ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
WilderSueden04.10.22 22:56
Ich finde es ehrlich gesagt obszön, dass 40 000€ mit Steuergeld gefördert werden. Aber ich bin jetzt auch nicht so reich, dass ich Geld verschenken würde und erst recht nicht in der Höhe. Der Sprung von ordentlichem KfW55 auf 40 war jetzt nicht wirklich aufwändig und da die Photovoltaik damals (vor fast 2 Jahren) mehr oder weniger gesetzt war, gab es die Batterie dann noch gratis dazu.
Als Ordo-Liberaler bin ich auch der Meinung, dass wir das Klein-klein nicht bräuchten weil es Fehlanreize schafft. Batterie, Erdwärmebohrungen in Niedrigenergiehäusern, KNX-Spielereien, sündhaft teure Kombigeräte für Kontrollierte-Wohnraumlüftung und Luft-Wasser-Wärmepumpe. Wichtiger wäre einfach mal eine langfristig denkende Politik die klare Rahmenbedingungen schafft statt der Regelung des Jahres. Und gerade die Photovoltaik war eigentlich schon länger ein Selbstläufer. Bis dann die Kombi aus Lieferketten, explodierenden Stromkosten und Photovoltaik-Pflicht kam. Jetzt gibt es nur noch Mondpreise.
Als Ordo-Liberaler bin ich auch der Meinung, dass wir das Klein-klein nicht bräuchten weil es Fehlanreize schafft. Batterie, Erdwärmebohrungen in Niedrigenergiehäusern, KNX-Spielereien, sündhaft teure Kombigeräte für Kontrollierte-Wohnraumlüftung und Luft-Wasser-Wärmepumpe. Wichtiger wäre einfach mal eine langfristig denkende Politik die klare Rahmenbedingungen schafft statt der Regelung des Jahres. Und gerade die Photovoltaik war eigentlich schon länger ein Selbstläufer. Bis dann die Kombi aus Lieferketten, explodierenden Stromkosten und Photovoltaik-Pflicht kam. Jetzt gibt es nur noch Mondpreise.
kati133704.10.22 23:08
askforafriend schrieb:
Ihr gebt das wirklich alle für eine Photovoltaikanlage aus??? Für 15k plus Euro kann ich lang Strom im Sommer (wüsste nicht welchen) verbrauchen bis sich das rechnet. WoW! Und dann muss das Zeug noch produziert werden hingekarrt etc nachhaltig ist was anderes. nachhaltig ist das, was NICHT gebraucht wird. Denkt mal drüber nach. Aber klar schön den EQS noch dran und dann ist das Gewissen beruhigtKommt immer auch auf den Verbrauch an. Double Homeoffice + Wärmepumpe. Für 15k kann ich nicht so viele Jahre Strom kaufen.
Wir haben derzeit nen Abschlag von 185€ / Monat , noch ohne Wärmepumpe. Tendenz also steigend. Da kommste mit deinen 15k grad mal 6,75 Jahre hin, mit Wärmepumpe dann noch weniger lange.
Ich hatte unsere letzte Anlage äußerst pessimistisch gerechnet und dachte, die würde sich erst nach 15J amortisieren. In der Praxis kamen aber ganz andere Werte dabei raus als wir erwartet hatten. Wir hatten in etwas mehr als einem Jahr die 1000€ Ersparnis geknackt, rein an Arbeitspreis für Strom den wir sonst hätten kaufen müssen. Wir hatten mit etwa 35% eigenverbrauch gerechnet, landeten mit Wärmepumpe, Klima und Homeoffice aber meistens bei 50-60%. Das lohnt sich schnell.
Die Anlage hatte damals nur 4,55kwp und wir haben sie mit 9200€ brutto an den GU eigentlich zu teuer bezahlt (für damalige Verhältnisse). Trotzdem hat uns die Leistung so überzeugt - nicht zuletzt auch in Frühjahr und Herbst, wo sich gute Synergien mit der Wärmepumpe ergeben haben - dass wir auf dem neuen Haus eine größere Anlage planen.
