KNX im EFH für moderne LWWP notwendig?

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KNX im EFH für moderne LWWP notwendig?

  • Ja, das ist einfach zu overloaded, brauchst du als 0815-Endanwender nicht

    Stimmen: 31 60,8%
  • Auf garkeinen Fall! KNX brauchst du wenn du ein smartes zuhause willst!

    Stimmen: 20 39,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    51
Mycraft

Mycraft

Moderator
Aus dem Grunde gebe ich selten konkrete Beispiele. Es wird immer jemanden geben der um die Ecke kommt und dann heisst es: Wozu das Ganze? Die Frage stellt sich aber gar nicht.

Da ist auch nicht witziges dran. Es wurde nach einem Beispiel für adaptive Algorithmen gefragt und ich habe eines aufgezeigt. Natürlich kann man Ähnliches mit dem einen oder anderem System auch abbilden.

Fragt sich eben nur wie lange es dauert und was man dafür alles benötigt und wie stabil es dann läuft.
Schafft das auch ein Elektriker mit der normalen Ausbildung und rudimentären Programmierkenntnissen so etwas auf die Beine zu stellen? Das wage ich zu bezweifeln. Mit KNX kann er das.

Ich muss auch nichts glauben, mir sind die Möglichkeiten und Wege diverser Ansätze in der Gebäudeautomatisation bekannt. Meine ersten Gehversuche in der Automatisation hatte ich mit dem LPT Port auf einem 80486 und seitdem einiges anderes kennengelernt, betrieben und gewartet. Diverse Feldbusse, SPS und Funkstandards. Für Insellösungen ist manches super aber für ein Gesamtkonstrukt wie ein Haus kommt an KNX einfach nichts ran. Und das was da einem heutzutage so als Smarthome an jeder Ecke verkauft wird erinnert mich an diese ersten Schritte.

Weitere Beispiele wären z.B. eine selbstlernende An-/Abwesenheit, adaptive Temperatursteuerung und Human Centric Lighting. Naja und alles mögliche was einem noch so in den Sinn kommt.

Nicht alle Produkte benötigen eine Cloudanbindung
Hat auch keiner behauptet. Da steht nur dass KNX in dem Fall und im Prinzip generell keine Cloudanbindung benötigt.

und deine beschriebene KI-gesteuerte Anwesenheitssimulation ist 1000%ig auch nicht KNX out of the box.
Hast Recht, ich musste die zu überwachenden Instanzen festlegen und die Dynamik aktivieren. Das Zusammenklicken auf dem Sofa hat ganze 10 Minuten gedauert.

Dazu kommt dann auch mal wieder, wozu braucht man dies? Wohnt ihr alle in einem Gebiet wo 5mal in der Woche wo eingebrochen wird. Sind eure Häuser so edel, dass da wer einbricht?
Wozu denn überhaupt Häuser? Wozu hat ein Auto heutzutage eine Abstandsregelung? Wozu elektrisches Licht und wozu Fernbedienungen?

Das da oben ist ein Beispiel für eine Funktion, welche über das simple Schalten von Lichtern und Steckdosen hinausgeht. Derjenige der in einer gefährdeten Gegend wohnt wird sowas als nützlich empfinden ein anderer der das Haus/Auto offen stehen lassen kann, eben nicht.

Genauso wie manche Rollläden als Notwendigkeit empfinden, anderen dagegen schon Vorhänge zuviel sind.

Beide Individuen könnten aber ein intelligentes Zuhause besitzen. Inkl. Anwesenheitssimulation.

KNX ist super, keine Frage, aber wie schon oft hier geschrieben wurde, es macht nicht in jedem Fall Sinn.
Ja da stimme ich zu, wenn man ein fernbedienbares Haus/Wohnung braucht und im Prinzip nur an Lichtern und Rollläden spielen, ist KNX wahrscheinlich nicht die richtige Option.

