufpreis bzw. das was ich dazu gefunden hatte war einfach hässlich).

Jetzt stelle ich mir folgende Fragen, in der Hoffnung das mir von euch jemand hier helfen kann:

1. Könnte man nicht einfach im Keller die beiden Rohre (Zu- / Abluft) nach außen führen und an der Stelle einfach einen Lichtschacht außen anbringen (natürlich ohne Fenster im Keller). Dann könnten Zu und Abluft in dem Lichtschacht sitzen und es würde denke ich nicht so schlecht aussehen. Oder müssen Zu- / Abluft einen gewissen Abstand zueinander haben ?

2. Wenn Punkt 1 nicht gehen würde, könnte man nicht einfach die Lüftungseinheit im Keller unter dem Hauswirtschaftsraum installieren. Die Zu / Abluft würde dann durch den Boden des Hauswirtschaftsraumes in den Keller geführt und im Hauswirtschaftsraum nach außen (hoffe man versteht was ich meine). Dann wären die Öffnungen ja auch hoch genug.

3. Wenn keiner der beiden Punkte gehen würde. Wir laut ist normal so eine Anlage bei der Hausgröße ? Wäre das störend im Alltag ?

Schonmal vielen Dank für eure Meinungen
 
Hallo,

Oder müssen Zu- / Abluft einen gewissen Abstand zueinander haben ?
Ja, gute 3,00 m; zudem sollte das Abluftrohr nicht zur Nachbarseite weisen.

3. Wenn keiner der beiden Punkte gehen würde. Wir laut ist normal so eine Anlage bei der Hausgröße ? Wäre das störend im Alltag ?
Warum wählst Du nicht den naheliegenden Weg und sockelst den Keller um ca. 50 cm aus dem Erdreich heraus? Lassen dies Trauf- und Firsthöhen nicht zu, solltest Du dem Rat Deiner Architektin folgen.

Ob die Anlage im Betrieb "laut" ist, hängt tatsächlich vom verbauten Anbieter ab. Erst im letzten Jahr hat sich einer unserer Kunden vom "helfenden" Elternteil - die denkbar komplizierteste aller wünschenswerten Möglichkeiten während eines BV - überzeugen lassen, ein österreichisches Produkt statt der von uns empfohlenen LWWP zu verbauen. Das Augenmerk des Elternteils lag auf der äußeren Geräuschentwicklung, verkennend, dass es auch hierfür in Deutschland eine DIN gibt; eine Geräuschentwicklung demzufolge so oder so nur gedrosselt erlaubt ist.

Jetzt steht direkt vor dem Küchenfenster eine Außeneinheit, ca. 1,00 x 1,00 m (ein "eycatcher" :rolleyes:) - mit "gefühlt" null Geräusch, dafür ist es im Haus spürbar lauter geworden - der HAR durch den, bei der Anlage, notwendigen Pufferspeicher so "unhandlich" geworden, dass ich mich frage, wie die erforderlichen Wartungsintervalle realisiert werden sollen, ohne, dass sich der Monteur die Finger verrenkt. In Summe hat unser Kunde mit großen Aufwand - Mehrpreis gute TEUR 5 - ein deutlich höheres Innengeräusch ... aber der Elternteil ist überzeugt und somit auch der Kunde; Herz, was willst Du mehr?

Wir verbauen bei getrennten Systemen das Produkt eines japanischen Herstellers, bei Kompaktgeräten die Anlagen des Marktführers; ich persönlich halte die Geräuschentwicklung bei beiden für vernachlässigbar; möchte sogar meinen, dass das permanente Zünden einer Gas-/Brennwerttherme lauter ist. Aber dieses Empfinden ist subjektiv und mir - da ich besser um die Notwendigkeiten beim Bau eines EFH weiß, als nahezu jeder Bauherr - leuchtet ein, dass es die "eierlegende Wollmilchsau" nicht gibt :D

Freundliche Grüße
 
Danke für die ausführliche Antwort.

Bei den 3 Metern Abstand wäre die Variante Lichtschacht also schon mal weg.

