Entscheidungsfindung Fertig-oder Massivhaus

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Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Hausbauplanung und gerade stellt sich daher die Frage: Fertig-oder Massivhaus?

Wir waren mittlerweile bei einem Fertighausanbieter und bei einem Architekten, mit dem wir klassisch Stein auf Stein und massiv bauen würden
Soweit ich weiss, schenkt sich das heutzutage nicht mehr viel, was sowohl die Qualität als auch die Kosten angeht. Mein Freund tendiert eher zum Massivhaus, ich selbst stehe noch irgendwo in der Mitte.
Beim Fertighaus wäre es bei uns allerdings so, dass wir einige Gewerke (Sanitär, Heizung und evtl auch Malerarbeiten) komplett "raus nehmen" würden - wir haben in der Familie einen Sanitär-und Heizungsbauer (mein Vater), der dann auch die entsprechenden Installationsrohre Verlegen würde. Es wäre also schon Einiges, was dann der FH-Anbieter nicht machen würde...
Wie sieht das denn erfahrungsgemäß aus? Wir haben die Befürchtung, dass wir dieses "Weglassen" von Gewerken im Endeffekt auch wieder bezahlen müssten.
Eigenleistung könnten wir auch ein wenig bringen, allerdings wohl eher, was den Innenausbau (Maler, Boden verlegen) angeht.
Grundstück ist vorhanden und erschlossen.

An einer zügigen Fertigstellung wäre uns natürlich auch gelegen, da wir derzeit in Miete wohnen.

Wozu würdet ihr in unserer speziellen Situation eher tendieren?
 
Hi,

wir stand vor kurzem vor dem Selben Problem und wir haben uns entschieden Massiv zu bauen! Warum? Ganz einfach:

- Massivhaus ist nicht so hellhörig wie ein Fertighaus.
- Es speichert die wärme besser ab und gibt sie auch schön wieder ab.
- Es ist langlebiger als ein Fertig Haus.
- Wenn man mal ein Loch in die Wand bohrt, kann man das gut wieder abdichten, dass ist bei einem Fertighaus mit Holzrahmen etwas schwieriger.

Ich denke mit einem Fertighaus macht man nichts falsch, aber ich tendiere eher zum Massivhausbau.

Viele Grüße
Marcus
 
Das war für uns nicht lange eine Frage.

Schnell war klar: Massiv.

Gründe dafür wurden schon genannt.

Aber: Es gibt auch Fertighausanbieter, welche Massivhäuser bauen.
 
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Hi,

wir stand vor kurzem vor dem Selben Problem und wir haben uns entschieden Massiv zu bauen! Warum? Ganz einfach:

- Massivhaus ist nicht so hellhörig wie ein Fertighaus.
- Es speichert die wärme besser ab und gibt sie auch schön wieder ab.
- Es ist langlebiger als ein Fertig Haus.
- Wenn man mal ein Loch in die Wand bohrt, kann man das gut wieder abdichten, dass ist bei einem Fertighaus mit Holzrahmen etwas schwieriger.

Ich denke mit einem Fertighaus macht man nichts falsch, aber ich tendiere eher zum Massivhausbau.

Viele Grüße
Marcus
Da hat der Verkäufer volle Arbeit geleistet. Das sind die verbreitetsten Vorurteile, die es so gibt.

Warum sollte ein Fertighaus hellhörig sein? Bei uns sind alle Böden Schallentköppelt verlegt, und ich kann dir sagen, die Böden knarzen auch nicht Ein Arbeitskollege, der auch im Fertighaus lebt, lebt in de Einflugschneise zum Baden-Airport. Wenn Fenster zu sind, hört er nichts. technscih ist alles möglich.

Ein modernes Haus ist so gut isoliert, dass es eh kaum Wärme abgibt, wo sollte hier der Vorteil der Wärmespeicherung liegen?

Bei guter Pflege, sprich man hält das Holzhaus trocken, sollte es lange genug halten, bevor man es aus energetischer Sicht abreißen will. Zieh doch heute mal in nen unsanierten Altbau von 1940...
Beim Fertighausbau hat sich wirklich vieles getan. Ich kenne das Fertighaus meiner Tante von 1980 und unseres aus 2013... ein Himmelweiter unterschied. Leider auch im Preis

Gerade beim Löcher bohren hat doch ein Holzhaus mit Holzplatten in den Wänden seinen Vorteil. Wenn ich ein Bild, Spiegel oder Küchenschrank aufhängen will, drehe ich mit dem Akkuschrauber einfach ein paar Spax in die Wand. Kein Bohren, kein Dübel nichts. Sogar meine schweren Küchenschränke hängen so. Das Loch ist dicht, solange die Schraube drin ist, drehe ich die Schraube raus, und es war eine Außenwand, dann etwas Acryl rein und dicht ist der Laden.
Ich musste nach dem Böden verlegen ca 200 Schrauben für die Sockelleisten schrauben.... wenn ich hier jedes mal noch nen Dübel hätte setzen müssen, wär ich heute noch nicht fertig. So Akkuschrauber ansetzen und gut ist es.


