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Baulücke vs. Neubaugebiet - Wie entscheiden?

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Hallo zusammen,

wir sind in der komfortablen Situation, zwischen zwei Grundstücken in unserem jetzigen Wohnort wählen zu können.

Option 1: Baulücke im Ortskern (475 qm, von privat), Preis: 95 Euro/qm (erschlossen)

Option 2: Grundstück im Neubaugebiet (490 qm, von Kommune), Preis: 130 Euro/qm (erschlossen)


Bei Option 1 gibt es keinen Bebauuungsplan, sondern es muss nach § 34 Baugesetzbuch gebaut werden. Das Grundstück wurde erst vor kurzem geteilt, daher kommt die Baulücke erst jetzt auf den Markt. Das Grundstück ist im unteren Teil, wo das Haus gebaut werden soll, eben. Der Gartenteil hätte eine leichte Hanglange. Ausrichtung nach Südost.
Vorteil hier: Kurze Wege zur Bushaltestelle, zum Lebensmittelmarkt, Bäcker, Fitnessstudio etc.
Nachteile: Links und rechts stehen ältere, nicht mehr ganz so ansehnliche Nachbarhäuser. Es wohnen viele ältere Leute im Ortskern, kaum junge Familien.

Bei Option 2 gibt es einen Bebauungsplan und mehrere Auflagen, z. B. ein Verbot für Steingärten. Das Grundstück wäre eben. Leider ist das Neubaugebiet etwas "ab vom Schuss" und grenzt schon fast ans Nachbardorf. Ausrichtung des Grundstücks nach Süden.
Man müsste vieles immer mit dem Auto erledigen, da es im unteren Teil des Ortes gelegen ist und sich die Einrichtungen des täglichen Bedarf alle oben im Ort befinden (bis auf die weiterführende Schule). Man müsste immer erst einen Fussweg mit starker Steigung zurücklegen.

Auch, wenn es jetzt vielleicht komisch klingt: Wir haben hauptsächlich Bedenken, dass wir als junge Leute bei Wahl des Grundstücks im Ortskern später Außenseiter wären und kritischer beäugt werden, als wenn wir wie viele andere im Neubaugebiet bauen. So ein Neubau verursacht eben Lärm, Dreck, Straßensperrung etc.
Zumal im Neubaugebiet mit einer jüngeren Nachbarschaft zu rechnen ist, was uns (und einem noch geplanten Kind) später dann wohl eher entgegen käme.
Andererseits sind die kurze Wege der zentralen Lage im Ortskern nicht zu verachten. Die Brötchen beim Bäcker am Samstag zu Fuss holen zu können oder zum Fitnessstudio zu laufen ist deutlich angenehmer, als dafür immer erst ins Auto zu steigen. Und auf das Fahrrad bei den aktuell schwülen Temperaturen und der Steigung der Straße hoch in den Ort hätte ich wahrscheinlich auch nicht immer Lust.

Wie würdet Ihr euch entscheiden?
 
Wir bauen auch in einer Baulücke.
Man baut nicht lange! Neben den Kosten wäre für uns die Lage viel relevanter!
Plus der Preis. Nette Nachbarn oder "komische" Nachbarn kann man so oder so haben.

Ihr baut nur wenige Monate aber lebt dort voraussichltich viele viele viele Jahre!
 
Neubau im Ortskern.
Keine Beschwerden von den Anliegern, der Pfarrer hatte darum gebeten während der Beerdigung nicht Abzubrechen. Der Lärm und Staub währen nicht rücksichtsvoll. Das hat er selber mit der Firma geklärt und die haben in der Zeit Pause gemacht und Holz und Müll abgefahren.

wir waren 2015 als wir anfingen auch die einzigen Jungen. Es werden immer mehr. Die Alten sterben, Junge ziehen nach. Kind ist bekannt und geht mit 4 Jahren auch mal alleine zum Bäcker, Metzger, Bücherei, Musikunterricht, Lesestunde (vor Corona). Trifft sich täglich mit Freunden. Der Bäcker am Sonntag ist gegenüber.
 
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Kann man nicht Pauschal sagen. Neubausiedlung bei uns heißt:
- ab vom Schuss (Soweit man das im Dorf sagen kann. Dauert es halt 2 Jahre länger bis die Kinder losziehen)
- nur 1 Familie mit Kindern im Alter meiner Tochter.

Bauen im Ortskern wird z.b hier seit Jahren gefördert. Neubau, Sanierung, Nachverdichtung. Dazu die alten Sterben, die Enkel ziehen nach.
 
Ich habe ein Grundstück im alten Ortskern gekauft und obwohl jünger, waren wir sofort akzeptiert! Gespräche, ja auch Fachsimpelein, Belehrungen über den Gartenzaun - in Summe cool! Sogar die Feuerwehr kam mit einem Mannschaftswagen "gucken", was im Fall der Fälle wohl der beste "Angriffsweg" wäre. ich hatte die Haustür vorgeschlagen und mit ner Kiste Bier war ich "einer von ihnen". Für mich kling die Baulücke eindeutig charmanter!
 
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