Wenn ich das richtige gesehen habe, lassen die Bauvorschriften nur eine Gibelhöhe von 8,50 m zu.
Die haben wir aktuell schon (leider) erreicht.

Den Hersteller / Typ der Anlage versuche ich gerade in Erfahrung zu bringen.

Diesen Eyecatcher hat man aber ja nur bei der Wärmepumpe, oder ?
Wenn ich das richtige gesehen habe hat man bei der KWL ja nur die "Gitter" in der Wand.

Der Rest der Technik (Gas-BWT, Pufferspeicher, ...) wäre eh im Keller.

Was wäre von der Variante 2 (Rohre durch Kellerdecke in HWR und dann nach außen) zu halten.

Würden die beiden Schächte die im HWR entstehen genausoviel Platz wegnehmen wie die Einheit der KWL ?
 
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Hallo,
...Aktuell haben wir den ersten Plan der Architektin bekommen.
Da muß ja der Luftmengenplan gemäß 1946-6 bereits Vorligen.
...Deswegen hat die Architektin jetzt auch den Plan so geändert das die KWL im Hauswirtschaftsraum sein wird.
Was hat das mit Glück zu tun? Die KWL-Zentrale sollte stets im HWR zu finden sein.
...Grund: Die Anlage muss ja irgendwie Luft ansaugen / abblasen. Wenn wir die KWL trotzdem im Keller wollten müsste man entweder an der Ecke abgraben (wollen wir nicht), oder s.g. Lüftungstürme installieren (= Aufpreis bzw. das was ich dazu gefunden hatte war einfach hässlich).
Das Bauen besteht meist aus der Realisierung von Kompromissen (konkurrierende Ansprüche);)
...
1. Könnte man nicht einfach im Keller die beiden Rohre (Zu- / Abluft) nach außen führen und an der Stelle einfach einen Lichtschacht außen anbringen (natürlich ohne Fenster im Keller).
Sogar der Lichtschacht wäre entbehrlich! ;)
Oder müssen Zu- / Abluft einen gewissen Abstand zueinander haben ?
Ja!
...
2. Wenn Punkt 1 nicht gehen würde, könnte man nicht einfach die Lüftungseinheit im Keller unter dem Hauswirtschaftsraum installieren. Die Zu / Abluft würde dann durch den Boden des Hauswirtschaftsraumes in den Keller geführt und im Hauswirtschaftsraum nach außen (hoffe man versteht was ich meine). Dann wären die Öffnungen ja auch hoch genug.
Selbstverständlich ist das möglich!
Hoffentlich ist die Architektin bei der Dimensionierung von Hzg u. WW nicht ebenso hilflos ;)

v.g.
 
Solche Pläne haben wir nicht bekommen.
Allerdings dienten die ersten Abzüge lt. Architektin erst mal dazu zu entscheiden ob uns die Grundrisse, Türen und Fenster passen.

Technikpläne etc. kämen danach.

Aber wir sind halt zu ungeduldig ;-)

Allerdings bauen wir auch "von der Stange", sprich Fertighaus mit einem "Standardgrundriss".

Das die KWL Zentrale immer im HWR ist beruhigt mich schon mal.
Wir hatten halt beim ersten Gespräch direkt gesagt, "alles was Technik ist ab in den Keller, da stört es nicht".

Dimensionierung Hzg. und WW wird vom Haushersteller wohl gemacht, von denen haben wir zumindest den KfW Nachweis für die Bank bekommen.
 
....Dimensionierung Hzg. und WW wird vom Haushersteller wohl gemacht, von denen haben wir zumindest den KfW Nachweis für die Bank bekommen.
Na, das dürfte schon mal kräftig in die Hose gehen, denn EnEV/KfW Ergebnisse bzw. Randbedingungen dürfen nicht zur Dimensionierung einer Anlage verwendet werden (unzulässig => DIN 4701-10!)

v.g.

NB:
Vom Anbieter eine belastbare Bedarfs-/Verbrauchsprognose erstellen lassen ;)
 

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