Und noch ein Frage am Rande, hier wird immer die Flexibilität von KNX angepriesen, ist es auch keine Frage, aber wie oft ändert ihr was an eurer Konfiguration?
Das kannst du nicht beziffern, es kann sein das man seine Routinen lebt und alles eingefahren ist und keinerlei Einmischung braucht. Es kann aber auch sein dass neue Bewohner dazukommen, sich Lebensgewohnheiten ändern, Zimmer ihre Funktion wechseln oder die Einrichtung undundund.

Somit ist es sehr subjektiv. Der Eine muss da jede Woche oder täglich daran herumwerken, in der Regel freiwillig, weil man Spaß daran hat. Beim Anderen läuft alles Jahre ohne einen Finger zu bewegen.

In meinem Fall hatte ich mit etwa 50 Geräten angefangen dann wurden es etwas mehr als 80 jetzt sind es um die 75. Teilweise wurden Sensoren und Taster ausgewechselt oder hinzugefügt um mehr Funktionen zu erhalten. Allerdings habe ich bestimmt seit über einem Jahr gar nichts mehr verändert. Es läuft alles so wie es gebraucht wird.
 
N

Notstrom

In meinem Fall hatte ich mit etwa 50 Geräten angefangen dann wurden es etwas mehr als 80 jetzt sind es um die 75. Teilweise wurden Sensoren und Taster ausgewechselt oder hinzugefügt um mehr Funktionen zu erhalten. Allerdings habe ich bestimmt seit über einem Jahr gar nichts mehr verändert. Es läuft alles so wie es gebraucht wird.
was genau hast du im Einsatz? Welcher„ Anbieter“, Server, Visualisierung?
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Naja KNX-typisch gibt es nicht den einen "Anbieter" die Geräte sind u.A. von:

ABB, GIRA, Busch-Jäger, Berker, Hager, JUNG, Enertex, Woertz, Lingg&Janke, Elsner, MDT, Siemens, Merten, Rademacher, Zennio. usw. und natürlich noch einige Nicht-KNX Geräte wie NAS, NVR usw.

Als Server/Logikengine etc. soll demnächst der GIRA Homeserver ans Netz gehen. Der liegt seit nem Jahr in der Kiste und verstaubt. Momentan ist als Visu noch die Smartvisu im Einsatz.
 
N

Notstrom

Naja KNX-typisch gibt es nicht den einen "Anbieter" die Geräte sind u.A. von:

ABB, GIRA, Busch-Jäger, Berker, Hager, JUNG, Enertex, Woertz, Lingg&Janke, Elsner, MDT, Siemens, Merten, Rademacher, Zennio. usw. und natürlich noch einige Nicht-KNX Geräte wie NAS, NVR usw.

Als Server/Logikengine etc. soll demnächst der GIRA Homeserver ans Netz gehen. Der liegt seit nem Jahr in der Kiste und verstaubt. Momentan ist als Visu noch die Smartvisu im Einsatz.
Und was hast du alles in deinem System drin? Fände ich mega mal eine Referenz zu haben.
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
Tja die üblichen Sachen halt.

Die Gesamte Außenhaut und das Innenleben des Gebädes wird dauerhaft überwacht also alle Fenster und Türen und jegliche Veränderungen direkt gemeldet. Diese Erkenntnisse werden für die Subsysteme wie HVAC, Alarmanlage, Rollläden, Beschattung, Licht benutzt.

Insgesamt die ganze HVAC wird mit etlichen Sensordaten gefüttert und entscheidet dann selbsttätig anhand dessen was zu tun ist, ob eben mehr oder weniger geheizt, gekühlt oder gelüftet werden muss oder auch ob das Heißwasser im Speicher ausreicht und durch die Sonne erwärmt werden kann, oder die Therme anspringen muss. Alle Geräte kommunizieren miteinander über den BUS und wissen was zu tun ist.

Das Haus "weiß" jederzeit wo sich die Bewohner befinden und ob diese schlafen, arbeiten oder Gartenarbeit verrichten.

