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Baurecht - Anwalt einschalten oder noch nicht

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Hallo alle

Ich weiss nicht ob ich ich hier richtig rein schreibe.
Also es ist so einiges schief gelaufen und dabei liegt noch nicht mal der er erste Stein.
Nun meine Frage sollte man sich jetzt schon Hilfe vom Anwalt holen. Ich denke im Nachhinein wird das ja auch sehr teuer und das kann man sich nicht leisten.

So nun zum Problem altes Haus zum Termin verkauft laut markler und Baufirma alles kein Problem 12 Monate eingeplant.

Grundstück gekauft, was geteilt werden musste, Baugenehmigung gestellt 11 Monate vorher. Nachdem das Bauamt scheisse gebaut hat und es falsch gelesen hat haben wir 3 Monate verloren und leider nichts schriftlich vom Amt die entsprechende Entschuldigung.
Also hat die Baugenehmigung 6 Monate gedauert statt 3. Bauunternehmen fängt 1 Monat nach Baugenehmigung an die Bauzeitgarantie von 8 Monaten zu rechnen.
Heisst für uns schon das schaffen wir nicht bis zum Auszug.

Erdarbeiten sollten Anfang Februar laufen, laut BU.
tja liefen dann erst im Ende März. Weil man für erdboden 3 Monate brauchte angeblich Angebote reinzuholen.
Rohrbau Angebot kam Ende Februar, dieser sagte dem BU brauche krahn der steht 1 Meter auf der strasse kümmert euch um die Genehmigung und um Strom.

Die hat Bu vergessen, wollte dann schnell Baustrom beim Nachbarn haben. Elektriker bestellt und dann sagt der es geht nicht.
Die Bodenplatte sollte Ende Februar spätestens Ende März da sein.
Und jetzt worden letzte Woche alle Genehmigung zur Stadt vom BU und Bauleiter geschickt, nun sind wir nicht mehr sogut auf das BU zusprechen machen alles nur noch schriftlich und die wissen das wir in eine Not Unterkünfte müssen und Möbel Einlagen.

Das wir selber bei der Stadt auch nach fragen. Da vergisst der Bauleiter alle Unterlagen der Stadt zukommen zu lassen. Und der Rohbauer konnte nach 2 Tagen Verspätung nur die Abwasser Rohre legen weil die Pläne vom Haus alle falsch waren da fehlte das mit den röhren.

Und auf unsere Email reagiert keiner bzw lesebestatigung haben wir. Aber selbst der Chef der Firma ist seit Januar nicht mehr zu erreichbar egal wie.

Kann ein Anwalt helfen, oder nicht wir wollen endlich los legen und schnellst möglich ins Haus. Ohne die Doppel Belastungen wäre das nicht so schlimm. Aber so mit zwei Kleinkindern der Horror.

Sorry die Nerven liegen blank
 
Erstmal alles dokumentieren, Beweise sammeln, Unterlagen sortieren und Überblick über alles verschaffen.

Wie hoch ist die Strafzahlung bei einseitiger Kündigung im Bauvertrag?
 
Erstmal alles dokumentieren, Beweise sammeln, Unterlagen sortieren und Überblick über alles verschaffen.

Wie hoch ist die Strafzahlung bei einseitiger Kündigung im Bauvertrag?

Okay werde mal alle Email ausdrucken. Ehrlich gesagt habe ich das nicht mehr im Kopf mit der Kündigung.

Ich habe mir auch die Tage gesagt hatten wir mal mit einem andern BU gebaut. Wir waren vorher bei einen der innerhalb von 4 Monaten dir ein Haus baut.
Aber das Grundstück bekamen wir nur wenn wir mit diesen besagten BU bauen. Im Nachhinein doof von mir bzw uns hatten den Käufern vom Grundstück Druck machen sollen das wir nur kaufen ohne dieses Bauunternehmen.

Aber die haben vor 1njahr uns das auch alles anders verkauft. Bauen macht Spaß und ich sehe sie schon auf der Terrasse sitzen.
 
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Das Haus zu verkaufen bevor überhaupt mal die Baugenehmigung da ist, ist aber auch ziemlich blauäugig. Da hätte dir hier vermutlich jeder von abgeraten. Dass sich beim Bau etwas verzögert, ist nicht ungewöhnlich.
Naja, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Ich drück euch die Daumen, dass ihr eine Ersatzunterkunft findet.
Dann wäre es erst mal wichtig, was genau im Vertrag steht. Da kannst du dich von einem Anwalt oder Bauherrenverband beraten lassen umd erst mal zu klären, ob dein Bauunternehmer überhaupt gegen den Vertrag verstößt und was bei Verspätung passiert. Steht im Vertrag ein Fertigstellungstermin und sind Strafzahlungen vereinbart?
 
Und auf unsere Email reagiert keiner bzw lesebestatigung haben wir. Aber selbst der Chef der Firma ist seit Januar nicht mehr zu erreichbar egal wie.
Das einzige, was mich hier beunruhigen lässt, ist die Aussage, dass der GU nicht erreichbar ist.
Von "Jemanden vom Bau" erwarte ich nicht, dass er Zeit für Emails schreiben noch Lesen hat, aber von dem Herrn oder Dame im Büro schon.

Da Du aber wohl die Kunst besitzt, alle Fehler auf andere zu schieben, die man doch (wenn man mal den Kopf anschaltet) oft selbst zu verantworten hat, frage ich mich, ob die Form von Euch/Dir so richtig ist.

