ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
Yosan19.05.22 14:26
WilderSueden schrieb:
Dazu kommt noch der Aspekt dass man früher im Sozialwohnungsbau massenhaft billige und schlechte Wohnungen gebaut hat, die dann aber auch nur die entsprechende Klientel bewohnen wollte. Ergebnis waren die sozialen Brennpunkte. Heute gibt es eigentlich keine reinen Sozialwohnungsbauten mehr, sondern man versucht von Anfang an eine gewisse Durchmischung im Haus zu erreichen.Dazu kommt noch, dass "entsprechendes Klientel" oftmals Sozialleistungen bezieht, wo dann unnötig teure Nebenkosten (weil eben nur das minimum an Dämmung etc erfolgte) letztlich die Allgemeinheit trägt.Kokovi7919.05.22 14:36
Wohnungs- und Einfamilienhaus-Bau sind aber zwei verschiedene Dinge. Am Ende ist die Preisentwicklung einfach auch extrem von der Lage und allgemeinen wirtschaftlichen Situation der Region abhängig. Hier bei uns sind beispielsweise trotz viel Automotive keine schönen Objekte auf dem Markt. Sinkende Baukosten sind auch nicht zu beobachten, so dass eigentlich insgesamt nur mit einer Angebotsverknappung zu rechnen ist. Das bedeutet dann relativ stabile oder sogar steigende Preise, so dass das Eigenheim für immer weniger Haushalte bezahlbar ist.
Scout**19.05.22 15:04
Offtopic schrieb:
Naja bei uns wurden 2015 auch Sozialwohnungen gebaut.. Grundstück ehemaliges Bahngelände im Zentrum, ausgeführt im KfW 55. Wohnraumlüftung, Wärmepumpen usw. Hätte da nicht Energieeinsparverordnung gereicht? Hinzu kommt der Rattenschwanz an Verwaltung und Vorschriften wobei viele natürlich richtig sind.Bislang unbebautes Grundstück mitten im Dorf, topeben. Lüftung keinen Plan. Aber KfW-55 müsste doch 2019 bereits Mindeststand gewesen sein. Fernheizung wurde eingebaut, WP oder auch Gas wäre also noch teurer gekommen. Einen Aufzug gibt es (bei 20 Wohnungen aber auch Pflicht glaube ich) und einige Wohnungen sind Pflegegerecht. Ansonsten ganz unspektakulär: kein KNX, keine Raffrollos, keine Hangabfangung, keine Lufträume, keine Schiebehebetüren usw.Übrigens, 2019 wurde hier im Forum noch von 2000 Euro den m2 bei einfachen Einfamilienhaus ausgegangen....
Benutzer 100119.05.22 15:09
Yosan schrieb:
Dazu kommt noch, dass "entsprechendes Klientel" oftmals Sozialleistungen bezieht, wo dann unnötig teure Nebenkosten (weil eben nur das minimum an Dämmung etc erfolgte) letztlich die Allgemeinheit trägt.Mal so salopp gefragt was glaubst du an Heizkosten zu sparen zwischen Energieeinsparverordnung und kfw55? Ich glaube durch Fehlplanung von Heizungsbauer nach dem Motto haben wir schon immer so gemacht entsteht ein größerer schaden.Scout**19.05.22 15:14
Benutzer200 schrieb:
In 2019/2020 war es nicht möglich, sozialen Wohnungsbau so teuer zu bauen (außer, man ist Bauunternehmer und verdient im Bauunternehmen und nicht in der Objektgesellschaft). Dann ist es kein richtiger sozialer Wohnungsbau mit Bindung, sondern einfach nur "normales" Wohnen. Selbst heute baust Du in Bayern problemlos sozialen Wohnungsbau unter 3.000€/qm.Doch, nur mit WBS. Und die Hälfte der Wohnungen wurden vom Kirchlichen Träger vergeben, an Mitarbeiter von deren Behindertenwerkstätte. Dort wird nicht wirklich üppig verdient und diese working poor freuen sich wie noch was.
Miete 8,50 den m2 und je nach Einkommen sogar weniger. 1200 m2 neu geschaffener Wohnfläche, 21 Wohnungen, Bausumme am Ende 4,3 Millionen und das Grundstück gabs wie schon gesagt von der Kommune für einen symbolischen Preis..
Lesetipp: "In Adelsdorf entstehen 21 sozial geförderte Mietwohnungen" bei den Nordbayerischen Nachrichten.
Wo konkret sollen denn in Bayern Sozialwohnungen mit am Ende 3000 Euro den m2 in den letzten beiden Jahren gebaut worden sein- laut Kontostand am Ende und nicht zu Beginn auf den Plänen des Architekten?
Oetzinger19.05.22 15:19
Scout** schrieb:
Lesetipp: "In Adelsdorf entstehen 21 sozial geförderte Mietwohnungen"Da war ja der Bau von Seaside in weiten Teilen günstiger als das.. Wobei Seaside vom sozialen Wohnungsbau nicht allzu weit entfernt ist, wie böse Zungen sagen..Ähnliche Themen