EnEV2016 Solar kWh Primärenergiebedarf Lüftungsanlage

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Ja das würde mich auch interessieren

Schade, dass bislang noch keine Rückmeldung gekommen ist, die Antworten wären für viele andere ebenfalls hochinteressant, wenn auch nur als Indiz.

Meine eigene laienhafte Hochrechnung mittels dem ENEV-Excel-Tool der Uni Kassel ergab, dass wir bei Gas+KWL ohne Solar auch bei besserer Dämmung (KfW55-Niveau) und Dichtheitsprüfung beim Ht-Wert (0,24) zwar mehr als 15% unterhalb der EnEV-2016 Vorgabe ( 0,35) sind, aber beim Jahres-Primärenergiebedarf eben nicht.


Das EEWärmeG fordert als gültige Ersatzmaßnahme einen 15% niedrigeren Jahres-Primärenergiebedarf als EnEV2016 und einen 15% besseren Dämmwert als EnEV2016.



Es ergab sich bei uns ein zulässiger Jahres-Primärenergiebedarf laut EnEV2016 von maximal 49,38 kWh/(m²a). Das Haus erreichte aber "nur" 52,85 kWh/(m²a). Damit wäre nicht mal die EnEV2016 erfüllt.
Die EnEV2014 mit 65,84 kWh(m²a) Höchstwert hätten wir damit zwar geschafft, aber das zählt ja nicht mehr. Dann hätte es sogar als Ersatzmaßnahme (85% = 55,96 kWh/(m²a)) gereicht ohne Solar.

Wenn man eine detaillierte Wärmebrückenberechnung anfertigen lässt käme unser Haus (je nach Ergebnis dieser Berechnung!) auf spekulative 48,40 kWh/(m²a) und damit lägen wir erst damit gerade so innerhalb der EnEV2016.


Also sehe ich überhaupt keine Möglichkeit im Rahmen meiner laienhaften Eingaben in dem Excel-Rechner seit der EnEV2016 auf Solar zu verzichten im Rahmen des EEWärmeG wenn man Gas nutzen möchte.

Unser Energieberater rechnet gerade, hat uns aber auch nicht wirklich Mut gemacht hierfür.



Umso interessanter wären die Angaben/Berechnungen anderer Bauherren bzw. die Kontaktdaten zu deren Energieberatern ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Warte mal ab was der Energieberater sagt. Der wird den ein oder anderen Kniff kennen.
Wenn ich mal in meinen Wärmeschutznachweis gucke und die ganzen Faktoren sehe, die mit reinzählen ... z.B. Hilfenergie (Zirkulation vorhanden ja/nein), Nachtabsenkung, soalre Gewinne ... Die Lüftungsanlage haut durch die Wärmerückgewinnung auch gewaltig in den Energiebedarf rein. Eine Photovoltaik wirkt sich auch positiv aus, falls das in Frage käme.
 
Mauerwerk:
17.5 cm Porenbeton/ Ytongg
16 cm 2 lagige Mineralfasermatte
3 cm Arbeitsfuge
11.5 cm Verblender

U Wert: 0.15

Dach bzw Decke:
Mineralfaser- 20 cm und 10 cm- WLG 035

U Wert: 0.12

Also aus meiner Sicht Standard.
 
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Mauerwerk:
17.5 cm Porenbeton/ Ytongg
16 cm 2 lagige Mineralfasermatte
3 cm Arbeitsfuge
11.5 cm Verblender

U Wert: 0.15

Dach bzw Decke:
Mineralfaser- 20 cm und 10 cm- WLG 035

U Wert: 0.12

Also aus meiner Sicht Standard.
Bei uns sieht der Wandaufbau genau so aus.
Im Dach bzw. Balkenlage haben wir 24 cm WLG 035.

Somit können wir ebenfalls auf die Solaranlage verzichten und verbauen stattdessen eine zentrale Lüftungsanlage.
 
Wir wollten eine Gas-Brennwert mit einer KWL mit Wärmerückgewinnung kombinieren. Unser Architekt sagt, das genügt nicht, um die Anforderungen zu erfüllen.
Also wird es doch wieder zusätzlich die unbeliebte PV-Anlage mit dem Thema EÜR beim Finanzamt geben.
Diesmal mit einem Speicher.
 
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Eine Photovoltaik-Anlage hat überhaupt keinen Einfluss auf den Primärenergiebedarf. Du meinst wohl Solar-Thermie.
Ich würde das vorab rechnen lassen, anstatt dem Architekten blind zu vertrauen. Imho sollte das nämlich sehr wohl möglich sein, wenn man ergänzend etwas mehr in Dämmung investiert. Das ergibt dann insgesamt auch ein sehr viel sinnvolleres Paket, da Solar-Thermie sich regelmäßig nicht rechnet und im Gegensatz zur KWL auch keinerlei weitere Vorteile mit sich bringt.
 
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