Es liegt nach Deinem emotionalen Schreiben hier am Makler, am Bauamt, am Bauleiter, am Rohbauer und letztendlich am BU.

Eventuell sind es aber auch nur die normalen Umstände des Hausbaus, die Du fälschlicherweise als Katastrophe erkennst, weil Du Panik schiebst, heimatlos zu werden.
Denn es kann mal passieren, dass zB die Baugenehmigung länger braucht.

Die Frage liegt auf der Hand, ob Du den BU recht günstig geschossen hast?

Was mich irritiert: bei uns in der BLB stand (wie auch usual bei vielen BLBs anderer Firmen), dass Sachen unsere Aufgabe sind. Da läuft der Hinweis des BUs, dass wir uns um Baustrom und -Wasser zu kümmern haben. Dass wir als Bauherr den Bauantrag einreichen müssen... Sicher, sie haben uns unterstützt. Aber machen mussten wir. Auch wir. Wir mussten auch die Pläne überprüfen. Als Vertragspartner muss man das. Wenn man sich das nicht zutraut, dann ein Bausachverständiger.

Nun solltet Ihr aber Euren Hausbau positiv entgegen treten.
Schritt 1: reflektieren, ob der Chef einen Grund hat, Euch nicht zu antworten. Begegnung auf Augenhöhe sollte sein.
Schritt 2: Gelassenheit an den Tag legen
Schritt 3: Bausachverständigen dazubuchen
Schritt 4: Vertrag noch mal genau lesen, was bauseits gemacht werden muss, also um was Ihr Euch kümmern müsst.

Schritte 1-4 sind tauschbar ;)

Das wahre Problem für Euch ist dieses hier (vorausgesetzt, die Probleme werden von Euch falsch reflektiert)
Heisst für uns schon das schaffen wir nicht bis zum Auszug.
Das ist keine Schande und auch zu meistern.
Da sucht Ihr Euch eine Scheune oder Container in der Nähe des Bauortes und lagert Eure Möbel ein. Am besten ist es natürlich, wenn ihr eine professionelle Umzugsfirma nehmt.
Bewohnen könnt Ihr in der Wartezeit eine Ferienwohnung oder -Haus. Wir haben es selbst gemacht, da auch wir das alte Haus abgeben mussten, eine Kollegin lebt seit Dezember mit ihrer Familie auf 60 qm. Sie sieht es positiv, denn es geht. Es entschleunigt ungemein, sagt sie.

Viel Glück!
 
Oha, sehr chaotisch, aber das werdet ihr alles überstehen.

Ich versuche mal ein paar Sachen zu sortieren:
- Das Haus wurde zu wann verkauft? Wann müsst ihr raus? Mach bitte mal eine Liste mit den Datumsangaben: Erteilung Baugenehmigung, Baubeginn, Verkauf und Auszug des Hauses. Ich konnte das aus dem Text leider nicht ganz rekonstruieren.
- Wie ihr gemerkt hat können viele Verzögerungen auftreten. Mit sehr viel Pech legt Corona noch weitere Monate Verzug darauf. Daher müsst ihr mit Priorität 1 die Wohnsituation klären.
- Eine Notunterkunft nennt sich Hotel. Das ist natürlich quatsch. Ich sehe zwei Möglichkeiten: Den Käufer um Aufschub bitten und eine übliche (bis zweifache) Miete für das Haus pro Monat bieten. Alternativ übergangsweise eine Wohnung mieten. Einlagern kann jede Umzugsfirma.


Und jetzt worden letzte Woche alle Genehmigung zur Stadt vom BU und Bauleiter geschickt, nun sind wir nicht mehr sogut auf das BU zusprechen machen alles nur noch schriftlich und die wissen das wir in eine Not Unterkünfte müssen und Möbel Einlagen.

Das wir selber bei der Stadt auch nach fragen. Da vergisst der Bauleiter alle Unterlagen der Stadt zukommen zu lassen. Und der Rohbauer konnte nach 2 Tagen Verspätung nur die Abwasser Rohre legen weil die Pläne vom Haus alle falsch waren da fehlte das mit den röhren.
Das habe ich leider nicht verstanden. Liest sich leider etwas wirr. Aber unabhängig davon kann ich nur ypg uneingeschränkt zustimmen. Insbesondere Schritt 3, einen Bausachverständigen:

Nun solltet Ihr aber Euren Hausbau positiv entgegen treten.
Schritt 1: reflektieren, ob der Chef einen Grund hat, Euch nicht zu antworten. Begegnung auf Augenhöhe sollte sein.
Schritt 2: Gelassenheit an den Tag legen
Schritt 3: Bausachverständigen dazubuchen
Schritt 4: Vertrag noch mal genau lesen, was bauseits gemacht werden muss, also um was Ihr Euch kümmern müsst.
Noch eine Sache zum Anwalt: Die Verzögerungen bei der Stadt kann man dem GU nur schwerlich anlasten. Auch alle weiteren Verzögerungen sind ggf.. mit dem Todschlagargument Corona begründbar. Solange der BU noch innerhalb seiner Bauzeitgarantie ist (Beginn ein Monat nach Genehmigung) kann er solange trödeln wie er will. Er ist auch nicht verantwortlich für eure Wohnsituation. Vergiss den Anwalt, sucht einen Bausachverständigen, mit dem ihr gut klar kommt.
 

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