Wenn wir alle das Haus verlassen geht es sozusagen in den Schlafmodus, alles unnötige wird abgeschaltet und die Alarmanlage geht an. Die Beschattung und die lernfähige Anwesenheitssimulation ebenso(die hatte ich ja schon beschrieben). Somit wird jederzeit sichergestellt, dass es so aussieht als ob jemand zu Hause wäre. Egal ob man nur eine Stunde weg ist oder im Urlaub. Wenn wir zurückkommen erkennt das Haus das auch selbstständig und lässt uns rein, schaltet alle Sicherheitsvorkehrungen ab und wacht sozusagen wieder auf.

Subsysteme:

Beschattung z.B. errechnet anhand der Eingangsparameter wie:

- Sonnenintensität an den jeweiligen Fenstern
- mittlere Innentemperatur der jeweiligen Räume
- Aussentemperatur
- An-/Abwesenheit der Bewohner

jederzeit die eventuell notwendige Höhe der Absenkung der Rollläden natürlich mit Hysteresen so dass die nicht ständig hin- und herfahren. Jedes Fenster für sich ohne eine Zentrale. Welche es trotzdem zusätzlich gibt um dann die Automatik übersteuern zu können falls doch etwas anderes gewünscht ist. Kommt aber sogut wie nie vor. Etwa alle zwei Wochen werden die Endpunkte automatisch geprüft und ggf. nachkorrigiert. Somit laufen alle Rollläden immer gleiche Werte an wenn diese z.B. in Gruppen laufen. Hinderniserkennung etc. ist natürlich auch mit an Bord. Weiterhin erkennen die Rollläden schon den Versuch am Panzer zu ziehen oder zu drücken und melden das an die Alarmanlage.

Rollläden generell, gehen morgens hoch, abends runter(abhängig von Sonne und Zeit). Zusätzlich gibt es eine Menge weiterer Abhängigkeiten. z.B. wenn noch geschlafen wird dann bleiben die Rollläden in den Schlafräumen unten bis zu gewissen Zeiten(wenn man dann doch aufstehen muss) alle anderen gehen trotzdem schon hoch. Und z.B in der Weihnachtszeit bleiben die Rolläden an Fenstern mit Weihnachtsbeleuchtung solange oben bis wir schlafen gehen.

Spezialfall Terrassentür. Hier wird auch noch überwacht ob die Bewohner draussen sind oder nicht und solange jemand eben noch draussen ist bleibt der Rolladen oben und geht nicht runter. Sind alle wieder im Haus und keiner mehr draussen geht alles nach eine kurzen Weile runter. Will man doch wieder raus, geht der Rolladen natürlich wieder auf und bleibt dann wieder solange oben wie nötig.

Die Lüftung wird jederzeit stufenlos gesteuert und fährt die Leistung ohne manuelle Eingriffe rauf oder runter je nachdem was gerade so los ist und welche Werte die Sensoren melden. Überwacht werden Feuchtigkeit, VOC, CO2 und die Temperaturen in den Räumen. Auch hier ist immer eine manuellle Übersteuerung möglich.

Die Heizung wird über den Rücklauf und die Außentemperatur geregelt ohne ERR, jedoch werden die Zimmer überwacht und die Temperaturen dargestellt. in der Regel bewegen sich die ursprünglich eingestellten Werte im Bereich von +/-0,5°K. Egal ob es stürmt und schneit oder draussen +35°C sind. Hier lernt das System auch immer wieder dazu und beobachtet unser Verhalten und so werden unnötige Heiz-/Kühlorgien vermieden.

Die Klimaanlage passt sich dann immer jeweils den Bedürfnissen an, geht halt an im Sommer, wenn es zu warm sein sollte, aber eben nur wenn wir da sind oder bald nach Hause kommen.