Ich denke heute schenken sich beide Bauweisen nichts. Weder von der Bauzeit, noch von der Wohnqualität. Ein Massivbau hat eine lange Bautrocknungsphase und gleicht damit zur langen Wartezeit bei Fertighäusern aus. Hingegen hat der Fertigbau den Vorteil, dass meist eine Woche nach Hausaufstellung die Heizung läuft und der Estrich liegt. Unser Haus wurde im Dezember gebaut, und wir hätten vor 4 Wochen einziehen können, wenn wir nicht Eigenleistungen erbracht hätten.
Ich bin sicher, wenn man uns besucht, wird keiner merken, dass es sich um ein Fertighaus handelt.

Den einzigen Nachteil, den man hat. Die Banken bewerten das Haus wesentlich schlechter und scheren alle Fertighäuser über einen Kamm.
Das ist insbesondere für Leute ärgerlich die weiterverkaufen müssen, oder mehr Kredit brauchen.
Ich würde jederzeit wieder ein Fertighaus bauen, da mir das Gefühl, dass die Außenwände in ner trockenen halle gefertigt wurden wirklich zusagt. Auch der weitere Bauablauf war sehr beeindruckend.
 
Hallo,

Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Hausbauplanung und gerade stellt sich daher die Frage: Fertig-oder Massivhaus?

Beim Fertighaus wäre es bei uns allerdings so, dass wir einige Gewerke (Sanitär, Heizung und evtl auch Malerarbeiten) komplett "raus nehmen" würden - wir haben in der Familie einen Sanitär-und Heizungsbauer (mein Vater), der dann auch die entsprechenden Installationsrohre verlegen würde. Es wäre also schon Einiges, was dann der FH-Anbieter nicht machen würde...
Wie sieht das denn erfahrungsgemäß aus? Wir haben die Befürchtung, dass wir dieses "Weglassen" von Gewerken im Endeffekt auch wieder bezahlen müssten.
"Bezahlen müssen" denke ich eher nicht; das Problem findet an anderer Stelle statt, nämlich da, wo die Gewährleistung beginnt und dabei ist es unerheblich, ob Du die Variante Fertig- oder Massivhaus wählst. Wenn Du - via Deinem Vater - daß Gewerk Sanitär komplett hinaus nehmen möchtest, solltest Du auch alle darauf folgenden Gewerke in Eigenleistung (EL) ausführen, also im Prinzip nach geschlossenem Rohbau. Denn, was geschieht real, wenn ein Problem am Bau im Zusammenhang mit dem Gewerk Sanitär auftritt? Oder da, wo Sanitär und Elektro Schnittmengen haben? Genau - dann geht die Streiterei los, wer ist was Schuld ... Das kannst Du umgehen, indem Du vor der EL eine förmliche Abnahme des BV durchführst und erst anschließend daran die Deine EL beginnst. Dann sind die Zuständigkeiten klar geregelt.

An einer zügigen Fertigstellung wäre uns natürlich auch gelegen, da wir derzeit in Miete wohnen.
Die Unterschiede Fertig- zu Massivhaus sind - zeitlich gesehen - marginal ...

Wozu würdet ihr in unserer speziellen Situation eher tendieren?
Raten werde ich Dir weder zur einen noch zur anderen Herstellungsweise. Das ist eine ganz persönliche Entscheidung und diese muß von Dir selbst kommen. Bei Beiden Varianten gibt es kein ausschließlich gut oder absolut schlecht; immer vorausgesetzt, Du entscheidest Dich für einen seriösen Anbieter.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo DerDa,

das Du ein Fan vom Fertighaus bist, kann man überall lesen. Aber warum sollte man eigentlich ein Haus aus energetischer Sicht abreißen? Wie viele alte Massivhäuser werden abgerissen oder werden Sie doch einfach nur neu gedämmt? Wie viel Massivhäuser kennst Du die schon im 19.Jahrhundert standen und wie viel Fertighäuser aus dieser Zeit? Gut ich frage mla andersrum, wie alt ist das älteste Fertighaus und wann wurde das erst gebaut? Ich weiß es echt nicht, aber bestimmt nicht im 19. Jahrhundert.
Warum ein Massivhaus Wärme speichert ergibt sich einfach über die Masse. Dadurch bleibt die Temperatur konstanter.
Warum ziehst Du immer dein Lieblingsargument "Löcher bohren" hervor? Ich hatte dich schon mal gefragt wie oft Du eigentlich Löcher bohrst? Ich hänge nicht jeden Tag neue Bilder auf.

Also preislich sind die wohl sogar teurer und zeitlich tut sich auch nicht viel.
Wovon ich "Fan" bin dürfte klar sein
 

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