Einzig von den Speichertechnologien bin ich noch nicht überzeugt. Die Speicher finde ich immer noch zu teuer für die prognostizierte Lebenszeit und die Erfahrungen mit Akkuverschleiß die man so hat, bzw auch die Garantie. Bei der Photovoltaik geht dir nach 10 Jahren vielleicht auch mal ein Wechselrichter kaputt, aber den ersetzt man halt halbwegs günstig. Mit den Modulen passiert normalerweise nix, die halten ewig.
Meine Eltern haben damals übrigens beim "1000 Dächer Programm" mitgemacht, falls sich noch jemand erinnert. Da gab es garantiert 99 Pfennig Einspeisevergütung pro kwh. Das hat meine Mutter bis vor kurzem noch bekommen (halt 50cent nun). Dann waren leider die 20 Jahre abgelaufen, und der Netzbetreiber hat das leider abgesägt. 😀 War natürlich aus damaligen Zeiten noch eine kleine Anlage - aber läuft heute (nach über 20 Jahren) noch mit dem ersten Wechselrichter. War nie was dran.
WilhelmRo05.10.22 09:06
askforafriend schrieb:
Ihr gebt das wirklich alle für eine Photovoltaikanlage aus???Bei mir war die Rechnung ganz einfach:25k€ für Photovoltaik 10kWp, Speicher 12kWp und WR + Installation
17k€ VW e-UP
10000 kWh/a
4000 kWh (Haus durch Photovoltaik) (6000kWh Zukauf) = 10.000kWh
1500kWh (Auto durch Photovoltaik) (500kWh Zukauf) = 2000kWh
Gespart:
Haus:
4000kWh * 0,30 € = 1200€
4500kWh * 0,10€ = 450€
Einmalig Steuerrückerstattung: ~4000€ (19%MwSt)
Förderung: 1000€
Gesamt : 1650€/a
Auto:
1500kWh ~ 750l Diesel * 2,00€ = 1500€
Steuerfrei: 300€/a
THG Bonus: 300€/a
Investiert:
Photovoltaik + Speicher (2020):
20k€ / 1650€/a = 12,1a
Auto lass ich außen vor.
Photovoltaik + Speicher (2022)
32k€ - 5000€ (MwSt) = 27k€
27k€ / 1650€/a = 16,4a
Blick auf Check24: kostet die kWh 0,5€
4000 kWh * 0,5 = 2000€
27k€ / 2450€/a = 11a
Über den Sommer wäre der 12kWh Speicher immer zwischen 90%-100%.
Mit dem e-Auto ziehe ich 5 Tage die Woche nochmal 60% aus dem Speicher und erhöhe so meinen Eigenverbrauch.
Im Winter kaufe ich zu (daher die 500kWh).
mfg
se_na_2305.10.22 09:22
WilderSueden schrieb:
Mittelfristig wird man sich dem aber ohnehin nicht entziehen können, wer jetzt in BW anfängt muss eine Photovoltaik draufmachen und andere Bundesländer werden sicher bald nachziehen.Mal abwarten... die haben aktuell alle über anderes nachzudenken sonst hätte ich das schon ab 2023 erwartet...
WilderSueden05.10.22 09:48
Das kommt schneller als du denkst. Noch mehr unregelbare Energie kombiniert mit der allgemeinen Elektrifizierung soll schließlich der Weg aus der Krise sein
Oetti05.10.22 10:49
WilderSueden schrieb:
Das kommt schneller als du denkst. Noch mehr unregelbare Energie kombiniert mit der allgemeinen Elektrifizierung soll schließlich der Weg aus der Krise seinWas schlägst du als Alternative vor? Wir haben inzwischen daheim eine kleine Photovoltaikanlage - gefällt mir richtig gut. Wir waren im Sommer zeitweise komplett autark unterwegs. Seit ein paar Wochen haben wir jetzt auch ein Hybrid-Auto. Wir sind bisher 90 % rein elektrisch gefahren und ich bin heilfroh nicht mehr ständig zur Tankstelle zu müssen. Aus meiner Sicht ist die Elektrifizierung hier ein echter Gewinn.
Ganz ehrlich: Die dezentrale Energiegewinnung wird in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.
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