Licht:
Von den 8 Tastern welche wir im Haus haben werden im Prinzip nur 3 mehr oder weniger regelmäßig benutzt und zwar die beiden in den Kinderzimmern und der im Wohnzimmer. Alle anderen Taster sind zwar da aber nicht undbedingt notwendig, denn die Lichter gehen in den meisten Bereichen immer präsenzabhängig an und aus. Hier gibt es auch eine vorausschauende Logik welche die Bewegungsrichtungen erkennt und die Lichter teilweise einschaltet bevor man den Präsenzbereich erreicht. 8 von insgesamt 16 Lichtgruppen sind dimmbar, hier erkennen die Dimmer immer selbst welche Art Leuchtmittel in der Lampe gerade ist und passen die Dimmkurve wenn nötig automatisch an. So gehen die Lichter immer in den Rahmen der voreingestellten Parameter an und aus. Abhängig von Tageszeit, Naturlicht und der Tätigkeiten der Bewohner.

Schaltbare Steckdosen etc. sehe ich nicht als eine smarte Komponente die sind halt schaltbar (wir haben insgesamt etwa 100 von denen 40 schaltbar sind). Allerdings ja natürlich bringen schaltbare Steckdosen auch etwas Intelligenz mit, wie z.B. die Stromüberwachung aus der man dann darauf schließen kann ob ein Gerät an/aus/stand-by ist und ja natürlich melden Sie auch immer den Status in dem Sie sich gerade befinden. Bzw.

Naja und noch viel viel mehr Kleinigkeiten diverse Szenen, sowas wie Posterkennung oder frischer heißer Kaffee am Morgen automatisch ohne ein Finger zu rühren(Ja man muss immer ne Tasse drunter stehen haben).

Die Visu, Logikengine und Gartenbewässerung wird zur Zeit umgebaut und auch in der Aussenbeleuchtung kommt diesen Sommer wahrscheinlich noch ein wenig mehr dazu. Bis jetzt sind es nur die üblichen Lichter am Eingang und Terrasse, welche dann auch Präsenzabhängig geschaltet werden. Auch kommt diesjahr etwas tunable white ins Haus.

Alles das ohne zusätzliche Services, welche auf die Daten des Hauses und der Bewohner zugreifen könnten. Fast alles passiert lokal und der Zugang zum Internet ist eigentlich nur für die Wettervorhersage und den Zugang von Aussen zum Haus nötig. Naja und sicher natürlich auch dazu die Bewohner über dies oder jenes zu informieren.
Plattformübergreifend und alles ist aus einem x-beliebigen Browser steuerbar. Ohne eine Notwendigkeit über irgendwelche Herstellerapps zu gehen und dann von Updates abhängig zu sein, wo dann plötzlich Funktionen fehlen oder die Geräte dann nicht das tun was Sie mal ursprünglich gemacht haben, oder eben die Parameter abweichen.
 
M

matte

Die Lüftung wird jederzeit stufenlos gesteuert und fährt die Leistung ohne manuelle Eingriffe rauf oder runter je nachdem was gerade so los ist und welche Werte die Sensoren melden. Überwacht werden Feuchtigkeit, VOC, CO2 und die Temperaturen in den Räumen. Auch hier ist immer eine manuellle Übersteuerung möglich.

Die Heizung wird über den Rücklauf und die Außentemperatur geregelt ohne ERR, jedoch werden die Zimmer überwacht und die Temperaturen dargestellt. in der Regel bewegen sich die ursprünglich eingestellten Werte im Bereich von +/-0,5°K. Egal ob es stürmt und schneit oder draussen +35°C sind. Hier lernt das System auch immer wieder dazu und beobachtet unser Verhalten und so werden unnötige Heiz-/Kühlorgien vermieden.
Kannst du die fett markierten Punkte bitte näher erläutern? Wie hast du das genau realisiert?
Z.B. unsere Zehnder Q350 lässt sich nur über Stufen steuern. Auch über die KNX-Schnittstelle
Wie lernt dein Bussystem solche Dinge? Das hört sich für mich ja nach KI an.

Danke!
 
Zuletzt aktualisiert 10.08.2022
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